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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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Chloral 61ilc>rantlius.

nur die sog. Bleichsalze, namentlich aber den Ch-kalk (s. d.). In der Natur findet sich das CH.nirgends frei, sondern nur in Verbindung mitgewissen Metallen; die verbreitetste Verbindungist das Ch-natrium (Steinsalz, Kochsalz, Seesalz).Zur Darstellung des Ch-s füllt man einen Kolbenmit Stücken von Braunstein (Mangansuperoxyd)

u. fügt langsam unter schwachem Erwärmen starkeSalzsäure zu, oder man erhitzt ein inniges Ge-menge von 1 Th. Braunstein, 4 Th. Kochsalz u.2 Th. concentrirter Schwefelsäure. Im ersterenFalle erfolgt die Bildung des CH-S nach derGleichung:

LlnO, -s- 4II61 LlnOIz -I- 2LO -I- Ol,

Mangansuperoxyd u. Salzsäure geben Manganchlorid u. Wasser u. Chlor,

im anderen:

M-rOI -I- LlnOr -s- 2Hz80t ^ MzSOz -j- Nn80« -I- 2^0 -I- 01^

Chlor- u. Brcmn- u. Schwefel- geben schwefels. u. schwefels. u. Wasser u. Chlor.

Natrium stein säure Natron Mauganoxydul

Soll das Gas in Glocken aufgefangen werden, sobenutzt man als Sperrflüssigkeit warmes Wasser.Bei der Darstellung im Großen schlägt man fast aus-schließlich den ersteren Weg ein u. verwendet großeBallons aus Steinzeug ov. innen getheerte Kästenaus Sandsteinplatten. Bei dem fortwährenden Stei-gen der Braunsteinpreise hat man in neuester Zeitversucht, die Anwendung desselben ganz zu um-gehen. Nach dem Verfahren von Deacon, wel-ches sich in England, aber auch schon auf demCvntincnt einzubllrgern beginnt, leitet man einGemisch von Ch-wasserstofs u. Luft bei etwa 400"bis 500° 6. über gewisse stark erhitzte Substanzen(am zweckmäßigsten Thonkugcln, die mit Kupfer-vitriol getränkt sind), wodurch dasselbe zum größeren Theil in CH. n. Wasser zersetzt wird. Ausdem Gasgemisch entsernt man den nnzersetztenCh-wasserstoff durch Waschen mit Wasser, denWasserdampf durch Abkühlung oder durch Cakes-stücke, die mit Schwefelsäure getränkt find. DerKupfervitriol selbst erleidet bei dem Proceß kei-nerlei Veränderung. Das so dargestellte CH. istzwar durch Luft verunreinigt, eignet sich aber sehrgut namentlich zur Darstellung von Ch-kalk.Das CH. wurde 1774 von Scheele entdeckt undLephlogistisirte Salzsäure genannt; später hieltman es für die Sauerstoffverbindnng eines unbe-kannten Elements (Murium), erst 1810 wurdees von Davy als Element erkannt u. erhielt denNamen Chlor, vom gr. oirlürös, gelb-grün. Hetzer.

Chlorst! (Trichloraldehyd, Chem.) 6zMIgO,der Aldehyd der Trichloressigsäure; entsteht durchdirecte Einwirkung von Chlor auf Aldehyd, sowiedurch Einleitcn von Chlor in absoluten Alkohol,so lange cs noch absorbirt wird u. Salzsäure ent-weicht. Hierbei bildet sich eine Verbindung desCh-s mit Wasser, das Ch-hydrat, als kristallinischeMasse, welche durch Destillation mit concentrirterSchwefelsäure in CH. u. Wasser zerlegt wird. DasCH. ist eine farblose, durchdringend riechende undzu Thränen reizende Flüssigkeit, die bei 94,/ sie-det. In geschlossenen Gesäßen ausbewahrt, ver-wandelt es sich in eine weiße, feste Masse, einepolymere Verbindung, die bei 180° wieder in ge-wöhnliches CH. zerfällt. Es besitzt die Eigenschaft,Silber aus ammoniakalischer Silbernitratlösung zureduciren, verbindet sich wie der Aldehyd mit Am-moniak u. sauren schwefeligsauren Alkalien zu kry-stallinischcn Masten. Durch Oxydation geht esin Trichloressigsäure über, in Berührung mitwässerigen Alkalien spaltet es sich in Chloroformu. Ameisensäure. Mit Wasser verbindet es sichzu Ch-hydrat l^HOIgO^O, großen weißen

Krystallen, die bei 46" schmelzen u. zwischen 9Lu. 98° sieden, in Wasser leicht löslich sind u. we-niger scharf riechen, als das CH. Alkohol vereinigtsich mit CH. zn Ch-alkoholatDieses bildet farblose, bei 56" schmelzende, bei115117° siedende Krystalle. Das Ch-hydrathat medicinische Anwendung gefunden, indem es,eingenommen, beruhigend u. schmerzstillend wirstu. einen ruhigen Schlaf ohne üble Nachwirkungenerzeugt. Diese anälthefirende Wirkung beruht aufder durch das alkalische Blut hervorgerusencnSpaltung des Ch-s in Ameisensäure u. Chloro-form, welch letzteres als directe Ursache der Be- !täubung anznsehen ist. Llörm.

Chloralalkoholat, s. Chloral.

Chloralhydrat, s. Chloral.

Chloraluminrrrm, s. Aluminiumchlorid.

Chlorammonium, s. Ammoniumchlorid.

Chloranil (Tetrachlorchinon, Chem.)bildet sich neben Mono-, Di- u. Trichlorchiiwnbei der Einwirkung von chlorsaurein Kali u. Salz-säure auf Cbinon, auch auf andere organische Ver-bindungen (Phenol, Anilin, Salicylsäure, Jsaünn. a. m.). Es bildet goldgelbe, unzersetzt subli-mirbare Schuppen, in kaltem Master unlöslich, inkaltem Alkohol schwer, in heißem leicht löslich.Mit Phosphorpentachlorid erhitzt gibt es Perchlor-benzol 6«6Ig. Verdünnte warme Kalilauge löstes mit rother Farbe, wonach sich beim Erkaltenpurpurfarbene Nadeln des Kaliumsalzes der Ch-sänre LgOIsO/OL^ abscheiden, die durch Schwe-felsäure in die freie Ch-säure röth-

lich-weiße, glänzende Blättchen, zerlegt werden.

Clären.

OblorsntknoZno, dikotyle Pflanzenfamilie aus derKlasse der kipsritns, Bäumchen oder Sträucher,selten einjährige Kräuter, mit aromatischem Ge-rüche u. gegenständigen, knotig-gegliederten Ästen,gegenständigen, gestielten, einfachen, fiedernervigenBlättern, kleinen, zwitterigen od. diklinischen Blii-then ohne Blüthenhülle, einfächerigem Fruchtkno-ten mit einem hängenden, orthotropen Eichen;Frucht eine Steinfrucht. Die Familie ist tropischund zählt nur wenige Gattungen: lloäxoswnm,Obloranbbns, Faroanära u. ^8earlnn. Englcr.'

Chloränthie, (Vergrünung), ist die in Blü-then nicht selten auftretende Verwandlung derBlumenblätter, Staub- u. Fruchtblätter in Laub-blätter (rllckschreitende Metamorphose); man be-obachtet diese Erscheinung besonders häufig beiPrikolinm ropsns ^7. Engler.

ebloi-antkus , Pflanzengatt, aus der Fam.der OiliorantbaLsas, Halbsträucher mit kleinen,