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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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Chicanc -

290 , 000,000 Doll, verursachte. Aber wie durchZauber erhob sich Chicago aus den Trümmern,so daß es zwei Jahre darauf wieder seine frühereStellung eiunahm. 1874 brach abermals ein großesFeuer aus, wodurch 5,000,ONO Doll. Schadenentstand, u. örtliche Verhältnisse lassen fernereWiederholungen großer Fenersbrünste befürchten.Was aber CH. am meisten bedroht, sind die Fort,schritte des Weizenbaues im NW, demzufolgenamentlich zwei Rivalen schon jetzt aufzutretenbeginnen: St. Paul, die Hauptstadt des nord-amerik. Unionsstaatcs Minnesota, am Kopfe derDampfschifffahrt auf dem Mississippi, u. Dulnth,Hafenplatz am WEnde des Lake Superior, auchin Minnesota gelegen. Vgl. Seeger u. Schläger,Entwickelung rc. von CH., Chicago 1872.

Chicane, 1) eine Art Ballspiel zu Pferde.3) Eine in böser Absicht erregte Schwierigkeit gegendie von einem Anderen bezweckte Ausführung einerSache (Lalnmnia). Zur Sicherung dagegen kannman dem Gegner od. dessen Sachwalter den Ge-fährdeeid (stnsznrarulnm ealnmniag spooials) zu-schieben, wenn nicht von Amts wegen schon darauferkannt wird. Daher Chicaneur, Einer, der da-raus ansgeht, die rechtmäßigen Ansprüche einesAnderen nicht zur Geltung kommen zu lassen,Ränkemacher; Chicanerie, chicanircn.

Chica-Roth, s. Chica.

Chicha, in Chile weinartiges Getränk ans demSamen von Onvang, äeponciono.

Chichen, Stadt im mexikanischen Staate Dn-catan, mit zum Theil gut erhaltenen und kunst-reichen Überresten einen alten indianischen Stadt.

Chichester, Hauptstadt der engl. Grafsch. Snssex,unweit einer Bucht des Canals la Manche, andem Lavantfluß u. den Eisenbahnen nach Brighton,

^ 1 Southampton u. London; seit 1073 Sitz einesi Bischofs; schöne Kathedrale mit 91 in hohemLs Thurme u. 6 andere Kirchen; Theater; Hospital;k Gesängniß; Märkte, Korn- u. Salzhandel; Fischerei;kleiner Hafen; 7825 Ew.; in der Umgegend vielerömische Alterthllmer (einstige römische StationRegnum). CH. war im 5. Jahrh. Residenz dersächsischen Könige. Im I. 1044 ernannte Karl I.den Lord Dnnsmore u. 1675 Karl II. den LordLimmerick zum Grafen von CH.

Chickahomini,Fluß im Unionsstaate Virginia.Daran 31. Mai n. 1. Juni 1862 Gefecht im Nord-amerik. Bürgerkriege, worin die Unionstrnppens unter Mac Clellan den Kürzeren zogen.

I Chickomauga, linker kleiner Nebenfluß desr Tennessee im nordwestlichen Winkel des Staates? Georgia (Vereinigte Staaten von NAmerika).s ^ An ihm 19. u. 20. Sept. 1863 Schlacht zwischens > den Südstaatlichen unter Bragg n. den UnionS-^ > truppen unter Rosencrans, welche mit der Nieder-lage der Letzteren endete. Diese Schlacht wird auch, Schlacht bei Chattanooga genannt.

1 , Chickasaw, 2 Counties in den nordamerikan.i ^ Unionsstaaten: II in Iowa, n. 43" n. B. n. 92°

! L.; 10,180 Ew.; Countysitz: New-Hampton ;

2) in Mississippi, u. 33" n. B. u. 88° w. L.;lg,899 Ew.; Countysitz: Houston.

Chiclana, Stadt in der span. Prov. Cadix,am Kanal S.Pedro; Schwefelquelle mit Badanstalt;i Ichöne Landhäuser, die den reichen Cadixern zum

- Chicse.

Sommeranfenthalte dienen; Oliven- u. Garten-früchtebau; 8400 Ew.; in der Umgegend Salinen.Hier im Spanisch-Portugiesischen Befreiungskriege5. März 1811 Sieg der Spanier u. Engländerüber die Franzosen.

Chicopee (früher Cabotville), ansehnlicher Fa-brikplatz nn Hampton County des nordamerikan.Unionsst. Massachusetts; 7577 Ew.

Chicot, County im nordamerikan. UnionsstaateArkansas, u. 33" n. B. u. 91° w. L.; 7214 Ew.Countysitz: Columbia.

Chiddekel, nach der Bibel einer der Haupt-ströme des Paradieses.

Chidr (arab.) bedeutet grün u. ist ursprllng-ein Titel u. nicht ein Name. Bei den Orien-talen ist CH. eine fabelhafte Persönlichkeit, derenGenealogie man sogar bis auf Noah zurückgeführthat. Die Legende macht ihn zum Erfinder derLebensquelle u. ihren Hüter u. stellt ihn bald alsPropheten, bald als Heiligen, bald als Weisen dar;auch soll er Moses' Begleiter u. der Vezier desgehörnten Alexander gewesen sein; darin stimmenaber alle Traditionen überein, daß er unsichtbarsei u. erst am Ende der Zeiten sterben werde.

Chicm-See, See in Ober-Bayern, 18,5 kmlang,11 icm breit, 156 m tief; von der Prien, Roth,Achen n. a. Flüßchen genährt, fließt er durch dieAlz wieder ab; darin die Inseln Herren- undFranenwörth (auch Herren- u. Frauen-Ch.), erstcremit ansgehobenem, letztere mit wiedsrhergcstelltemKloster und Gasthaus, u. Krautinsel; von allenbayerischen Seen der größte, aber auch der flachste;Dampfschifffahrt; großer Fischreichthum. SeineUfer sind im Ganzen einförmig, zum Theil mitkleineren Seen, die ans eine frühere größere Aus-dehnung schließen lassen; die Eilande des Seesaber sind sehr schön; im S. ein schöner Gebirgs-hintergrund. Auf Herrenwörth läßt König Lud-wig II. ein Schloß bauen.

Chicnti , Küstenfluß des Adriat. Meeres; ent-springt auf den römischen Apenninen n. mündetnach 74 icm langem Laufe bei Civita-Nnova.

Chicri (Chiers), Stadt in der ital. Prov. u. demBez. Turin (Piemont), Station der Oberital. Bahn;Lyceum, Technische Schule; Waisenhaus, Versorg-ungshaus; Kirche über einem alten Minerva-Tempel; Theater; Baumwollen- n. Seidenfabrik;im Gem.-Bez. 15,033 Ew. CH., im AlterthumCarea, stand seit dem 9. Jahrh. unter bischöflicherHerrschaft, machte sich im 11. Jahrh. frei u. gabsich eine republikanische Verfassung; von Friedrich I.in der Mitte des 12. Jahrh. wieder der bischöfl.Herrschaft unterworfen, änderte es seine Herrenoft, bis es im 16. Jahrh. an Savoyen kam.

Chiers, lio icm langer Nebenfluß der Maas;kommt aus dem Luxemburgischen, fließt unweitLongwy u. bei Montmcdy vorbei u. mündet ober-halb Sedan; ist eine Strecke von 10 icm schiffbar.

Chiesch, Herrschaft u. Stadt in der Bezirks-hauptmannschaft Ludic, an der Strzela, östlich vonEger in Böhmen; Schloß; 1525 Ew.

Chicse, 148 Lm langer Fluß in der Lombardei;entspringt in Tirol am Laresgletscher in den Ortler-Alpen, geht in die Provinz Brescia, bildet hierden Lago d'Jdro n. mündet bei Canneto in derProvinz Mantua in den Oglio.