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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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China (Geogr.).

la»d sind, mit zum Theil noch großen Wäldern,von geringer Fruchtbarkeit u. Production (z. B.im N. Schansi u. theilweise Honan, im S. Fukian,Kuangtung, Kiangsi, Tschekiang und theilweiseNganghoei). Die eigentliche Bedeutung Ch-s ruhtin den Niederungen der großen Ströme, vorAllem in der fruchtbaren, bis auf das kleinsteStück bebauten, von allen wild wachsenden Pflanzenu. Thiercn freien Alluvialebene zwischen Hoanghou. Jantsekiang u. jenseits dieser bis zum Peiho,also den Provinzen Kiangsu, Schangtung, Pe-tschili und Thcilen von Hnpeh, Honan u. Ngang-hoei, in denen die Dichtigkeit der Bevölkerung ver-hältnißmäßig die größte im Reiche und vonkeinem Theil der Welt übertroffen wird. Die3 großen Stromsysteme bilden: Im N. der Hoanghooder Gelbe Fluß, der mit reißender Strömung dieProvinzen Schansi n. Scheust durchfließt u. jetzt inSchangtung in den Golf von Petschili sich ergießt,in seiner Länge auf 40001cm, seinem Stromgebieteauf 2 , 000,000 Hstcm geschätzt, wegenderungeheurenErbmassen, die er ablagert, nur für kleine chines.Dschonken schiffbar, mehr der Bewässerung desBodens dienend u. von riesigen Dämmen zurAbwehr seiner Überschwemmungen umgeben. DerTräger des mittleren ist der an Länge u. Waffer-maffe ihn übertreffende Jantsekiang (der Blaueoder auch der Große Fluß), aus 2 tibetischenStrömen znsammenfließend, dessen Fluthen dieProvinzen Jünnan, Setschuan, Hnpeh, Nganghoeibespülen und in Kiangsu in einem mcilenbreitenAestuar dem Meere zneilcn, von außerordentlichreißender Strömung, für Dampfer in seinem un-teren Laufe bis Hnpeh, für Dschonken auch imoberen schiffbar, die Hauptverkehrsader des Lan-des, für dessen viele Millionen von Anwohnerner von einer Nutzbarkeit ist, wie kein andererStrom der Erde sie bietet. Auch bei ihm bedingtein außergewöhnlich großer Wechsel des Waffer-standes jährliche, zugleich befruchtende und zer-störende Überschwemmungen, ebenso wie Veränder-ungen des Bettes im unteren Laufe. Als dasdritte endlich, viel kleinere System im S. kannman den südl. von Kanton dein Meere zuströ-menden Tschukiang (Tigerflnß) bezeichnen, dessenbeide Arme Pekiang u. Sikiang den Weg in diesüdl. Provinzen eröffnen, und der, für Dampferschiffbar, weniger der Befruchtung des Landes,als der Vermittelung des Verkehres dient. ImN. ist noch der Peiho, der Fluß Pekings, zu er-wähnen, von der Mündung im Golfe von Petschilibis Tientsin schiffbar; jedoch machen die an derMündung sich anhäufenden Atlnvialmassen größerenSchiffen den Zugang sehr schwierig, bezw. un-möglich. Ein reiches, consequent durchgeführtesKanalsystem ergänzt die Vortheile dieser Strom-systeme u. ersetzt den diesem Lande eigenthllmlichenDiangel guter Landstraßen; unter ihnen ist derbedeutendste der altberühmte Kaiserkanal ans dem14. Jahrh. (Jün-Ho, Tscha-Ho), mit Verzweig-ungen von unzähligen Seitenkanälen, die Ver-bindung der »Lrdl. u. südl. Provinzen, welchervom Jantsekiang. den Hoangho durchschneidend,bis zum Peiho führt, für die Bewässerung u. denVerkehr des Landes von größter Wichtigkeit, in letzterZeit jedoch durch mangelnde Aufsicht iheilweise ver-

fallen. An Seen u. Sümpfen ist in den an-geschwemmten Niederungen zwischen den beidenStrömen kein Mangel; zu den bedeutendsten unterihnen werden der Hungtsesu in Kiangsu, derPojangsu in Nganghoei, der Thuntschingsu inHunan gerechnet. Das Klima ist bei der großenAusdehnung und der ungleichen Beschaffenheit desLandes sehr verschieden. Im Allgemeinen ist dieTemperatur eine niederere, als in WEuropa unterden gleichen Breitcgraden, der Wechsel ein häu-figerer, der Übergang selbst ein rascherer, u. dieExtreme bei Weitem mehr anseinanderliegeud.Den 35. u. 25. Grad n. Br. kann man als Klima-scheiden betrachten; nördlich von 35" findet sichEis u. Schnee vom Nov. bis März, Nebel undNordlichter; mittlere Wintertemperatnr3° 8.,bisweilen bis auf16° fallend, kurzes Frühjahr,heißer Sommer (bis auf -l-23° steigend) mit reich-lichem Regen, angenehmer, aber kurzer Herbst.Zwischen 35° u. 25° n. Br. ist das mildeste undgleichmäßigste Klima (subtropisch), regelmäßigeFolge von 2 trockenen u. 2 nassen Jahreszeiten,mittlere Jahrestemperatur -i-13° (im August bis-weilen bis 34° steigend). Südlich von 25°n. Br. ein tropisches Klima mit 2 von den Mon-sunen abhängigen Jahreszeiten: eine nasse, vomApril bis Octöber bei SWMonsun, eine trockene,vom Oct. bis April bei NOMonsun. In Kantonist die mittlere Jahrestemperatur 15", imSommer bis -s- 28° steigend, im Winter bis auf1° L. fallend. Im Juni u. Juli wüthen häufigfurchtbare Stürme (Teifun, Typhonen, Kyclonen),deren unglaubliche Heftigkeit ungemeine Verheer-ungen anrichtet, aber nur auf dem Meere u. ander Küste in voller Stärke erscheint, nach demInnern zu abnimmt. Auch Erdbeben kommenvor, namentlich mehr nach N. zu (so 1830 inPetschili, 1835 in Honan). Im Allgemeinen kanndas Klima als gesund gelten, ausgenommen in denan stagnirendem Wasser reichen Niederungen, wonamentl. Fremde häufig vonFiebernbefallen werden.

In nicht geringerein Grade als durch Boden-gestaltnng u. Klima wurde die Ansiedelung einesabgeschlossenen Volkes durch die Producte desPflanzen- u. Thierreiches u. durch die Erzeugnissedes Bergbaues unterstützt. Wol sind von denletzteren die edleren Metalle, Gold und Silber, nichtin ausreichendem Maße vertreten u. ausgebeutet inJünnan, Kueitschen u. Hunan (beide werden, vor-züglich das letztere, in großen Massen importirt), dafüraber bieten die Gebirge der Bevölkerung mächtige,seit Jahrtausenden benutzte Lager von Eisen undKupfer, den unentbehrlichen Vorbedingungen derCultur; in der Provinz Schansi wird Quecksilber,Schwefel, Graphit, Meerschaum, in TschekiangGranit u. Porphyr in großen Massen gewonnen.Einen uralten Fabrikationszweig beförderten diezahlreichen Ablagerungen an Porzellanerde; mäch-tige Kohlenlager, schon seitdem 13. Jahrh., aller-dings in sehr roher Weise ausgenutzt, zeigt derN., vorzüglich die Provinz Schansi; im Allge-meinen scheinen jedoch die Nachrichten über dengroßen Reichthum Ch-s an Kohlen sehr über-trieben, u. ist die Meinung, daß CH. das reichsteKohlenland der Welt sei, einstweilen noch nichtbegründet; Salz wird aus dem Meerwasser in