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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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Chloanthit -

sind auch seine Consilia oivilia u. oriminalia, je2 Bde., 1734 u. 1738. Vgl. Prantl, Gesch.der Ludw.-Maximil.-Universität, München 1872,I. u. II. Bd. r->g-,i.

Chloanthit (Min.), nach Breithanpt die imregulären System krystallisirende Varietät desArsennickels, zinnweiß, doch leicht grau undschwärzlich anlaufend; nicht selten mit Nickelblüthegrün ausblühend (daher der Name, v. gr. oiüo-anbiiss, aufgrünend).

Chloderich, Sohn Siegberts, des Königs derRipuarischen Franken; führte 507 Chlodwig demGroßen gegen die Westgothen ein Hilfsheer zu;tödtete auf Chlodwigs Rath seinen Vater ans derJagd im Buchonischen Walde; als er sich nieder-bückte, um dem Gesandten Chlodwigs die in einemKasten aufbewahrten Schätze seines Vaters zuzeigen, wurde ihm der Kopf mit der Streitaxtzerschmettert.

Chlodio, angeblich Sohn Faramunds; war428448 König der Franken (s. d.). Sein Nach-folger war Merowig.

Chlodömir (Chlodomer, Chlodomar), 2. SohnChlodwigs I. n. der Chlotilde, geb. 495; war511524König vonAquitanien;s.Franken(Gesch.).

Chlodowald (Clotoald), St., Sohn des fränki-schen Königs Chlodomir, Enkel Chlodwigs I. u.Chlotildens. Wahrscheinlich bald nach Chlodo-mirs Tode (524) bewogen dessen Brüder Childe-bert u. Chlotar ihre Mutter Chlotilde, die Chlo-domirs drei Knaben zu sich genommen hatte, trü-gerisch zur Auslieferung derselben. Zwei starbenunter Chlotars Mörderhand; den dritten, Chlo-dowald, retteten getreue Männer; er begab sichaller Ansprüche auf die Negierung, wurde Mönchu. Priester; st. um 560 u. wurde in dem vonihm gebauten, nach ihm benannten Kloster St.Cloud begraben. Er wurde kanonistrt; Tag:7. September. /X

Chlodwig (Chlodowech, Ludwig), der Be-gründer des Frankenreiches, geb. 465, SohnChil-derichs I., der neben anderen Stammeskönigenüber die zwischen Somme u. Maas wohnendenSalischen Franken gebot, u. der von diesem ver-führten thüringischen Königin Bastna; folgte 481seinem Vater in der Regierung. In kurzer Zeitunterwarf er sich alles von den Saliern einge-nommene Land. Er schlug den Syagrius, der inGallien noch einen Rest der alten Nömerherr-schaft behauptete, mit Hilfe der RipuarischenFranken 486 bei Soissons u. gewann hierdurchdas Land bis zur Seine. Er begünstigte, wiees schon sein Vater gethan hatte, den römischenKatholicismus, vermählte sich 493 mit der dem-selben angehörenden burgnndischen KönigstochterChlotilde (Lhrotechildis) u. erlaubte die katholischeTaufe seiner Kinder. Nach der Überlieferung ver-sprach er, als ihn die Alemannen in der furcht-baren Schlacht bei Zülpich 496 zu überwältigendrohten, mit lauter Stimme dem Christengotte,wenn er ihm den Sieg verleihe, die Taufe anzu-nehmen, siegte, empfing am Christfeste aus denHänden des Erzbischofs Remigius von Reimsdie Taufe u. die Salbung, u. 3000 Franken lie-ßen sich mit ihm taufen. Durch neuere Forsch-ungen ist jedoch diese Darstellung berichtigt wor-

Chlopicki.

den:Die Schlacht bei Zülpich", bemerkt A. Pfafjin seiner Deutschen Geschichte, Bd. 1, S. 208,ward von den Ripuariern geschlagen; die Ale-manncnschlacht, in welcher Chlodowech siegte, fandam Oberrhein u. zu einer Zeit statt, wo er mitseinen Schwestern, deren eine, Albofleda, seitdemTheoderich der Große heimgeführt hatte, längstChrist geworden war." Indem der neue Constan-tin, wie er bei Gregor von Tours heißt, anstattdes unter den deutschen Stämmen herrschendenArianismus den römischen Katholicismus bekannte,gewann er die ihm unterworfenen Römer u. diein kirchlicher Beziehung gleichgesinnten Nachbarn.Er trat nun als Vorfechter des orthodoxen Be-kenntnisses gegen ketzerische u. heidnische Germa-nen auf. Die an der Küste zwischen Seine u.Loire wohnenden Armoricaner, die linksrheinischenAlemannen u. die rechtsrheinischen zwischen Mainu. Neckar erkannten seine Oberhoheit an. Hier-auf kehrte er seine Waffen, um Blutrache fürseine Gattin zu üben, gegen den BurgunderkönigGundobald, schlug ihn 500 bei Dijon an derOuche, begnügte sich aber auf die InterventionTheodcrichs des Großen mit dem Versprecheneines Tributs. 507 griff er die arianischen West-gothen an, schlug sie n. tödtete selbst ihren KönigManch II., Theoderichs Eidam, bei Bougle inder Nähe von Poitiers. Er entriß den Westgo-then Aquitanien; Theoderich rettete seinem unmün-digen Enkel Amalrich das schmale Küstenland zwi-schen der Rhone n. den Pyrenäen. CH. erhieltauf seine Bitte vom oströmischen Kaiser Anasta-sios den Titel eines Consuls, der ihn über diebeschränkte Sphäre eines deutschen Heerkönigs er-heben sollte; dann räumte CH. mit nichtswürdigerTreulosigkeit u. Grausamkeit die übrigen fränki-schen Dynastien, soweit er sie nur zu erreichenvermochte, aus dem Wege u. vereinigte den gan-zen Volksstamm unter seinem Scepter. 27. Nov.511 st. er in Paris. Seine 4 Söhne theilten sich,nach Salischem Rechte, in das Reich. (S. Franken,Geschichte.) Über 3 andere fränkische Könige die-ses Namens aus dem Geschlechts der Merovingers. die Stammtafel in dem Art. Franken.

Chloe (gr., die Grünende, Keimende), 1) Bei-name der Demeter; ihr wurden gefeiert dieCKIooinam 6. Thargclion (im April) mir Spielen undTänzen. 2) Christin in Korinth, durch derenHausgenossen Paulus von den in Korinth statt-findenden Streitigkeiten Nachricht erhalten hatte.3) In der Periode der Schäfergedichte u. Schä-ferromane gewöhnlich in denselben Name einerSchäferin.

Chlopicki, Joseph, polnischer General undDiktator in Polen während der Revolution von1830, geb. 24. März 1771 in Galizien von adeli-gen, aber armen Eltern; wurde 1787 Soldat,diente mit Auszeichnung, namentlich im Treffenbei Raclawice 1794, unter Kosciuzko in Polen,wurde Adjutant beim General Rymkiewicz, schloßsich 1797 dem von Dombrowski für französischeDienste errichteten polnischen Corps an, kämpfteunter demselben 17991801 namentlich ruhm-voll in Italien, folgte 1806 Dombrowskis Rufezur Erhebung Polens u. zeichnete sich, im selbenJahre zum Obersten ernannt, bei Eylau n. Fried-