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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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768
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768 Chinasilber Chinesisches Rechncnbrctt.

leichter in kochendem, sowie im wässerigen Alkohollösen. Die wässerige Lösung dreht die Polarisa-tionsebene nach links. Die CH. schmilzt bei162° u. erstarrt beim Erkalten amorph. Beimraschen Erhitzen an der Luft verbrennt sie mitFlamme u. Geruch nach verbrennender Weinsäure.Vorsichtig erhitzt, verwandelt sie sich gegen 220°unter Wasseraustritt u. Bräunung in Chinid67810O5, eine zähe, glasartige, in Wasser lös-liche, ans Weingeist krystallisirende Masse. Beider Destillation liefert die CH. Phenol, Benzo'e-säure, Benzol, Hydrochinon u. a. Products. MitSchwefelsäure u. Braunstein behandelt, liefert sieChinon (s. d.), mit Ätzkali geschmolzen Protoka-techusäure. Die Salze der CH. sind meist krystalli-sirbar u. mit Ausnahme des basischen Bleisalzes inWasser löslich,, in Alkohol aber unlöslich. Inter-essant ist der Übergang der CH. in Hippursäurebeim Einnehmen, als welche sie sich im Harnewiederfindet. Clären.

Chinasilver (Alfenid, Alpacca, Christofle)nennt man ein Material, ans welchem seit einigerZeit Geräthschaften der verschiedensten Art (Löffel,Messer, Gabeln, Salzfässer, Thee-, Milch- undKaffekannen, Platten, Tafelaufsätze, Lampenftiße,Leuchter, Eiskühler re. rc.) hergestellt werden. Esbesteht aus Neusilber, welches ans galvanischemWege mit einer dickeren oder dünneren Schichtvon Silber überzogen wird. Der Silberüberzugbeträgt durchschnittlich 2°/» des Gesammtgewichtes.Die bedeutendste Fabrik ist die von Christofle u.Comp, in Paris u. Karlsruhe, aber auch in Ber-lin, Leipzig n. Wien hat sich dieser Industriezweigbereits eingebürgert. 'Hetzer.

Chinawurzel, Wurzel von Lmilsx Odins, L.;s. Lmilsx.

Chiucha-Jnseln, Inselgruppe in der Pisco-Bucht an der Küste des südamerikanischen Frei-staates Peru; die 3 Hauptinseln, nach ihrer LageIsis äsl Horts, Isis äol LIsäio u. Isis äsi Lustgeheißen, enthalten etwa 55 festem u. steigen alsnackte, zerrissene u. zerklüftete Felsen von 65 mHöhe empor. Sie waren früher wichtig durch ihremächtigen Schichten von Guano, die aber jetzt er-schöpft sind. Kolpe.»

Chinchilla (span.), schönes Pelzwerk, sil-bergrau, schwärzlich angehaucht, mit 33,5 omlangen, seidenweichen Haaren. Es kommt von derChinchilla (Lriomz-s) in NCHile. Der Preisvariirt nach der Mode.

Chinchilla, Stadt in der spanischen ProvinzAlbacete, an der Eisenbahn von Madrid nachAlicante; Castell, mehrere Klöster; Marmor- undGipsbrüche; Getreide, Safran, Wein; 3500 Ew.

Chinchillon, größere, gelblichen. Bastardchin-chillas, kleine, kurzhaarige Felle, welche mit denChinchillas zusammen in den Handel gebrachtwerden. Manche seine und langhaarige, silber-graue Wollstoffe heißen ihrer Ähnlichkeit mit demChinchilla ebenso.

Ltnncbina (lat.), Chinarinde; s. Oinostous.

Chinchon, Stadt in der spanischen ProvinzMadrid, zwischen dem Tajo u. Tajuna; Schloß;Ökonomische Gesellschaft; Mineralquelle; 2500 Ew.

Chine (fr.), jedes auf geflammte Art od. mitflammigen Mustern gewebte Zeug. Diese Flammen

sind längliche Flecken mit gleichsam verwaschenenEnden. Die Kette solcher Zeuge wird zwischendem Scheeren und Bäumen stellenweise gefärbtindem man die nicht zu färbenden Theile mit Pa!Pier und darauf fest und dicht mit Bindfadenumwindet, bevor die Kette in den Farbkessel ge-bracht wird.

Chinesen, s. u. China.

Chinesisch Grün (Lokao), grüner Farbstoff,der ans dem Safte von Wrsmnus ostloropbormund Wismuus rrtriis gewonnen wird und in derZengdruckerei Anwendung findet.

Chinesische Literatur, s. u. CH. Spracheund Literatur.

Chinesische Mauer, eine bei Sutscheu in derProv. Kauft an der NWGrenze von China begin-uende, 23000 irm lange, 7 m dicke, in der Mittemit Erde und Schutt ausgesüllte, mit Fließen ge-pflasterte, 810 w hohe Mauer zwischen demeigeutl. China u. der Mongolei, zum Schutze gegenfeindliche Einfälle. Sie ist über Flüsse u. Gebirge(bis zu 1600 m Höhe), durch Schluchten u. überAbgründe geführt, alle 200 Schritte ist ein Thurm(sonst mit Wache) u. hier u. da Thore. An man-chen Orten ist sie doppelt u. auch dreifach (z. B.bei Peking); hinter ihr liegen zu ihrem Schutzenoch einzelne Forts und Citadellen. Angefangenwurde sie vom Kaiser Tsin-schi-hoang-ti (24k bis210 v. Chr.), vollendet unter den Nachfolgern.Nach And. wurde sie von den kleineren Staaten,in welche damals China getheilt war, theilweifeangelegt u. später erst von Thsin-schi-hoang-ti zueinem Ganzen verbunden. Sie umschließt alsonur NCHina; auch ist sie jetzt in Verfall.

Chinesisches Meer, 1) Theil des großenOceans im SO. von Asien; umschließt das eigent-liche China im O. u. S.; nordöstlich heißt esHoanghai (Gelbes Meer) zwischen China, derMandschurei u. Korea, mit den kleineren Busenvon Petschili (Pohai) und Liatong und vielen In-seln; östlich Tonghai (Östliches Meer) ist sehrstürmisch u. ist südlich durch die Formosa-Straßemit dem Nanhai (Südliches Meer), auch Chine-sischer Meerbusen genannt, verbunden; inihm liegt die Insel Hainan; der westliche Theildesselben heißt der Busen von Tonkin od. Annani.Die furchtbaren Wirbelwinde (Teifune) machendis Schifffahrt darin sehr gefährlich. 2) Bcsond.der Theil, welcher im N. von China, im W. vonAnnam, im SW. von der Halbinsel Malakka (mitdem Busen von Siam), im S. von den Snln-Jnseln, im O. von den Philippinen-Inseln um-schlossen wird.

Chinesisches Nechnenbrett, mechanische Vor-kehrung, um ohne Ziffern leicht u. sicher zu rech-nen. Eine kleine Tafel hat von oben bis unten1012 parallele Drähte oder Schnüre und einen ileeren Raum in der Mitte. Auf diesen Drähten -befinden sich oben 2 bewegliche Kugeln, und einejede derselben wird für 5 gerechnet, unten aber5 gleiche Kugeln, deren jede nur 1 gilt. Indemnun diese Kugeln seitwärts geschoben u. die Ku-geln u. Kugelreihen unter sich verglichen werden,addiren, subtrahiren, multipliciren u. dividiren die ^Chinesen auch in größeren Zahlenreihen, ebensowie wir bei der Zifferrechnung. s