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Provinzen:
AtacamaCoquimboAconcaguaValparaisoSantiagoColchaguaCuricoTalcaMaule *)
NubleConcepcionAraucoBaldiviaLlanqnihneThilos
Colonie Magel-
lanesJnan-Fernandez-
Jnseln 99 2 15
326,433 5,929 1,972,453 ö"
Dazu noch 70,382 unabhängige Araucaner. (Nachder offic. Berechnung von 1865 6237,§ UM u. nachofficiöser Berechnung 1872 2,003,346 Ew.)
CH. erstreckt sich als ein schmaler Küstenstrich von24° 15' bis 43° 30' s. Br.; nach Art. 1 der Ver-fassung jedoch reicht das Gebiet der Republik vonder Wüste Atacama bis zum Cap Hoorn (55° 58's. Br.) n. von den Cordilleras de los Andes biszum Stillen Ocean, mit Einschluß des Archipelsvon Thilos, aller benachbarten Inseln und der vonJuan Fernande;. Die Gebirge von CH. sind:die hohe Kette der Andes im O. u. die niedrigeKüstenkette (Cordillera de la Costa) im W.; dasdazwischen liegende Land erscheint als ein großesLongitndinal-Thal, in dessen Mitte sichdie Cordilleradel Medio hindnrchzieht. Höchste Spitzen: Tnpun-gato 6527 na, Aconcagua 6590 nr, Cerro del Mer-cedario 6798 m, Maypu 5384 in. Unter ihnensind der Tnpungato und Maypn erloschene Vul-kane, wie denn überhaupt CH. nächst Mittel-Amerikadie größte Zahl von Vulcanen zeigt: 17 theilsthätige, theils erloschene werden ansgezählt, undunter Len ersteren der von Antnco, Villarica, Cor-vocado n. Chillan; vgl. Cordilleren. Bis in dieletzte Zeit blieb das Land von vulkanischen Er-scheinungen und immer sich wiederholenden Erd-beben, theilweise von furchtbarer Wirkung, nichtverschont. Damit in Zusammenhang steht die Er-hebung der ganzen Küstenstrecke Ch-s, zuerst 1822bei Valparaiso um beinahe 2 m, der aber, nachden Mnschellagcrn zu schließen, schon bedeutendeErhebungen vorhergegangen sind. Von den 15Paffen der chilenischen Anden ist keiner niedrigerals2200 in. Die Flüsse des Landes fließen alleder Slidsee zu, doch ist der Norden fast ganz ohneDüsse, während der Süden reich bewässert ist; diegrößten sind: Biobio (der bedeutendste von allen,auch für große Schiffe fahrbar, aber mit seichterMündung), Maule, Valdivia, Copiapo, Acon-cagua, Maypu, Coquimbo, Hnasco; Seen gibtes nicht sehr große u. nur wenige: Villarica,
'> Bon der Provinz Maule ist durch Gesetz vom t t. Der.I87Z die Provinz Lmares abgezweigt worden; ihre Größe u.Bevöllernng find jedoch noch nicht dekannl.
Llanguihns, Ranco u. m. a.; Baien n. Häfen:Valparaiso, Talcahnano, Coquimbo, Hnasco, Cal-dera, Constitncion, Valdivia, Ancud; Mineralquellen sind sehr zahlreich: die bedeutendsten zuColiina, Chillan, Dona Ana, Soco. Inseln zuCH. gehörig: Chilos mit dem Chonos» n. derInan-Fernandez-Archipel. Das Klima ist bei der gro-ßen Ausdehnung u. der ungleichen Beschaffenheitdes Landes sehr verschieden; die Küste ist heiß,Schnee fällt niemals; die westliche Abdachung derCordilleren ist gemäßigt, auch dort Schnee n. Eisnur selten; die Cordilleren n. Anden haben ewigenSchnee u. Eis; zwischen N. n. S. bildet derMauleflnß die klimat. Scheide; der Winter (Regenzeit) dauert vom Mai bis November, im S. desMaule sind die Regen häufiger, als im N. (diestärksten Regen von Mitte Juni bis August); Ge-witter n. Stürme selten; Sommer (November bisMai) trocken, die Hitze durch die See- n. Ge-birgswinde gemildert, Himmel wolkenlos; im Allegemeinen ist das Klima gesund (das gesnndcst-in ganz SAmerika). Der Boden ist verschie-den: im N. die große Sandwüste von Atacama,die Abdachung des Gebirges felsig und fastohne alles Pflanzenleben; fruchtbarer dann von27" s. Br. an, entfaltet er jenseits des 32° dieüppigste Vegetation, namentlich an den Ufern derFlüsse. Producte: Gold (vorzugsweise in denProvinzen Atacama u. Coquimbo, 1871 4^Mill.Doll.), Silber (1871 fast ll Mill. Doll.), Kupfer,.Quecksilber, Zinn, Blei, Zink, Antimon, Schwefel,Steinkohlen, Porzellanerde, Salz, Salpeter, vieleEdelsteine, Kohlen (monatl. ^ Mill. Centn.); Ge-treide- n. Obstarten (CH. ist das reichste .Korn-land Südamerikas), Baumwolle, Kaffe, Kartoffeln,Manioc, Tabak, Indigo, Chinarinde, Sarsaparille,Jalappe u. a. Arzneivflanzen, Datteln, Kastanien,Lorbeeren, Wein, große Waldungen, Gemüse;Schafe (Vicnna, mit sehr guter Wolle), Rindvieh,Pferde, Lama, Gnanaco, Esel, Ziegen, Schweineu. a. Hausthiere (namentlich von der europäischenBevölkerung mit hierher gebracht u. gepflegt);viersilbige Raubthiere sind selten, der Puma (chi-lenischer Löwe) ist ziemlich furchtsam und fällthöchstens Schafheerden an; Adler, Condor, Fla-mingo, Reiher, Falken, Eulen, Enten u. Tauben;giftige Amphibien u. Jnsectcn sehr selten; Fischen. Fischottern zahlreich. Die Ureinwohner ge-hören zu deni Stamme der Nraucanos (s. d.),welche wieder in zahlreiche Unterstämme zerfallen,von denen die BoroanoS, Huilli-chc, Pehuen-chedie bedeutendsten find. Sie sind größtentheils nochunabhängig n. nncivilisirt; ihre Anzahl beträgt70,382. Der größte Theil der Bevölkerung be-steht jedoch ans Creolen span. Abstammung u.Mischlingen. Bei der Zählung von 1865 betrugdie Zahl der eingewanderten Europäer 23,220,worunter 3876 Deutsche (besond. in der Gegendvon Valdivia), 3092 Engländer, 2483 Franzosenrc. (Nordamerikaner nur 831.) Eingetheilt istCH. in 16 Provinzen, welche sich in der Eingangsaufgeführten Ordnung von N. nach S. folgen, u.wozu noch die Colonie Magellanes an der Magel-Haens-Straße, sowie die Jnan-Fernandez- u. dieunbewohnten St.-Ambrose- u. St.-Felix-Jnselnkommen. Die Provinzen sind in Departements
Chile (Gcogr. u. Statist.).
auf
! ikm
UM
Emwobiier.
is stliill
98,244
1,784
83,343
1
34,523
627
159,698
5
15,379
279
134,178
9
4,321
78
144,954
34
20,124
365
374,078
19
9,989
181
153,096
15
: 7,631
139
100,200
13
9,311
169
107,412
12
16,539
300
211,567
13
9,495
172
125,819
13
9,295
169
155,382
17
35,930
653
87,677
2
27,752
504
27,980
1
21,585
392
43,342
2
6,216
113
62,983
10
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729