Druckschrift 
Revers Beeder Hoch-Fürstlichen Durchleuchtigk. Ernsten Markgraffen zu Brandenb. u. Wolffgang Wilhelm Pfaltz-Graffen bey Rhein de dato Düsseldorf d. 21. Juli 1609
Entstehung
Seite
78
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⸸⛨ (78) ₸propior Cic. lib. 1. de Oratore, und dahero / obwol Ihre Hoch=Fürstl.Durchl. durch particulares negotiationes und durch die vota und directionihrer Adlicher geheimer und Regierungs-Rähten, obwol dieselbe, wievorhin bedeutet, zum Land-Tage nicht gehörig, es so weit gehracht, daßdie Haupt-Städte und nur etliche wenige von den Land-Ständen vonRitterschafft auff die vorm Käyserl. Reichs-Hoff-Rath befangene Pro-cess, und alle daselbsten in formali Contradictorio cum plenissima & matu-ra causae cognitione erhaltene Käyserl. Rescripta, Decreta und End-Ur-theilen, so alle schon längst in ihre Rechts-Krafft erwaschen, vermeint-lich renuntiirt / und von der appellation abgefallen; So ist dannoch darbeyeines jeden Gülich- und Bergischen Unterthanen und der lieben posteri-tät zeitliche Wolfahrt auch Ehr und Gewissen interessirt, indeme nemb-lich alle Unterthanen nicht allein Ihrer Hoch-Fürstl. Durchl. als demLands-Fürsten, sonderen auch den Fürsten-Thumben und Vatterlandauch ein jeder Bürger der jenigen Stadt, in welcher er seßhafft, ver-mittels Eyds, trew und hold zu seyn, und darzu allen bevorstehendenSchaden abzuwenden verpflichtet/ und dann dieses ein so mercklicherVerlust des Vatter-Lands, und der gemeinen Unterthanen Freyhei-ten, Privilegien, Alten Herkommen, Gewonheiten, Recht und Ge-rechtigkeiten, auch höchste Verkleinerung wäre, als wann nemblichLand-Stände keine rechtmässige causam litigandi gehabt, und deßfalsvor conspirantes rebelles, concitatores factionisten / Auffwigler / Meiney-dige/ und Pflicht-vergessene gehalten/ und per consequens, als wann sieLeib, Haab und Gütere verwürckt hätten, mit Fug beschreyet, undaußgeruffen werden könten; Ja es einem jeden vor der lieben posteritätunverantwortlich fallen, und einen ewigen Verweiß dabey auff sichund seine Gebein zu gewarten haben wurden, daß bey dessen Zeitendie Gülich=und Bergische Landen nicht bey ihrem herbrachten statu con-servirt / sonderen durch particulares dissolutiones getrennet / verschiedenemembra extinguiret / ihrer Freyheiten / Privilegien / Rechten und Gerech-tigkeiten privirt, der Käyserl. Allerhöchster respect hindan gesetzt, undein absolutus regnandi modus eingeführt worden wäre / So halten Land-Stände von Ritterschafft darvor, daß sie und alle und jede Unterthanen in particulari Ehren und Gewissens halber (wann schon der mehre-ren Theil der Ständen sich vergessen hätte, cum multitudo errantiumnon pariat erroris patrocinium) schuldig und höchst befugt seyn / ihre appel-lation und geklagte gravamina zu der Landen und des Vatter=LandsRettung und Erhaltung bey seinem herbrachten statu, auch zeit- undewiger Wolfahrt bester gestalt zu prosequiren und zu verfolgen, auffGott den Allerhöchsten, die Römische Kayserl. Majest. als dieser Lau-den Ober- und Lehn-Herren, auch sonsten die Allerhöchste ungezweif-felte ordentliche Oberkeit, so dann die heilsame justitz, und der SachenGerechtigkeit ihr gäntzliches Vertrawen, in allerunthänigster devotion,eintzig und allein ſetzend.Union der Land=Staͤnd de Anno 1451.Jr gemeine Reede, Ritterschafft, und Stede, deß Lantz vonSGuilg / wie Wir dan mit Namen und Zonamen genant ind ge-legen synt / doin kunt / also as Verdragen ind eyn Kauff gemachtis/ tuschen Busen lieben Genedigen Herren, H. Dederich Ertz-Buschofzo Cölne, Hertzouch zo Westphaelen ind zo Enger rc. ind Vnsem lievenGenedigen Herren, H. Geirhart, Hertzoug zu Guilg, zo dem Berghe,ind Greve zo Ravensberghe ꝛc. Vmb dat Lant van dem Berghe, damitupge⸗