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Chlorantimon
in gegenständigen und paarweise abwechselndenÄhren stehenden Zwitterblüthen. Dieselben ent-halten 3 mit einander zu einer Aappigeu Schuppeverwachsenen Staubblätter, von denen die beidenseitlichen nur zur Hälfte entwickelt sind, u. einenStengel. Art: 6b. oküoinalis Llume, immer-grüner Halbstrauch, in feuchten Wäldern Javas;die der virginischen Schlangenwurz ähnliche Wur-zel wird wie diese als kräftiges Reizmittel in bös-artigen Fiebern gebraucht; die Samen sind sti-mulirend. Engler.'
Chlorantimon, s. Antimonchloride.
Chlorarsen, f. Arsenchlorid.
Chlorate, so v. w. Chlorsänresalze.
Chlorbaryum, s. Baryumchlorid.
Chlorblei, f. Bleichlorid.
Chlorcadmium, s. Cadmiumchlorid.
Chlorcalciuin, s. Calciumchlorid.
Chlorchromsäure (Chromacichlorid), chemischeVerbindung von Chrom, Chlor und Sauerstoff,deren Formel OrO^lI ist; bildet eine dunkelrothe, an der Luft gelbrothe, erstickende Dämpfeausstoßende Flüssigkeit, die mit Wasser sich sofortin Chromsänre u. Chlorwasserstoff zersetzt. Siewirkt mit größter Heftigkeit auf alle Körper, welchesich mit Chlor od. Sauerstoff verbinden; Schwefel,Phosphor u. Alkohol werden unter heftiger Ex-plosion entzündet. Man gewinnt sie, indem manein zusammengeschmolzenes Gemenge von dichrom-scmrem Kali u. Kochsalz in einer Retorte mit con-centrirter Schwefelsäure übergießt u. das Destillatin einer stark abgekühlten Vorlage aufsammelt.
Hetzer.
Chloreisen, s. Eisenchloride.
Chlorgold, s. Goldchlorid.
Chlorhydrat, s. u. Chlor.
Chlorhydrin (Monochlorhydrin)neutrale, ätherisch riechende, ölartige Flüssigkeit,welche durch längeres Erhitzen von mit Chlor-wasserstoffgas gesättigtem Glycerin auf 100° er-halten wird; in Wasser, Alkohol und Äther lös-lich. Durch Wasserstoff im Entstehnngszustandegeht es in Propylenalkohol über. DichlorhydrinvzillgOizO, ein bei 178° siedendes, ätherisch rie-chendes Ol, entsteht, wenn Glycerin längere Zeitmit großem Überschuß an rauchender Salzsäureerhitzt wird. Wasserstoff im Entstehungszustandeverwandelt es in Isopropylalkohol. Trichlor-hydrin durch Destillation des vorigen
mit Phosphorpentachlorid darstellbar, farbloses,gegen 158", siedendes, dem Chloroform ähnlichriechendes Öl, welches sich durch Behandeln mitSilberoxyd u. Wasser in Glycerin zurückverwan-Leln läßt. Clören.
Chloride (Chem.), Verbindungen des Chlorsmit positiven Elementen. Existiren mehrere Chlor-verbindungen desselben Elements, so heißt diechlorärmste das Chlorür, dann folgt das Chlorid,endlich das Per- oder Snperchlorid.
Chlorige Säure, chemische Verbindung vonChlor, Wasserstoff ».Sauerstoff, nach der FormelMIO 2 zusammengesetzt. Sie entsteht beim Auf-lösen des Chlorigsäureanhydrits in Wasser. Ihrewässerige Lösung ist grünlich-gelb gefärbt, vonbrennendem Geschmacke u. besitzt ein außerordent-liches Bleichvermögen, das mehr als lOmal grö-
— Chlorit.
ßer ist, als das des ChlorwafserS. Auf Metallewirkt sie sehr heftig ein u. verwandelt sie theilsin Chlorverbindungen, theils in Oxyde. Diechlorigsauren Salze, in denen der Wasserstoffder chlorigen Säure durch ein Metall ersetzt ist,sind meist in Wasser löslich u. zersetzen sich beimErwärmen unter Explosion. Eine praktische An-wendung findet weder die Säure, noch ein Salzderselben. Hetzer.
Chlorigsäureanhydrit (wasserfreie chlorigeSäure) ist eine chemische Verbindung von Chloru. Sauerstoff (Formel 61^0,); grünlich-gelbes Gasvon starkem, chlorähnlichem Gerüche, das sich beigelindem Erwärmen in seine Elemente zersetzt.Es wirkt etwa 14mal stärker bleichend, als Chlor.Im Wasser löst es sich unter Bildung von chlo-riger Säure ans. Man erhält es durch gelindesErwärmen von chlorsaurem Kali mit arsenigerSäure u. einer verdünnten Salpetersäure. Hetzer.
Chlorimctrie (Chlorometrie) ist derjenigeZweig der analytischen Chemie, der die quantita-tive Bestimmung der im Chlorkalk (u. ähnlichenBleichsalzen) enthaltenen Chlormenge, von derallein der Handelswerth desselben abhängt, zurAufgabe hat. Früher begnügte man sich damit,die Menge Jndigolösung von bekanntem Gehaltezu ermitteln, welche durch eine abgewogene MengeChlorkalk entfärbt werden konnte. Bei den neue-ren chlorometrischen Methoden, deren Zahl übri-gens sehr groß ist, benutzt man die Eigenschaftdes Chlors u. der unterchlorigen Säure, bei Ge-genwart von Wasser oxydirend zu wirken, n. be-stimmt demgemäß die Menge einer oxydirbarenSubstanz, welche durch eine genau bekannte MengeChlorkalk oxydirt wird, od. umgekehrt die MengeChlorkalk, welche zur Oxydation einer bekanntenMenge der oxydirbaren Substanz erforderlich ist.Als oxydirbaren Körper benutzte Gay-Lnssac (nachihm Penot u. Mohr) arsenige Säure, die in Ar-sensäure verwandelt wird; Graham (und Otto)wendet schweselsaures Eisenoxydul an, welches sichzu schwefelsanrem Eisenoxyd oxydirt. Wagner er-mittelt die Jodmenge, welche aus Jodkalinm durchden Chlorkalkauszug freigemacht wird. Der Chlor-gehalt des Bleichkalkes wird entweder in Gewichts-procenten (wol das Zweckmäßigste) angegeben,oder, wie namentlich in Frankreich, nach dem Vor-gänge von Gay-Lussac in Graden, die ausdrücken,wie viel 1 Chlorgas aus 1 lc§ Chlorkalk erhaltenwerden können. Da 1 1 Chlor 3,ig wiegt, soverwandelt man französische Grade durch Multi-plication mit 0,zig in Gewichtsprocente (deutscheGrade). H-tz-r.
Chloris (griech., von eblliros, grün-gelb; dieSaatgrüne), griechischer Frauenname, 1) Gattindes Windgottes Zephyros u. Mutter des Karpos(Frucht), von Ovidius mit der römischen Blumen-göttin Flora (s. d.) identificirt. 2) Tochter desKönigs Amphion von Theben n. der Niobe. AlsApollon und Artemis ihre Geschwister erschaffen,blieb sie (nach Pausanias) mit ihrem BruderAmyklas allein verschont, wurde aber aus Schrecküber den plötzlichen Tod ihrer Geschwister so bleich,daß sie, vorher Meliböa geheißen, den NamenCH. (die Bleiche) erhielt.
Chlorst, Mineral, von Werner seiner lauch-
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