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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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785
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Chlcidmschc Klangfigureil Chlingeiispcrger. 785

seinen aknstischen Werken sind von besonderer Be-deutung: Entdeckungen über die Theorie desKlanges, Lpz. 1787; Die Akustik, ebd. 1802, n.Ausg., 1830, franz., Par. 1809; Neue Beitr. zurAkustik, Lpz. 1817; Beitr. zur prakt. Akustik u.zur Lehre vom Instrumentenbau (Clavicylinder u.verwandte Instrumente), ebd. 1821. Auch warCH. der Erste, der schon 1794 in seiner berühmtenSchrift: Über den Ursprung der von Pallas ge-fundenen u. anderer sehr ähnlichen Eisenmassen u.über einige damit in Verbindung stehende Natur-erscheinungen (Riga) gegen die allgemeine An-nahme der Gelehrten für den Glauben des Volkeseintrat, daß Stein- u. Eisenmassen wirklich vomHimmel herabfallen könnten, u. diese Annahme mitallen Mitteln der Wissenschaft verfocht. Langenachdem endlich selbst bei den französischen Ge-lehrten diese Annahme als richtig erkannt war,schrieb CH. seine vorzügliche Arbeit: Über Feuer-meteore n. über die mit denselben herabgefalleuenMassen, Wien 1819, wozu später zahlreiche Nach-träge in Gisberts Annalen erschienen. Vgl. Bern-hardt, CH., der Akustiker. Witteub. 1856. r.

Chladnische Klangfiguren, s. Schall.

Oblam^äoooocns ^4. Lrarr-r, Pflanzengattungaus der Algenfamilie der 6onokisas Volvoeinvas,rundliche Zellen mit rothem oder grünlichem In-halte, welche durch einfache oder doppelte Zwei-theilung Schwärmsporen bilden, die sich mit einerzarten, farblosen, durchscheinenden, weit abstehendenHülle umgeben. Durch weitere Theilung gehenaus diesen großen Schwärmsporen je 4 Tochter»zellen hervor, welche sich weiter theilen u. zuletztdicke Zellenconglomerate bilden. Arten: 6K. plu-vialis ^4. Lvaren (üaomotoeoeous pl.krotoeoeons pl. LÄkm'nA), bildet röthliche Massenin kleinen Vertiefungen auf Felsblöcken u. Steinen;erscheint bisweilen in größeren Massen u. gibtdann zu dem Volksaberglanben vom Blutregeu(s. d.) Veranlassung. 6K. nivalis findet sich ostin großen Schneefeldern in der Schneeregion derAlpen (rother Schnee). Engler.

Lblampäomonss, Algengattung der 6osnokioao-Volvoolneas, einzellige Algen mit durchsichtigerHllllmcmbran, welche sich durch Schwärmervermehren. Diese sind entweder Makrozoosporcn,od. Mikrozoosporen. Die ersteren, kleine, voneiner durchsichtigen Hülle eiugeschlosseue Plas-makörper, mit rothem Fleck und 2 Wimpern,entstehen zu je 2 od. 4 in einer Zelle; aus ein-zelnen dieser Schwärmsporen gehen durch succes-sive Zweitheilung je 8 kleinere Schwärmsporen,die Mikrozoosporcn, hervor, welche keinen rochenFleck besitzen. Von diesen kleinen Schwärmernkönnen sich je 2 mit ihrem spitzen Ende nähernu. zn einer Zelle verschmelzen, welche einen Ruhe-zustand durchmachen u. dann in normaler Weisefortvsgetiren kann. Aus den großen Schwärmerndagegen gehen sofort neue Individuen hervor. DieArten 6K. pnlvisculus ZVi»'., 6K. okbnsa ^4.

6K. multiüliis u. a. färben im Frühjahreu. Herbste die Wasserbehälter grün. Englcr.

Olilam'/äopkorus (Küraßthier), Gattung aus derFamilie der Gürtelthiere, mit hinteu abgestutztemKörper.

Chlamys (gr.Ant.), Kleidungsstück der Männer,

PicrerL Univerlal-Ccmversations-Lexikon. k. Ausl >

erst mit dem Einkitt in das Jünglingsalter getra-gen, eine Art Mantel, der über die eine Schultergeworfen u. dann mit einer Spange zusammengc-heftet wurde; ursprünglich eine makedonische undthcssalische Tracht, später in Griechenland bes. alsKriegs- u. Neisemantel getragen; auf Denkmälernist es daher u. a. die gewöhnliche Kleidung desOdysseus. Ricke.

Chläna (gr. Ant., eklaina)", starkes wollenesOberkleid, von Männern als Mantel in der Kälteüber dem 6kiton getragen, über die Schultern ge-worfen u. mit einer Spange befestigt; ähnlichedienten auch in der Nacht als Decken. Feiner u.weicher hießen sie llklains n. wurden von Frauenn. Männern znm Staate getragen.

Chlapowski, 1) Desiderius, poln. General,geb. 1788 im Großherzogthnm Posen; nahm 1807unter der polnischen Jnsurrection Dienste, wardOrdonnanzoffizier Napoleons u. dann Escadrous-chef der Gardecavalerie; 1813 nahm er seinenAbschied, weil er sich nicht genug befördert glaubte,u. zog sich auf seine Güter in Posen zurück; 1830schloß er sich der polnischen Revolution an, erhielterst ein Regiments-, dann von Chlopicki ein Bri-gade-Commando u. nach der Schlacht von Gro-chow eine Division, an deren Spitze er den Auf-stand in Lithauen unterstützte, wohin er im Mai1831 vorgedrungen war. In Bialystock hätte erbeinahe den Großfürsten Constantin gefangen ge-nommen, wenn dieser nicht durch seine Gemahlin,die Fürstin Lowicz, deren Schwester mit CH. ver-mählt war, gewarnt worden wäre. Mit Gielgudvereinigt, versuchte er mit 5000 Lithauern einenAngriff ans Wilna, der aber so wenig gelang, daßer sich über die preußische Grenze zurllckziehen n.dort die Waffen strecken mußte. Die Preußengaben ihm erst nach längerer Haft n. Bezahlungeines bedeutenden Strafgeldes die Freiheit, wor-auf er wieder in stiller Zurückgezogenheit aufseinen Gütern lebte. Er schr.: kisbtros sur lv»svsoomsnts militalrss sn ?olo§ns eb on-tkuanls, Par. 1839. 2) Stanislaus, Bruderdes Vor., ebenfalls Theilnehmer an dem poln.Aufstande, namentlich an den von Ersterem ge-leiteten Unternehmungen in Lithauen. Lagai.-

Chlidon (gr. Ant.), Fuß-, Arm- u. Halsband.

Chlingeksperster, Name zweier bedeutendenjuristischen Rechtslehrer n. Schriftsteller. 1) Chri-stoph v. CH., geb. 1651; stndirte in Ingolstadt

u. wurde schon 1677 Professor der Rechte daselbst,wo er die Digesten, llns publicum u. Criminal-recht lehrte, während er in seinen schriftstellerischenArbeiten auch auf anderen Gebieten thälig war,als im Proceß, Feudal- u. Kanonischen Rechte, n.häufig in schwierigen Rechtsfragen von fürstlichenPersonen um sein Nechtsgntachten angegangenwurde. 1693 in den Adelsstand erhoben, wurdeer 1698 Vorstand des Nathscollegiums. Er st.1720, eine Masse werthvoller juristischer Werkehintcrlassend. 2) Hermann Anton v. CH., Sohnd. Vor., geb. 1685 in Ingolstadt; studirte dort u.wurde 1707 auch Professor der Rechte daselbst.Er st. 1755. Auch von ihm existirt eine ganzeReihe werthvoller juristischer Schriften, unter denennamentlich die über Bayerisches Landrecht n. Hof-marken große Beachtung fanden; bemerkcnswc.th

v. Band. 5 g