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Die Anlage eines Central-Bahnhofs und die Gestaltung des Eisenbahnnetzes in und um Düsseldorf nach Verstaatlichung der Eisenbahnen : mit Rücksicht auf den internationalen Verkehr und die Verbindung mit dem Rhein
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Da alle Bahnen in einer Hand sind denn wir könnenwohl der Kürze «regen mit riecht annehmen, dasa die Bergisch-Märkische Bahn, welche unter staatlicher Verwaltung steht, auchErUher oder später Eigenthum des Staats werden, und in der Zwischenzeit deshalb Kein Hinderniss für die Vereinigung des hiesigenEisenbahnnetzes bilden wird kann kein Zweifel darüber bestehen,dass ein zweckmässiger Bauplan für die Zukunfl Düsseldorfs, mitder Genehmigung der Regierung jetzt ohne Verzug festgestellt undsidort ausgeführt werden kann.

Wenn aber diese Frage richtig beurtheilt werden seil, so darfman nicht blos die .gegenwärtig in der Stadt und deren nächsterUmgebung vorhandenen Bahnlinien in Betracht riehen

Durch die Verstaatlichung der Privatbahnen hat der HerrMinister der öffentlichen Arbeiten auf einmal in Rheinland undWestfalen, besonders in dem grossen, zwischen Belgien und Hollandeinerseits, und der Weser andererseits liegende Industriegebiet,

eine grosse Anzahl Halmlinien, einen wahrenembarras de riohesse"

erworben das durch den erbitterten Konkurrenzkampf derPrivatbahnen entstandene aothwendige Resultat in einzelnenFällen mehr, als gegenwartig überhaupt in vollem Maase ausgenützt

werden kann. Die grosse Aufgabe besteht desshalb vor Allemjetzt darin, jeder Linie ihre bestimmte Stellung in einem richtig geleite-ten und mit Nutzen arbeitenden Verwaltungs-( »rganismus anzuweisen.Für einen solchen Central-Knotenpunkt, wie Düsseldorf, ist es

besonders mit Rücksicht auf den Internationalen Express- und denAllgemeinen Personenverkehr, aber auch wegen des durchgehendenund lokalen Güterverkehrs nöthig, dass bei der Anlage von Hahn-stationen und bei der Festsetzung des Hahnbetriebs, dem obenerwähnten (lesiehtspunkt entsprechend, auf alle Linien Rücksichtgenommen wird, welche zur Vermittlung des internationalen Ver-kenn dienen,

Wenn auch der Privateisenbahnbetrieb durch die Konkurrenzzum Hau von mehr Linien gezwungen worden ist, als nöthig war,so bietet dagegen ihre Erwerbung durch den Staat, und ihre Ver-schmelzung zu einem einzigen Betrieb die Gelegenheit, der Weltzu zeigen, welche grossen Reformen im Eisenbahnwesen untersolchen Umständen erreicht werden können.

Vielleicht ist keine Reform von grösserer Wichtigkeit, alsdie, dass soweit als irgend möglich eine Trennung des