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China (
von den Tataren verwüstet sehen. Ihm folgtenTschang-ti (76—89) u. Ho-ti (89—106), unterwelchen durch den General Pan-tschao die Tatarenvollständig geschlagen u. die chinesischen Waffen bisan das Kaspische Meer getragen wurden. DieseEroberungen hatten daneben eine BereicherungEh-s mit fremden Culturgewächsen, namentlichmit dem Weinstock, zur Folge u. führten zu Ver-besserungen des landwirthschaftlichen Betriebes.Wenig Erwähnenswerthes als innere Unruhen,Thronstreitigleiten, Hungersnoth bezeichnen dieRegierung der folgenden Regenten, unter denendie Macht der Dynastie mehr und mehr ver-fiel. Unter Huan-ti (147—168 n. Chr.) sollendie ersten Fremden zur See nach CH. des Handelshalber gedrungen, unter Ling-ti (168—189) einewm. Gesandtschaftnach CH. (Serica) gekommen sein.Von 223 n. Chr. an fiel das Reich nach wieder-holten inneren Zwisten vollständig ans einander;es regierten zu gleicher Zeit drei Dynastien: n)dieHeu-Han- od. Schu-Han-Dynastie, die echten Nach-folger der Han (mit Tschao-lin u. Heu-ti bis 260);die chinesischen Historiker erkennen diese als dielegitimen Kaiser an. Neben den Schu-Han behaup-tete sich noch b) die Wei - Dynastie (bis 264) indem größten Theil des nördlichen CH., die inLojang residirte u. von dem aufrührerischen Feld-herrn Tschao-Pi (st. 226) gestiftet war; o) dieWn-Dynastie (bis 277), auch im nördlichen CH.,gestiftet von Sun-kiuen, welche zu Nanking resi-dirte. Diese Periode heißt in der chinesischenGeschichte: Die drei Staaten San-kuo. Die Ge-schichte in dieser Zeit ist berühmt n. vielfach ro-manhaft ausgeschmllckt durch die aufopferungsvollenHeldenthaten, welche von den Heerführern in denfortwährenden Kämpfen unter einander verrichtetwurden.
III. Mittlere Geschichte, 260—1279 n. Chr.L) Die Dynastie Tzin (260—420). Sse-ma-jen, aus der kriegerischen Familie des Sse-ma-tschao,zum Fürsten von Tzin erhoben, riß zuerst dieMacht der Han an sich, zerstörte 265 auch dasReich der Wei u. 277 das der Wu, wobei derJantsekiang der Schauplatz großartiger See- od.Flußkämpfe wurde. Hieraus verfiel er, als KaiserWuti genannt, der Schwelgerei bis zu seinemTode (290). Unter seinen Nachfolgern wieder-holte sich das frühere Bildder chin. Geschichte: innereUnruhen, Einfälle der Hunnen, Thronstreitigkeiten;kraftlose Regenten, wie Juen-ti (318—322), diezur Bewältigung der Schwierigkeiten nicht dienöthige Energie besaßen, machten die Macht desReiches sichtlich schwinden. Doch scheint die innereWohlfahrt nicht in dem Maße, als anzunehmenwäre, gestört worden zu sein. Die in offeneKämpfe ausartende Rivalität der Kronfeldherrenführte endlich zu offenem Ausruhr gegen die Dy-nastie, deren letzter Kaiser Ngan«ti 419 von demFeldherr» Lin-ju, einem aus der untersten Volks-klasse emporgekommeuen Manne, erwürgt n. dessenenergischerer Bruder Koug-ti von demselben zurAbdankung gezwungen wurde. Von nun an be-ginnt die Zersplitterung des alten Reiches, da imN. eine Anzahl unabhängiger Fürstenrhümer (Wei,Tzin in Scheust, Jen bei dem jetzigen Peking,Liang in Kanin u. a.) sich gebildet hatten; nur
(Gosch.).
den südl. Theil konnte die neue Dynastie sich unter-werfen. 8. Die Zerspaltung des Reiches(ca. 420—590) a) Die Dynastie Song (420 bis479), gestiftet von dem einsichtigen und that-kräftigen Lin-ju (als Kaiser Kao-tsu), der aberschon 422 starb. Sein zweiter Nachfolger, Wen-ti,erwehrte sich erfolgreich der Einfälle der nörd-lichen Fürsten u. zeigte sich als einen eifrigen An-hängers des Kong-su-tse, wogegen er die buddhistischeReligion verfolgte. Blutige Grausamkeiten be-zeichnen die Regierung der folgenden Kaiser dieserDynastie, welche 479 der b) Dynastie Tsi (480bis 502) Platz machten. Deren Regenten, an derSpitze Kao-ti, bieten nichts anderes Erwähnens-werthes, ebenso wenig die der o) Dynastie Liang(502—557) u. ä) der Dynastie Tschin (557 bis589), als Kriege mit dem N., Palaststreitigkeiten,Empörungen. Bemerkenswerth ist der Stifter derdritten, Liang-wu-ti, der aus Überdruß sich in einbuddhistisches Kloster zurückzog, aus dem er nurmit Mühe auf den Thron zurückgeführt wurde.Soweit es sich beurtheilen läßt, war der Wohl-stand des Volkes, die Blüthe des Ackerbaues indieser Periode, bei aller Machtlosigkeit nach außen,in steigendem Zunehmen, vorzüglich nach S. hin,wie überhaupt die Verwaltung schon zu fest stand,um von den unaufhörlichen Thronstreitigkeiten be-rührt zu werden. Ein ferneres bedeutendes Er-eigniß ist die durch das ganze Land fortschreitendeVerbreitung des Buddhismus, vorzüglich unterLen ihm wohlgesinnten Fürsten der Liang-Dynastie.Auch Nestorianische Christengemeinden finden indieser Zeit zu entstehen an. 6)Nach der Wieder-ereinigung des Reiches. Die DynastieSui (ca. 590—618). Jang-kian, seit 581 Fürstvon Sui, hatte sich nach n. nach die einzelnenReiche des Nordens unterworfen u. vereinigte,indem er 589 den letzten Kaiser Hien»tschu inNan-king entthronte, wieder das gesammte Reichunter seinem Scepter. Ebenso thatkrästig, wirer, war sein Sohn u. Nachfolger Jang-ti, ausge-zeichnet durch noch jetzt bestehende Kanatbautcuu. Prachtgebäude in der Hauptstadt Lo-jang, sieg-reich in erobernden Kriegen gegen Birma undKorea, aber am Ende seines Lebens durch Ein-pörungen, vorzügl. des Generals Li-jnen, gestört,der ihn 617 ermordete, mit seinem SohneKong-ti 619 die Dynastie stürzte u. als KaiserKao-tsu v) die Dynastie Tang, (Thang 619bis 907) gründete; er legte 626 zu Gunstenseines Sohnes Li-schi-min die Herrschaft nieder.Dieser, als Kaiser Tai-tsong, beschützte Künste u.Wissenschaften, gründete viele Schulen, ließ dieGesetzbücher revidiren, theilte das Reich in 10Provinzen mit natürlichen Grenzen u. bekämpftemit Glück die alten Landesfeinde, sowie die nensich erhebende Macht der Türken; er st. 648Unter ihm soll 636 der Nestorianer Olopwen nachCH. gekommen sein n. die Erlaubniß zur Gründ-ung einer Kirche erhalten haben. Sein SohnKao-tsung lag in fortwährenden Kämpfen mit denGrenznachbarn u. dehnte den chinesischen Einflußbis über Persien aus; er st. 684. Unter derReihe von Nachfolgern finden sich, neben wenigenkräftigen Regenten, meist schwächliche Personen,deren Regierung nichts Erwähnenswerthes bietet;
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