China (Gcogr.).
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spräche sich mehr der Richtigkeit nähert; er lautetbeiden Malaien Tschina, bei denAnnamesen Tsina,bei arab. Schriftstellern Dschin; die alten Griechenkannten im fernsten O. Land und Volk Sinai, dieMittelgriechen nannten das elftere Tsinitsa. Einendurchgehenden einheimischen Namen hat die Größeu. öftere Spaltung des Landes nicht auskommcnlassen. Tschung-kne (Reich der Mitte) heißt es,eit dem 12. Jahrh. durch einen Kaiser der Tschen-Dynastie, Tai-tsing-kue nach der regierenden Dy-nastie; ferner Tschung-Hoa (Blume der Mitte),Thian-hia, Tschn-ku, Tschin-ton bei den Buddhisten,Katay oder Ketai (Catay) bei den Slaven, Anlbnbei den Tibetern, Abkai-Fejergi bei den Mandschu,Tcgri-nn-Dorin bei den Mongolen. Das Reich,das an Ausdehnung nur durch das Russische über-troffen wird, dessen Volkszahl aber, auch nach denungefähren Schätzungen, die größte aller Länderder Erde ist, neben der nur noch die (übrigensnur halb so große) Bevölkerung von Britisch-Ostindien in Frage kommen könnte, erstreckt sichvon 18" bis 52" n. Br. u. von 80° bis 134° ö. L.(von Grcenw.) u. umfaßt, die tributären n. ab-hängigen Staaten hinzngerechnet, ein ungefähresTerrain von 9,800,000 dsicm (180,000 s^W);Las eigentliche China von 4,024,690 f^Icm<73,092,xg HW); die Länge der Grenze wird auf22,000 Lin, die der Küstenlinie auf 5000 iem an-gegeben. Die Grenzen bilden: im O. der GroßeOcean mit seinen speciellen Abthcilungen, dem Chi-nesischen SMeer, dem Chin. OMeer, dem Gelbenu. dein Japanischen Meer; im S. der Himalajagegen Indien u. die daran sich schließenden Kettenim O. gegen Hinter-Jndien, ohne genaue Fest-stellung; im NO. der Usnr u. Amur, davon westl.der Onon u. das Sajanische Gebirg gegen Sibirien;endlich im NW. der Thian-Schan; eine festeGrenzlinie gegen W. ist bei den fortwährendenPolitischen Veränderungen nicht zu bestimmen.An Nebenländern, politisch der Oberhoheit Ch-suntergeben, sind innerhalb dieser den Verhältnissengemäß allgemeinen u. unbestimmten Grenzlinien«inbegriffen die Mandschurei (bis ans den von denMuffen occupirten Theil), die Mongolei, Tibet,Jli, früher eingetheilt in das WLand, Thian-Schan-Pelu (Dsungarei), dessen größerer Theil denMuffen zugefallen, u. das OLand, Thian-Schan-Nanlu, das der Herrscher von Kaschgar jetzt fastgänzlich der chines. Souveränität entzogen hat,Korea (jetzt nur noch nominell tributär), derengeographische u. politische Beziehungen hier nichtweiter in Betracht gezogen werden. Die vor-liegende Darstellung beschränkt sich aus das eigent-liche sogen. CH. mit dem oben angegebenen Flächen-inhalte, zu dem, als unmittelbarer Besitz von derchines. Krone beansprucht, die Inseln Hainan u.Formosa u. einige Landstriche im S. der Man-dschurei u. Mongolei noch zu rechnen sind u. denFlächeninhalt noch um ungefähr 1,700,000 Hjicmerhöhen (die Lieu-Kien-Inseln sind in neuererZeit an Japan, der Antheil von Tarakai (Sachalin)an Rußland verloren worden). Genaueres ergibtdie nachstehende Tabelle, welche die Größen undEinwohnerzahl der 18 Provinzen, in welche CH.zerfällt, nach ungefähren Annahmen übersichtlichdarstellt.
Provinzen:
Areal
Bevölkerung
im Ganzen
auf
1
in I !krn
in m>M
P-Ischili
148,357
2894,--
38,879,838
249
Schantunq
139,282
2529,50
29,529,377
212
Schaust
170,853
3102,«
17,058,925
100
Honan
173,350
5148,22
29,089,771
168
Kianqsu
103,959
1388.°
39,648,924
381
Rqanhoei
139,875
2540,2s
36,596.988
262
Ki angst
177,85k
3228,«
28,513,889
149
Fnkian
157,320
2357,ro
25,801.556
164
Tschekianq
92,383
1677,7V
8,100.000
88
Hupe
179,946
3288,°
28,534.564
159
Hunan
215,555
3914,7
20.048,969
93
Scheust
210,340
3820,o
10,309,769
49
Kansu
674,923
12,257,z
19,512,718
29
Setschuan
479,263
8704
35,000,000
73
Kuangtunq
289,923
4902,os
22,652,803
84
Kuaüqsi
201,640
3882
8,121,327
40
Jüunan
317,182
6760
5,823.670
13
Kueitscheu
172,898
3140
5,879,123
33
4,024,690
73 092,
404,946.514 j 100
Näheres über die Provinzen unter den betreffen-den Artikeln.
Bei der noch immer herrschenden Unbekannt-schaft mit den physischen Verhältnissen des Landes,namentlich im Innern, ist es unmöglich, ein an-deres als ein allgemeines Bild der OberflächeCh-s zu geben. Im Großen betrachtet, erscheintdieses Reich als ein zum großen Theil durch An-schwemmungen gebildetes Becken, von 3 mächtigenStrömen mit ihren Nebenflüssen durchzogen, un-gefähr >/g des gesammten Flächeninhaltes um-fassend, während die beiden anderen Dritttheilevon Gebirgen durchzogen sind, welche nach demInnern und W. zu immer größerer Höhe sicherheben. Trug ans diese Weise die Natur dazubei, den Verkehr nach W. zu erschweren u. dieAbgeschlossenheit des Reiches zu befördern, so wieseine langgestreckte u. reichgegliederte Meeresküsteim O. auf die See znm Verkehre des Volkes untereinander und Ausbreitung nach dieser Richtung.In den vielfachen, noch fast ganz unerforschtenGebirgsketten werden, als östliche Fortsetzung deSHimalaja u. Kuen-luen, 2 sternförmig ausstrahlcndeGebi rgssysteme unterschieden: das slldchincs.,beginnend mit dem bis 4000 in hohen Lang-tang-Gebirge, an welches sich dann in einer Länge von1150 km das die südl. Provinzen Ch-s erfüllende,noch bis zur Gletscherhöhe sich erhebende Nan-ling-Gebirg anschließt. Niedrigere Züge strei-chen im SO. parallel der Küste in nordöstlicherRichtung von Kanton, so der Tajüling u. Mei-ling. Das nordchinesische System, die GrenzeCh-s im N. von Tibet bildend, eine Reihe vonGebirgsverzweigungen, die mit Thisi-Schan odermit Funiu-Schan od. nach seinem nördl. AusläuferPeling bezeichnet wird, die östliche, wie es scheint,Fortsetzung des Kuen-luen, scheidet die beidenStromsysteme des Hoangho u. Jantsekiaug underhebt sich bis zu 2000 in Höhe. Als eine Ver-bindungskette beider wird der mit mächtigenGletschern u. ewigem Schnee bedeckte Jüuliug an-zunehmen sein. Doch bedürfen diese Annahmennoch bedeutend näherer Feststellung; als allge-meines Resultat ist zu entnehmen, daß die innerenu. westlichen Provinzen Ch-s theils hochgelegeneGebirgsländer (z. B. Setschuan, Kansu, Jüunan),theils terrassensörmig zur Ebene abfallendes Hügel-