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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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Chilot Chile.

auf Gold, goldhaltiges Silber und Kupfer warfrüher berühmter, liefert aber immer noch 1H Pe-fos Ertrag, obwol viele Bergwerke eiugegaiigeusind; Bergwerksdistricte sind: Jesus Maria, SantaEulalia, Botapilas, Morelos u. El Parral; auchbituminöse Steinkohlen werde» gewonnen. Die179,217 Ew. sind seßhafte Indianer, Tarahuma-res genannt, znm Theil nncivilisirte, wie die Co-mauches «.Apachen; der kleinere Theil sind Weiße. Das Land CH., welchem bereits Francisco deJbarra 1564 die ersten Europäer zuführte, bildeteunter span. Herrschaft das Königreich Neu-Biscayau. später die Audienz Durango. Die Hauptstadtwar Durango. 2) Hauptstadt darin am gleich-namigen, zum Stromsystem des Rio Grande delNorte gehörenden Flusse; Stapelplatz für das Goldu. Silber der umliegenden Minen; Regierungs-gebäude, Hanptkirche, mehrere Klöster u. Kirchen;eine Wasserleitung führt der Stadt Trinkwasserzu; 14,000 Ew. (früher angeblich 76,000); ge-gründet 1691; vor der Revolution Sitz des General-commandanten der inneren Provinzen. Kolpe.»

Chilat (arab.), Kaftan, vom Sultan hohenBeamten bei guten Nachrichten verliehen.

Chilchas, so v. w. Mniskas.

Child, Lydia Maria, geb. Francis, amerika-nische Philanthropin n. Schriftstellerin, geb. 11.Febr. 1802 in Medford im Staate Massachusetts.Ihre Ausbildung empfing sie unter Leitung ihresBruders, eines hervorragenden unitarischen Geist-lichen, theils in den öffentlichen Schulen, theilsim Seminar ihrer Vaterstadt. Von 1825 28hielt sie eine Schule in Watertown, n. im letzt-genannten Jahre heirathete sie den AdvocatenDavid Lee Child zu Boston. Von 184149 gabsie niit ihrem Gatten in New-Iork, wo sie einMitglied der Familie des Quäker-PhilanthropenHooper war, den Hmiislaver/ Ltandard heraus.Während ihres Aufenthaltes hier schrieb sie fürden Loston Lonrisr ihre zwei Serien von: Lot-ters krom Uorv-Hk, die später (1843 u. 1845)in 2 Bänden gesammelt veröffentlicht wurden.Seitdem ließ sie sich in Wayland in Massachusettsnieder. Ihre literarische Thätigkeit bewegt sichvorzugsweise auf pädagogischem Felde. Nachdemihre Erstlingswerke: Ilodomok, a storz' ob tirspil^rims (1824), u. Mrs Lobeis, or Loston bs-bors tds rsvolntion (1825), mit Beifall ausge-nommen waren, schrieb sie von 1827 35 fastganz allein die 8 Bde. der Jugendzeitschrift: du-venils Lliseoilanz-. Hieran schlossen sich zunächstzahlreiche Schriften zur Erziehung, Veredlung n.Ausbildung des weiblichen Geschlechtes; darunterzuerst das Kochbuch: I'bs brutal Lonssrvibs, 1829u. ö.; Mio Lawll/iflurss, or Oomxanivn ob tirsbruj-al Iloussrvibs 1830; Mrs Llotlierz Look,22. Ausl., 1854; ssibs 6irls ovn Look 16.Anfl., 1853; in neuerer Bearbeitung von FrauValentine; Mrs Loronal (Sammlung verschiede-ner kleiner Arbeiten in Vers u. Prosa); LivAra-xbios ob Zood IVivss; Nbs distor/ ob tds con-dition ob rvomsir in varions a§ss and nations,1835, 2 Bde.; Ltoriss bor HuiidsF LvoninAs,1836 u. a. Nicht minder schrieb CH. um dieseZeit einen größeren Roman aus der Zeit desPerikles n. der Aspasia: Liuiolbea 1836. An-

geregt durch den menschenfreundlichen u. frommenQuäker Hooper, fuhr sie in ihrem in New-Jorkbegonnenen Kampfe gegen die Sklaverei muthigfort, obgleich ihre Volksthümlichkeit dadurch sehrlitt. Als der Abolitionist John Brown (s. d.)gefangen genommen wurde, bot sie sich an, ihnim Gefängnis) pflegen zu wollen, was ihr aberabgeschlagen wurde, u. als er von den Sklaven-haltern hingerichtet wurde, da nahm sich CH. mitAufopferung dessen nachgelassener Familie an.Unter den in den letzten Jahren veröffentlichtenSchriften verdienen noch Erwähnung: Isaac I.Loopsr, a, trug liks, 1853; der Roman Rosaand Llora, 1867, 2 Bde., neue Ausg., 1888;Lainborvs kor odildron, 1867, und Lonrancs obtds Lopndiio. Ch-s bedeutendstes Werk aber ist:Mrs Lroxrsss ob roliZIons Idoas tdronZd sno-cossivs a§os, Iiew-Aork 1855, 3 Bde., neueAnsg., 1870. Bartling.

Childebert, fränkische Könige (Merovinger):1) Ch. I., 3. Sohn Chlodwigs d. Gr. u. der Chlo-tilde; erhielt 511 in der Theilung mit seinen Brü-dern Neustrien u. wählte Paris zu seiner Residenz;er st. 558; s. u. Franken. 2) CH. II., ein SohnSigeberts u. Brunhildens, geb. 570; wurde 575nebst seiner Mutter von Chilperich I. gefangen,aber vom Herzog Guiidobald befreit u. zum Kö-nig von Australien ausgerufen; folgte auch 593nach Guntrams Tode als König von Burgund;er st. 596. Von seinen Söhnen folgte ihm Theu-debert in Australien u. Theoderich in Burgund.3 CH. III., Sohn Theoderichs III., geb.'683;folgte 695 seinem Bruder Chlodwig III. als Kö-nig von Neustrien u. Burgund; er st. 711; s.Franken. 4) CH., Sohn des Hausmaiers Gri-moald; war 656 nach Sigeberts Tode 7 MonateUsurpator des Thrones von Australien; s. Franken.

Childebraitd, Pipins von Heristall Sohn u.Bruder Karl Martells; angeblich Stammvater desCapetingischen Hauses.

Childerich, fränkische Könige (Mecgvinger):1) CH. I., angeblich Sohn Merowigs, seit 458König der Franken; ging, 459 vertrieben, nachThüringen zu Herzog Basinus, verführte bestenGemahlin Basina u. brachte sie, 466 (463) nachFranken zurückgerusen, mit dahin, wo sie ihm denChlodwig gebar; er regierte bis 481; s. Franken(Gesch.). Er soll die Kathedrale von Touruaygebaut haben, wo man auch 1635 sein Grab aus-gesunden haben wollte. 2) CH. II., Sohn Chlod-wigs II.; wurde 660 König von Australien und669 von ganz Franken; er wurde 673 mit seinerGemahlin Bilihild von Badillo auf der Jagd er-mordet; s. Franken (Gesch.). 3) CH. III., SohnChilpcrichs II.; wurde 742 König von Neustrien,Burgund u. Australien u. 752 von Pipin demKurzen vertrieben; s. Franken. Er ging in einKloster u. st. daselbst 755; er war der Letzte derMerovinger.

Chile (Geogr.), Republik in SAmerika ausdessen Westküste.; grenzt imW. an den Stillen Ocean,im N. an Bvlivia, im O. mit den Cordilleren an dieArgentinische Conföderation n. an Patagonien,im S. an letzteres u. den Golf von Chiloe. Größeund Bevölkerung verhallen sich nach Behm undWagner folgendermaßen: