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Des Ritters Hans Ebran von Wildenberg Chronik von den Fürsten aus Bayern
Entstehung
Seite
XXVII
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Der Codex enthält nur das Werk Ebrans und bestelltaus 86 von alter Hand numerierten Blättern, denen noch zweiunbeschriebene folgen. Die Chronik beginnt hier ohne jeglicheÜberschrift mit den gleichen Worten wie in H und schliesstebenso wie dort.

Der Verfertiger dieser Handschrift war seiner Aufgabesichtlich nicht gewachsen. Nur mit Mühe vermochte er dieVorlage zu entziffern und setzte manchmal zwei bis dreimalan, bis er ein ihm schwierig erscheinendes Wort endgültig zuPapier brachte. Infolge der dadurch entstehenden Korrekturenu nd Ausstreichungen lieferte der Schreiber, dessen Handschriftohnehin schon äusserst unbeholfen, unsicher und plump ist,ei ne sehr unschöne, fehlerhafte, an vielen Stellen geradezuunleserliche Arbeit, die ihm jedoch relativ immer besser gerät,je mehr er sich in diese hineinfindet, und schliesslich einiger-massen leidlich wird. Wo in der Handschrift H Wappen-schilde eingezeichnet sind, begnügt sich der Schreiber von Win einem Falle mit Kreisen, in die er die dort beigeschriebenenNamen einschreibt, in den übrigen Fällen erspart er sich auchdiese Mühe. Von den Stammtafelblättern in II findet sich inW keines; doch ist an den betreffenden Stellen Raum gelassenfür späteren Nachtrag derselben. Was die Zeit der Entstehungvon W betrifft, so scheinen sowohl die Schrift als die Wort-formen auf den Schluss des XV. oder den Anfang des XVI.Jahrhunderts hinzuweisen; 1 jedenfalls ist die Handschrift etwau "i ein halbes Jahrhundert älter als H.

Dieser Codex kam später in die Hand des gelehrtenAugsburger Domherren Johann Georg von Werdenstein, 2der i m Jahre 1609 starb, und wurde dann von HerzogAlbrecht V. für seine Bibliothek erworben. Wordensteinunterzog den Text der Chronik einer sorgfältigen Korrektur, :iwelche darauf ausging, die vorgefundenen Lücken auszufüllen,verdorbene Wörter und Stellen sinnentsprechend zu verbessernund offenbare Fehler, besonders in Namen, richtig zu stellen.

untere zur linker Hand ist bliiu. Auf dem Helme stehen zwey schwarzeBüffelshörner, an welchen aussenher überall 21 Pfauenfedern stecken. DieHelmdecke ist rechterseits inwendig blau: auswendig von Silber: linker-seits inwendig von Silber und auswendig schwarz. Sonst haben dieEh ran noch mehrere Zinnen geführt, aufs wenigst diejenigen, so in^Österreich gestanden". S. das Wappen (ohne Helm) in der ApianschenSammlung in Apians Topogr. (München 1880) nro. 232.

1 Das ist auch üefeles Ansicht. L. c. S. 303: Nostor codexVetustus ille quidem ita, ut coaevus haberi possit.

2 Oefele, 1. c. S. 303.

3 Ebenda.