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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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Chitin

Grafschaft Middlcscx, an der Themse, 7^/z kmwestl. von Hyde Park Corner in London, Stationdes Brentford-Loop-Zweiges der Sonth-Wcstern-Eisenbahn; Gärten der Hortioultnral Looist^, diejetzt nur noch ausschließlich zu experimentalenZwecken benutzt werden; 8508 Ew. (1871). CH.hat eine alte, hart an der Themse gelegene Kirche,an welche der Gottesacker stößt, auf dem derMaler Hogarth u. bis 1871 auch der italienischeDichter u. Patriot Ugo Foscolo begraben liegen(des Letzteren Alche ward 1871 nach Florenz über-geführt, das von Italienern errichtete Grabmalaber ward gelassen). CH. besitzt manche schöneGärten n. einige beachtenswerthe Landhäuser,namentlich das dem Herzog von Devonshire ge-hörige, jetzt an den Prinzen von Wales vermie-thete Chiswick House, mit ausgesuchter Gemälde-sammlung, vom Grafen Burlington in Nachahmungder Billa Capra bei Vicenza erbaut. Hier starbendie Staatsmänner Fox (1807) u. Canning (1827).

Bartling.

Chitin (Chem.) der Stoff, welcher

das Skelett u. den Panzer aller Gliederthiere bil-det. Er ist der Hauptbestandtheil der Flügeldeckender Käfer, der Bedeckungen der Spinnen, derPanzer der Crustaceen; hieraus, des. ans denFlügeldecken der Maikäfer, stellt man das CH. durchsuccessive Behandlung mit Wasser, Alkohol, Äther,Essigsäure u. Kalilauge dar, wobei es als weißedurchscheinende Substanz zurückbleibt, welche meistdie Form des Gewebes, oft auch die ganze Gestaltdes Thicres zeigt, ans welchem sie dargcstelltwurde. So läßt sich ein gesottener Krebs durchähnliche, aber höchst vorsichtige Behandlung mitoben genannten Lösungsmitteln in ein weißes Ch-Skelett verwandeln, welches nichts von der ur-sprünglichen Form verloren hat. In concentrirterSchwefelsäure ist das CH. ohne Färbung löslich;mit Wasser verdünnt u. gekocht liefert die LösungAmmoniak u. Traubenzucker. Clöre».

Chiton (gr. Ant.), das Untergewand, oft ein-zige Gewand der Griechen; der dorische war wollen,kurz u. ärmellos; der ionische länger u. leinen.Der letztere hatte entweder zwei Ärmel od. Arm-löcher, dann hieß er. aiaplrimaoedalos, wel-cher von den Freien getragen wurde, od. nureines für den linken Arm, während der rechte Armu. ein Theil der Brust unbedeckt blieb; er hießDxomis n. war die Tracht der Sklaven. Auchdie Frauen trugen den CH.; der dorische war auchhier wollen, nicht gar lang, bis an die Brust zu-sammcngenäht, die oberen Theile über die Schul-tern zusammengeheftet; der ionische leinen, bis andie Füße reichend, faltenreich, oft mit weitenÄrmeln. Auch wurde oft das obere Ende desverlängerten Chiton nochmals übergeworfen undmit dem Gürtel (Ltropüion) befestigt; dies hießDoppeel-CH. (Diplom) und findet sich oft mitdem reizendsten Faltenspiel des Bausches (Lolpcw)auf bildlichen Darstellungen. Unter Perikles ver-tauschten die Athener den weichlicheren ion. CH.mit dem dorischen. Es waren zuweilen auch Ver-zierungen, Blumen:c. eingewebt (Ob. Labastiütos).

Riese.'

Chittiicr (a. Geogr.), auch Söhne Chats, so-wie Hatiter, in den ältesten Zeilen Einwohner

- Chlcidlii.

von Palästina, zwischen den Kanaanitern u. Am»,ritcrn.in Len von S. nach N. sich ziehenden Gebirgen.

Chittcnden, County im nordam. UnionsstaaieVermont, u. 44° n. B. u. 73° w. L.; 36,480 Ew.>Countysitz: Burlington. '

Chittim, bei den Juden entfernte Länder desWestens, wahrsch. Cypern.

ChtUN, die biblische Aussprache des Namensdes babylon. Gottes Kaiwan, K?wan, d. i. desSaturnus. Der Name bezeichnet den Gott als denFesten, Zuverlässigen.

Chiusa (ital.), so v. w. Klause, Paß. 1) CH. diPesio, Stadt in der Prov. u. dem Bez. Cuneodes Königreichs Italien (Piemont), am Pesio;altes Schloß (Mirabella); Kinderbewahranstalt,Spital; Geschirrfabrikation, Glas- u. SpiegelhütteSeidenweberei; 6338 Ew. 2) CH. San Michele,Flecken im Bez. Susa der ital. Prov. Turin, o»der Dora Riparia; 1086 Ew.; dabei auf einemBerge die einst sehr berühmte u. reiche Benedic-tinerabtei San Michele della CH., die zum Be-gräbniß der sardin. (j. ital.) Könige dient; dabeider Paß, den der Longobardenkönig Desideriusgegen Karl d. Gr. befestigte. 3) CH. Sclafani,Stadt im Bez. Corleone der ital. Prov. Palermo,auf Sicilien; Seidenraupenzucht, Weinbau; 6968Ew. 4) C. di Verona, s. Berner Klause.

Chiusi, Stadt im Bez. Montepulciano der ital.Prov. Siena (Toscana), an der Chiana, die hierden Lago di CH. bildet, der mildem nahen Seevon Montepulciano durch einen Kanal verbunden ist,Station der röm. Eisenbahn; Bischofssitz, eine ausQuadern u. Platten antiker Paläste erbaute Kathe-drale init 18 antiken Marmorsäulen; reiche Aus-grabungen etruskischer u. römischer Alterthümer,die zum großen Theil nach Florenz gekommen sind;4660 Ew. CH. ist das alte Camers bei denEtruskern u. Clusium (s. d.) bei den Römernund wurde im Mittelalter durch eine Über-schwemmung der Chiana zerstört, wobei zugleichdie ganze Gegend in einen Sumpf verwandeltwurde; das Land ist durch die 1823 vollendete»Dammarbeiten wieder trockengelegt.

Chivafso, feste Stadt in der ital. Prov. u. demBez. Turin (Piemont), am linken User des Po,Station der Eisenbahn Turin-Mailand n. einerZweigbahn nach Jvrea; Gymnasium, TechnischeSchule; königliches Gestüt; Korn-u. Viehhandel;9002 Ew. CH. ist als Schlüssel zur Lombardeisehr wichtig; es war Hoflager der Markgrafen vonMontferrat, kam unter Amadeus VI. an Savoyen,wurde zweimal von den Franzosen genommen, aber1649 wieder an Savoyen abgetreten; im Juni1705 von Vendome belagert.

Chiton, Staat, s. Khiwa.

Chize, Rechnungsmllnze, so v. w. Kitze.

Chizerots, s. u. Burins.

Chladni, Ernst Florenz Friedrich, bedeu-tender deutscher Physiker, geb. 30. Nov. 1756 inWittenberg; studirte anfangs die Rechte, dannNaturwissenschaften; war fast fortwährend ausReisen, ohne amtliche Stellung u. lebte nur vomErtrage seiner Werke u. seiner akustischen Vor-lesungen. CH. machte in der Lehre vom Schalle(Chladnische Klangfiguren) wichtige Enldeä-deckungen; er st. 3. April 1827 zu Breslau. Unter