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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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China Chinasäure.

gensrais äs Is, Obins, Par. 177783, 12 Bde.;Gützlaff, Geschichte von CH., engl., Canton 1833,deutsch von Neumann, Stuttg. 1817; Plath, DieBöller der Mandschurei, Gott. 1830; Thornton,^ bistor^ cck Oii., Lond. 1841 ff.; Plaths u. Pfiz-mairs Abhandlungen in den Abhandl. der Akade-mien der Wissenschaften von München n. Wien;C. Richard, lieber den Englisch-Chinesischen Krieg,Aachen 1843; Thomas Taylor Meadows Mas(sinnsss anck tboir rsbsilions, Lond. 1846, deutsch,Perl. 1857; über die letzten Kriege gegen Eng-land und Frankreich schrieben Bazancourt, Paris1861 f., 2 Bde.; de Montrecy, ebd. 1861, 2 Bde.;Wolseley, Lond. 1862; Pallu, Par. 1863. EineÜbersicht der ungemein reichhaltigen Literatur gibtAosche, Wissenschaftlicher Jahresbericht über dieNorgenländischen Studien in den Supplementenzu Bd. 20 u. 24 der deutschen MorgenländischenGesellschaft. Tbielemann. tHandel u. Verkehr) Schroot.

China, 1) so v. w. Chinarinde (s. Oinobona).8) China Clay, eine Art Thon in England, dortzur Fabrikation gewöhnlichen Porzellans, in Deutsch-land bei der Zeugdruckerei, Ultramarin- u. Papier-sabrikation benutzt.

Chiuabnum, so v. w. Oinebona.s Chinagerbsäure, in den Chinarinden mit' organischen Basen verbunden vorkommende Gerb-säure; wird aus dem wässerigen Auszuge derChinarinde als hellgelbe, gnmmiartige Masse er-halten; in Wasser, Weingeist u. Äther löslich. Sie> Z! M Leim- u. Eiweißlösungen, wie die Galläpfel->?! säure, Eisenoxydsalze, aber grün. Beim Kochen- mit verdünnter Schwefelsäure zerfällt sie in Zuckerund Chinaroth (s. d.). Clörm.

Chinagras (chinesischer Hanf) ist der Bast,metcher von der in China und Japan cultivirtenM Locbwsi'ls. nivsu. LooL F gewonnen wird.Die Faser ist sehr lang (bis 22 om), starrer undviel breiter als die Leinfaser, u. hat einen breite-ren Längskanal, ist aber im Übrigen derselbenähnlich. Das CH. wird zu batistähnlichen, sei-denglänzenden Zeugen (chines. Leinwand, Orass-ls! elotb) verarbeitet, u. zwar zum Theil in Chinai (Taschentücher rc.), zum Theil in Europa, wo siedurch die erste Pariser Weltausstellung 1855 zu-erst bekannt wurden; zur Verarbeitung in Europa! ,!s werden die rohen Stengel eingeführt n. erst hiers si! die Fasern aus denselben gewonnen. Auch hatman die Pflanze in SFrankreich zu cultiviren be-gonnen. Vgl. Rambehanf. Engter.

Chinapräparate, aus der Chinarinde berei-tete Heilmittel. Das einfachste ist Chinapnlver(kulvis vbivas), von den besseren Chinarinden-sorten lichtzimmtfarbenes, von den geringeren dunk-leres Pulver. Dose: im Maximum (gegen Wech-selfieber) 7,z §. Sonst standen eine Menge zu-j saminengesetzte Pulver, unter mancherlei Namen,-s in Ansehen, worin CH. ein Hauptbestandtheil war.i Bereitungen mit Flüssigkeiten sind: L.) China-absud (Üsvovbrrm Oortisis psinviani), zu dessenDarstellung Chinarinde mit Wasser eingekocht u.heiß colirt wird; ist in der Siedhitze klar, trübtsich beim Erkalten wegen Abscheidung eines ausGerbsäure, Chinaroth u. Chinabasen bestehendenl Niederschlages. L) Chinaaufguß (Inknsnm^ oor-! beiz ysrnvianl): a) Kalter Aufguß, durch Über-

gießen von Chinapnlver mit kaltem Wasser zubereiten; enthält die wesentlichen Bestandtheileder Rinde, auch mehr vom Aroma, aber wenigerChinaalkalorde. > b) Warmer Aufguß, durchÜbergießcn von China mit heißem Wasser berei-tet. v) Weiniger Aufguß (Chinawein), ansChinapulver, mit gutem weißem Wein dargestellt;ein vorzügliches Präparat bei schwacher Verdau-ung, für Reconvalescenten u. überhaupt bei chro-nischen Scbwächezuständen. ä) Geistiger Auf-guß (Chinatinctur, spinotnraObinas): an) Ein-fache Chinatinctur (liuotura Ob.simpl.), durchDigestion von Chinapnlver mit Weingeist dargesteltt;enthält die bes. wirksamen Theile der Chinarinde,außer chinasaurem Kalk, Gummi u. Amylon. bb)Zusammengesetzte Chinatinctur (VinvturaOb. oomposita, sonst lülixir roborans IVbvttii),ans brauner Chinarinde, Pomeranzenschalen,Enzian, Zimmt u. verdünntem Weingeist durchDigestion bereitet. 0) Chinaextract (LxirasbumObinas s. Oort. psrnviani), wässeriges,(Lxtr.Obin. agnosnm) und geistiges (Lxbr. «bin.splribnosnm), mit Wasser u. Weingeist. Es ent-hält jenes die meisten wirksamen Stoffe der China-rinde, daher auch Geruch u. Geschmack. Manschätzt die Wirkung gleich derjenigen der 8fachenMenge Pulver. Die wichtigsten aller CH. sind dieChinaalkaloide: Chinin, Cinchonin, Chino'kdin;siehe darüber die besonderen Artikel.

Chinard, Joseph, franz. Bildhauer, geb. 1756in Lyon, gest. 1813 in Paris; ein Schüler vonBlaise, bildete er sich dann in Rom, kehrte 1789zurück u. modellirte für das Föderationsfest eineKolossalstatue der Freiheit. Ein eifriger Anhängerder Revolution, gab er seinen Ideen auch künst-lerischen Ausdruck, ward deshalb von der päpst-lichen Polizei verhaftet u. saß über zwei Monatein der Engelsburg gefangen. Nach Frankreich zu-rückgekehrt, ward er dort als Contrerevolutionäreingesteckt, später aber Mitglied der Lyoner undPariser Akademie. Hauptwerke: Perseus u. Andro-meda; Justitia; Hebe credenzt den Nektar; DerFriede; zahlreiche Büsten. Regnet.

Chinarinde, s. u. Oinebona.

Chinaroth, ein in allen Chinarinden, amreichlichsten in der rothen vorkommender Farb-stoff, der auch aus der Chinagerbsänre (s. d.)dargestellt werden kann. Es bildet eine amorphe,hell- od. dunkelrothbraune Substanz, ohne Geruchn. Geschmack, sehr wenig in kochendem Wasser,leicht in Alkohol, wässerigen Alkalien u. in conc.Essigsäure löslich. Die ammoniakalische Lösungfällt Chlorcalcium-, Magnesia-, Thonerdesalze u.auch Brechweinstein roth, sowie auf Zusatz vonWeingeist. Mit Atzkali geschmolzen liefert es Proto-katechusäure u. Essigsäure. Clören.

Chinasäure (Chem.) O^kl^Og. Diese Säurefindet sich in allen echten Chinarinden, vonden unechten in der Obioa novn surlnamsn-8is, ferner in den Kaffebohnen, im Heidelbeerkraut,im Labkraut (Oallinm mollnA» L.) u. wahr-scheinlich in noch vielen anderen Pflanzen. Mangewinnt sie bei der Darstellung des Chinins ausder Chinarinde als Nebenproduct. Si: krystallisirtin großen, farblosen, schiefen, rhombischen Pris-men, welche luftbeständig sind u. sich in Wasser,