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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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Chirurgisches Besteck Chiswick.

sowie für die ihre Kunst handwerksmäßig erler-nenden gewöhnlichen Chirurgen, die nur denkurzen Rock tragen durften. In dem Streite derFacultät wider dieses Collegium, dessen Ansehenden Neid Jener regege macht hatte u. der Jahr-hunderte lang fortdauerte (zunächst bis 1656),standen die gewöhnlichen ON-s (äs rods oourbs)auf Seite der Facultät. Thamhayn.

Chirurgisches Besteck, s. Besteck.

Chirurgische Instrumente, alle die meistmetallenen mechanischen Werkzeuge, deren derChirurg sich zu seinen Operationen, zum Schnei-den, Stechen, Bohren, Sägen, Brennen u. dgl.bedient. Die gewöhnlichsten, wodurch eine Trenn-ung der Theile beabsichtigt wird, sind von Stahlu. werden von eigenen Künstlern (Instrumenten-machern) angefertigt. Sie müssen fein, aus gutgehärtetem Stahl bereitet, vorzüglich scharf seinu. sorgfältig in Stand gehalten werden. Dazugehört vor allein Rücksicht auf Reinlichkeit, Ver-hütung der Bildung von Rost an den metallenenTheilen durch sorgfältiges Abreiben u. Trocknennach jedesmaligem Gebrauche u. Sorge für einentrockenen Aufbewahrungsort. Manche empfehlendie Ch-n I., besonders wenn sie selten gebrauchtwerden, mit gnteni Öl einzureiben, um so dasAnsetzen von Rost zu verhüten. An feuchten Ortenist dies allerdings die beste Aufbewahrnngsmethode,sonst genügen sorgfältiges Abreiben u. wiederholtesReinigen vollständig. Entstandener Rost wird ambesten durch ein Stück Weiden- oder anderes wei-ches Holz u. Schmirgelpulver weggenommen, diePolitur aber ihnen wiedergegeben, indem man siemit einem trockenen, feinen Tuche u. Asche reibt.Größere mechanische Vorrichtungen, z. B. zumEinrichten von Verrenkungen, Knochenbrüchen rc.,heißen chirurgische Maschinen. E. Berns.»

Chirurgischer Knoten, Knoten, welcher beider Anlegung von Wundnähten u. der Unterbind-u ng von Gefäßen benutzt wird u. entsteht, indemdie Enden der Fäden zweimal durch die ersteSchlinge durchgesteckt werden, wodurch das Nach-geben erschwert wird.

Chirurgische Krankheiten , Krankheiten,welche Folgen äußerer Verletzungen sind; s. Krank-heiten.

Chirurgische Operation, jeder mechanischeEingriff in den kranken Körper, der mit Hilfe vonInstrumenten vorgenommen wird u. die Trenn-ung von Geweben oder die Wiedervereinigunggetrennter Theile, die Entfernung von Neubild-ungen (Geschwülsten) oder Fremdkörpern, oderdie Neubildung verloren gegangener Theile (z. B.der Nase, Lippe rc.) bezweckt. Zur Ausführungeiner jeden Ch-n O. gehören eine genaue ana-tomische Kenntniß des ganzen menschlichen Körpers,besonders aber des Theils, an dem man geradeoperiren will, um die Gefahren, welchen der Krankedurch eine Operation ausgesetzt wird (Verletzungeines wichtigen Theils, Unterbindung von Ge-fäßen rc.), gut würdigen zu können; eine genaueKenntniß des dabei anzuwendenden Verfahrens u.,wenn nicht am Lebenden, so doch am Leichnamerlangte Fertigkeit. Bevor man zur Ausführungeiner Ch-n O. schreitet, hat man noch verschie-dene Vorbereitungen zn treffen. Dahin gehören:

1) Sorge für die nöthigen Instrumente u. Ber-bandstücke, die während der O. benutzt werden,für warmes u. kaltes Wasser, Handtücher rc.;

2) je nach der Lage des Falles die Herbeiziehnngeines oder mehrerer Assistenten; 3) Beschaffungeines guten, besonders eines gut erleuchteten Zim-mers; 4) bequeme Lagerung des Patienten; 5)Vorkehrungen, um etwa unerwartet während derOperation eintretenden Störungen sofort begegnenzu können, u. endlich 6) in schwierigen Fällen Ein-leitung der Narkose durch Chloroformiren (s. d.).Vor allen Dingen ist keine ch. O., kleinere od.größere, zu unternehmen, bevor nicht der Kranke od. falls derselbe nicht dazu im Stande seinsollte, dessen nächste Angehörige die Einwillig-ung dazu gegeben haben. Scheint es daher demArzte unumgänglich nöthig, daß wegen irgendeines Leidens eine Operation gemacht werde, soist es nicht allein seine Pflicht, sondern auch eineRegel der Klugheit, daß er durch vernünftigesZureden dem Kranken die Zweckmäßigkeit derselbenklar mache u. ihn anderseits auch zugleich aufdie Gefahren derselben u. die schlimmen Folgen,die vielleicht durch Unterlassung derselben entstehenwürden, Hinweise. EineuKranken zu einerOperationzwingen darf mau auf keinen Fall u. ihn nurdann zu ^überreden suchen, wenn man ganz be-stimmt voraussehen kann, daß der Kranke ohnedie Operation rettungslos verloren ist u. einemsicheren u. dabei qualvollen Tode entgegengeht,während noch Hoffnung vorhanden ist, Laß durchdie Operation das Leben gerettet, oder wenigstensdie Qualen erträglicher gemacht werden. E.B-rns.

Chisago, County im nordam. UniousstaateMinnesota, u. 45° n. B. u. 92° w. L.; gut bewal-detes, fruchtbares Hügelland mit zahlreichen Seenu. vom St. - Croix-Fluß durchzogen; 5699 Ew;Countysitz: Taylors Falls.

Chise (türk.), so v. w. Kis; s. u. Beutel.

Chislehurst, Dorf u. Kirchspiel in der engl.Grafschaft Kent, 19lcm südöstl. von London, Stationder South - Eastern - Eisenbahn; alterthümliche,aus Kieselstein erbaute Kirche; 2083 Ew. AusC. stammte Sir Nicolas Bacon; hier wurde 1500Sir Francis Walsingham. der Staatssecretär derKönigin Elisabeth, geboren, u. hier starb 1623 ineinem altmodischen, kleinen, von einem herrlichenPark umgebenen Schlößchen der Alterthumforscheru. Geschichtschreiber Camden, von dem das Ge-bäude den Namen Camden House erhielt. Inletzter Zeit war dasselbe berühmt als der Sterbe-ort Napoleons III. u. als Wohnsitz der ExkaiserinEugenie u. ihres Sohnes. Nach dem Sturze desKaiserreiches hatte Letztere ihre Wohnung da-selbst genommen, u. auch Napoleon III. begabsich dorthin, nachdem er durch den Präliminar-frieden von Versailles (26. Febr. 1871) aus derKriegsgefangenschaft auf Wilhelmshöhe bei Kasselentlassen wurde. Er st. dort 9. Jan. 1873 undward am 15. in der katholischen Kapelle des Ortesbeigesetzt; später jedoch fand er in einer kleinen,von der Kaiserin erbauten Nebenkapelle seine letzteRuhestätte. Am 16. März 1874 fand in CH. inAnwesenheit mehrerer tausend Franzosen die Mün-digsprechung des kaiserlichen Prinzen statt. Vanting.

Chiswick, Dorf u. Parlamentsflecken in der engl.