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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
Entstehung
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K

Brasilienholz, s. OLWalpmia.

Brasilin 62282067, krystallinischer Farbstoff,im Sappan- oder falschen Sandelholz, sowie imFernambnk- oder Brasilienholz enthalten; bildetgoldgelbe, in Wasser, Alkohol u. Äther löslicheNadeln. Die Lösungen färben sich mit Alkalienkarminroth. Salpetersäure verwandelt es in Pikrin-säure. Clären.

Brasilische Nüsse (Amerikanische Nüsse, Ama-zonenmandeln) find die Samen von LsitLollstiasxoolsa.

Brasilnußöl, ein in den Nüssen der Lertbol-Istis, sxesisa enthaltenes blaßgelbes, geruchloses,in kochendem Alkohol lösliches, fettes Ol, welchesbei 0° erstarrt. Clören.

Braslaw, s. Bratzlaw.

Brassen, s. Takelage.

Brasse» (Brachsen, Abramis <7rrv.), Fischgattnngans der Familie der Karpfen; Körper hoch,seitlich zusammengedrückt; Mund ohne Bartfäden;Rücken- u. Afterflosse ohne Knochenstachel, ersterekurz, steil abfallend, letztere sehr lang; Schwanz-flosse tief gabelig ausgeschnitten; 5 Schlnndzähnejederseits in einfacher Reihe; der Bauch bildetzwischen der Bauchfloffe u. der Aftergrnbe einescharfe, schuppenlose Kante. Dahin der Brach-s e n (Blei, Lrama ^).), stattlicher, bis 60 vmgroßer, gewöhnlich S7, selbst bis 10 schwererKarpfen; ausgezeichnet durch seinen stark seitlichzusammengedrückten, hohen Leib; Oberkopf undRücken schwärzlich, Seiten silberglänzend, gelblich-weiß, Kehle röthlich, Bauch weiß mit schwarzenSeitenpunkten, Flossen schwarzblau. Zur Zeitder Brunst wachsen auf der Haut der Männchenstumpf-kegelförmige, anfangs weiche und Weiße,später harte u. gelbe Warzen hervor. Die Weib-chen setzen ihre ungefähr 140,000 Eier nachtsan Wasserpflanzen ab. Der Brachsen findet sichsehr häufig u. meist in Gesellschaften in ganz Mit-tel-, Nord- u. OEuropa; nährt sich von Würmern,Jnsectenlarven u. Wasserpflanzen. Sein Fleisch istwohlschmeckend, jedoch der zahlreichen Gräten hal-ber wenig geschätzt; das der größeren Fischeist besser, als das der kleineren. Jedenfalls wird ereifrigst gefangen, zumal er für die Teichwirthschaftwerthvoll ist. Die Zärthe (Meer-B.-Ruß-, Blau-oder Meernase, vimbn L.) gehört vorzüg-lich OEuropa an; lebt in süßem, brackigemu. salzigem Wasser u. findet sich demgemäß in derOstsee, im Frischen Haff u. den Ostseeflüffen, aberauch in den russischen Strömen des SchwarzenMeeres. Sie ist charakterisier durch die dicke,verlängerte, weit übergreifende Nase, das unter-ständige Maul und die weit nach hinten gerückteAfterflosse; Scheitel u. Rücken sind unrein braunoder blau, Seiten Heller, Unterseite silberglänzend,

PierevS Universal-ConversationZ-Lerikon. 6. Ausl. I

Rücken- u. Schwanzflosse bläulich, Bauch- u. After-flosse gelblich; Brustflossen an der Wurzel roth-gelb. Mit Eintritt der Laichzeit (Ende Mai bisAnfang Juni) färben sich Oberleib, Schnauze,Kopf, Rücken u. obere Hälfte der Seiten tiefschwarz,seidenglänzend, Lippen, Kehle, Brust, Banchkante,sowie die paarigen Flossen dagegen lebhaft orange-gelb. Außerdem bedeckt sich dann der Leib desMännchens stellenweise mit einem kleinkörnigenAusschlage. Sie wird 2535 om lang u. bisG LZ schwer. Zur Laichzeit vereinigt sie sich zugroßen Schaaren u. wird dann zahlreich gefangen,was um so leichter ist, als sie dann in die Flüssesteigt, um dort zu laichen. Der Pleinzen (dieZope oder Schwuppe, baliorrw D.), in allenFlüssen Mittel-Europas, doch meist nur in der Nähevon deren Mündungen. Der kleine Kopf, dasschief aufwärts gerichtete Maul u. die große After-flosse kennzeichnen ihn; sein Rücken ist bläulich,Seiten u. Bauch silberweiß, die paarigen Flossengelblich, die übrigen weißlich, alle schwärzlich ge-rändert u. gesäumt; wird 30 bis 35 om laugu. bis 1 KZ schwer. Eine seltenere Form, Abra-mis l-suoicartii ZaeLel wird von einigen Forschernals besondere Gattung ^bramiäoxsio v. Kebo/ckangesehen, von Anderen dagegen für einen Bastardzwischen Brasse u. Weißfisch gehalten. Thome.

Brasseur de Bourbourg, Charles Eti-enne, franz. Abbe u. Historiker, geb. 8. Septbr.1814 zu Bourbourg (Departement Nord); vor-theilhaft bekannt durch seine Schriften über dieGeschichte der Ethnographie Amerikas; erhielt seineerste Ausbildung auf dem College zu St. Omer.Nachdem er bereits 183540 als Schriftstellerthätig gewesen, stndirte er zu Gent Philosophie u.Theologie, machte eine Reise durch Deutschland u.Italien u. vollendete seine Studien in Rom, woer 1845 die Priesterweihe empfing. Im Aufträgeder Propaganda nach NAmerika gesandt, hielt ersich zuerst in Boston auf, lehrte alsdann fast einJahr lang Kirchengeschichte am kath. Seminar zuQuebeck und ward 1846 endlich vom Bischof zuBoston zu seinem Generalvicar ernannt. Nachmehrfachen Forschungsreisen durch Nord- undMittel-Amerika ward B. Almosenier der franz. Ge-sandtschaft in Mexico u. später geistlicher Admini-strator bei den Indianern des Nabinal im De-partement Salama in Guatemala. Als die franz.Expedition nach Mexico unternommen wurde, warer eines der thätigsten Mitglieder der zur Erforsch-ung dieses Landes gebildeten wissenschaftlichenCommission. B. starb 8. Januar 1874 in Nizza.Seine Werke über die Geschichte u. die Alterthü-mer Amerikas sind äußerst zahlreich u. werthvoll,u. besondere Erwähnung unter ihnen verdienen:Llistoirs cku Oanaäa, Par. 1852, 2 Bde.; 8i-7. Band. 1