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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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China (Gesch.).

erwähnen: Lu, welches 250 v. Chr. von denenzu Tsu unterworfen ward; Tse bis 379, woraufes die Familie Ten-tse bis 221 v. Chr. beherrschte;Tsai, fiel 447 unter den von Tsu; Tfchin bis 478;Pen, lange mächtig, dauerte bis 222 v. Chr.;Tsin in Schanfi, welches A des ganzen Reichesansmachte, dessen Fürst 255 die neue KaiserdynastieTsin gründete (s. unten); Tsu bis 223; Ke bis445; Tsao bis 487; Wei dauerte am längstenunter allen, bis 209 v. Chr.; Sung dauerte bis236 v. Chr. In späterer Zeit als die ebenge-nannten entstanden: 806375 Tsching; 424230Han, kam später aus den Thron (s. unten); 408bis 222 v. Chr. Tschao, von Tsin gestürzt. O) DieDynastie Tsin (255206 v. Chr.), deren ersteRegenten die Befestigung des Thrones gegen dieMacht der Vasallen durchzuführen sich bestrebten.In vollem Maße gelang dies Tsching-wang, vonunechter Geburt (246210 v. Chr.), einem Au-trokraten, gleich groß in guten u. bösen Eigenschaften,voll durchgreifender Energie in der Ausführungseiner Gedanken zur Ordnung des Landes, wieGrausamkeit gegen die Widerstrebenden. Seinerstes Werk war, sein Reich im Norden gegen dieräuberischen Einfälle der Nachbarvölker zu schützen,indem er die große chinesische Mauer an derGrenze erbauen ließ. Die sonst im Norden noth-wendigm Streitkräfte zog er nun zusammen, umsich zum Herrn des ganzen Landes zu machen.Er unterwarf damit der Reihe nach die übrigenFürsten, deren Familien er unter unerhörten Grau-samkeiten meist ausrotten ließ, u. nahm nun denTitel Hoang (d. i. Kaiser) an u. nannte sich Schi(der Anfangende), so daß er nun den Namen Tsin-Schi-Hoang-ti führte. Er änderte die kaiserlicheFarbe in Schwarz u. führte durch sein despotischesRegiment u. durch Eintheilung des Reiches inProvinzen die Möglichkeir einer festen Central-regiernng durch. Auf den Rath seines MinistersLi-sse 215 ließ er viele Bücher verbrennen, weilaus ihnen der alte, von Vielen zurückgewünschteZustand des Reiches erkannt wurde. Auch soll erviele Gelehrte, weil sie an der Staatsordnung sest-hielten, zum Tode verdammt haben. Er st. 210,u. sein machtloser Sohn Ul-schi wurde schon nachwenigen Jahren von einem Feldherrn, Lieu-pang,entthront, mit dem D) die Dynastie Han aufden Thron kam (206 v. Chr.220 od. 263 n.Chr.), u. zwar a) die Si-Han (d. i. westl. Han)bis 25 n. Chr. Nach einem Interregnum von5 Jahren, welches die Kämpfe Lieu-pangs mitHiang-ju, dem Feldherrn des Schattenkaisers Jti,ausfiillten, wurde der Erstere, gepriesen wegen sei-nes ehrlichen und thatkrästigen Charakters, unterdem Namen Kao-tsu als Kaiser anerkannt. Erordnete die Verwaltung des Reiches u. begünstigtedie Lehre Kong-fu-tses, welche sich unter ihm u. seinenNachfolgern über alle Theile des Reiches verbreitete.Unglückliche Kriege gegen die sein Reich plündern-den Hinng-nu begleiteten seine Regierung, die vonZügen grausamer Undankbarkeit gegen seine Feld-herren und Minister befleckt ist. Er starb 195 v.Chr. Ihm folgte sein ältester Sohn Hiao-hoei-ti(bis 188), für den, als zu jung, die Regierungvon seiner Mutter Liu-Hei u. den Ministern ge-führt wurde; auch nach seinem Tode regierte sie

für einen angeblichen Enkel (bis 180) weiter, dieerste Frau, welche in CH. die Regierung führte.Wen«ti, ein unechter Sohn Kao-tsus, wurde ihrNachfolger; er beförderte den Ackerbau u. stelltedie alte Literatur wieder her; um die Einfälle derHiung-nu zu hindern, versetzte er viele Chinesenan die Grenzen des Reiches. Außerdem ist seine Re-gierung durch die Einverleibung eines großen Land-striches südlich vom Jantsekiang bemerkenswerth.Seit seiner Zeit erhielt die Regierung jedes Kaiserseinen besonderen Namen (Nien-Hao), welcher an-fangs öfter, später selten geändert wurde u. welcherauch des Kaisers Regierungsname war, aber erstnach seinem Tode in die Reichsannalen kam.Einer der bedeutendsten Monarchen dieser Dynastiewar seit 141 Wu-ti, ein Freund der Gelehrten(unter ihm lebte der große Historiker Ssema-tsian), mit einem glänzenden und prachtvollenHoflager u. sehr verdient um die Beförderung derWissenschaften. Nicht weniger groß steht er alsEroberer da. Die räuberischen Hiung-nu ent-fernte er durch geschickte Politik von den Gren-zen seines Reiches, das er südlich vom Jantse-kiang nach Jünnan, Kneitscheu, Tschekian, Fu-kian hin ausdehnte, zugleich seine Waffen nach demfernen Korea im N. tragend u. im W. zuerst vonden Schätzen Hindostans durch seinen FeldherrnTschang-kian unterrichtet. Dagegen drohte die sichimmer mehr vergrößernde Tao-Secte Mißstimmunggegen den Kaiser zu erregen, welcher die Anhän-ger derselben deshalb streng verfolgen ließ. SeinLwhn u. Nachfolger (8674 v. Chr.) Tschao-ti wareinSchwächling; nach dessen Tode regierte sein Oheimbis 73, wo der jugendliche Suen-ti Kaiser wurde.Unter ihm wurden die Tataren, die unter seinenVorfahren ungestraft das Land beunruhigt hatten,bis an die Wüste Gobi unterworfen. Er befördertedas Studium der klassischen Bücher u. ließ Com-mentare über dieselben schreiben, auch das Gesetz-buch abkürzen u. erläutern. In der Liebe zurLiteratur war ihm sein Nachfolger Juen-ti (48bis 32 v. Chr.) ähnlich, weniger erfolgreich aberim Kampfe gegen die, Landesfeinde. Kämpfe mitden Tataren, Hofcabalen und Palaststreitigkeiten(in der Zeit um Chr. Geburt regierte der ehr-geizige u. tüchtige Minister Wang-wang, der denKaiser Jing-ti entthront hatte, aber 23 v. Chr.ermordet wurde) füllen die Regierung der nächstenHerrscher aus, unter denen allgemeine Anarchiedas Reich zu ergreifen drohte, bis die Seitenlinieder b) Tay-Han (östliche Han, 25220 n. Chr.)mit Kuang-wu-ti (2558 n. Ehr.) zur Regierungkam. Schwere Kämpfe mit den Rebellen, mit denTataren, deren Macht er durch Anstiftung innererFehden schwächte, u. mit Cochinchiua, dessenAbhängigkeit nur scheinbar blieb, füllen die Re-gierung dieses gebildeten u. tüchtigen Herrschersaus. Unter seinein Sohne Ming-ti (5876) gingeine Deputation Mandarinen nach Hindostan, mitdenen 65 der Buddhapriester Hoschang nach CH.kam. Der Kaiser ließ die mitgebrachten bud-dhistischen Schriften ins Chinesische übersetzen u.gestattete den Buddhisten freie Religionsllbung.Uebrigens beförderte Mmg-ri, ein großer Verehrerder Gelehrsamkeit, das Erziehungswesen u. er-richtete viele Schulen, mußte aber das Reich oft