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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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Chiamata -

,1. Messe, im Palazzo Pitti; Dante, in der AbteiFonte Avellana; Rafael u. Fra Bartolomeo, imKloster I. Marco; Der junge Rafael im Hauseseiner Eltern (Carton). Regnet.

Chiamata (v. Jtal.), in der Fechtkunst eineverstellte Blöße, uni den Gegner zu täuschen.

Chiana (d. h. Sumpf, im Alterthum Clanis),Fluß in Italien (Toscana u. Umbrien); entstandehemals aus einer großen sumpfigen Niederung,deren Ausdünstung die Luft verpestete, richtetedurch Überschwemmung Schaden an u. fiel trägenLaufes in den Arno bei Arezzo, bis die 15S1begonnenen großen Abdämmnngsarbeiten 1823vollendet waren, wodurch das Thal (Chiana-Thal)entsumpft, über 12,000 da Land gewonnen u. derFluß in 2 Arme getrennt wurde; der eine fälltin den Paglia u. mit diesem in den Tiber; derandere mündet als Kanal Ma'östro della Chianain den Arno.

Chianeiano, Flecken im Bez. Montepulcianoder italienischen Prov. Siena, im Thal des Flus-ses Chiana, Station der Römischen Eisenbahn;Gipsbrüche u. in der Nähe vorzügliche Sauer-quellen von 2431" R., dann eine unbenutzteEisenquelle von 12" R.; zwei Badanstalten;2469 Ew.

Chiapas, Las, 1) mexikanischer Bundesstaat;grenzt im O. an den Staat Campeche, im N. anTabasco, im W. an Oaxaca, im S. an Guate-mala und die Südsee; gebirgig durch die Cor-dilleren, deren höchste Spitzen meist ausgebrannteVulcane sind, als: der Soconusco, die 2 Volcanesde Amilpas, der Sapotitlau; unter den vielenFlüssen sind die bedeutendsten der Usumasinta, deraus Guatemala kommende Grijalva oder Tabascomit seinen Nebenflüssen: Tulija, Blanquillo, Teapa,Magdalena. Die Küstenstriche ausgenommen, istdas ganze Land eine Gebirgshochebeue von 785bis 1099 m Höhe, angenehmem Klima, reicherVegetation u. vortrefflichem Waldwnchs; es ge-^ f deihen aber nur in geringer Fülle Mais, Weizen,Cacao, Tabak, Indigo, Zucker, Anauas, Piment-psefser; Cedern, Tannen, Mahagoni, Guayac-,

! i Nsen- n. andere Bäume bilden die Wälder. Areal! - 41,550 Hflrili (754,s UM); 193,987 Ew., zumI ^ großen Theil indianischer Abkunft, die zum Theil; angesiedelt (^.vsciuckaäos) sind, zum Theil frei! leben (Lacanckoncs) n. zu den Maya oder demaztekischen Stamme der Zoqnes gehören, die übri-gen sind spanischer Abkunft u. Mischlinge; derHaupterwerb Viehzucht; Landban u. Handel gering.

^ In diesem Staate liegen die berühmten Ruinen^ von Palenque. Hauptstadt ist San Christobal od,Ciudad de las Casas. CH. war zur Zeit der Er-! oberung Mexicos eine Art Republik, doch mit^ mexicrn. Cultur, wurde dann erst dem spanischenf s Mcekönigreich Mexico, später aber dem General-. ) capitanat Guatemala einverleibt, trat bei der Los-! ^ reißung von Spanien zu Mexico über u. wurdeg 1854 diesem förmlich von Guatemala abgetreten.

? 2) Chiapa de los Indios, früh. Hauptstadt ebd.,

) im Innern des Staates, rechts am Tabasco; jetzt- unbedeutend n. nur von Indianern bewohnt. Kolps.»

> ; Chiaramoute, Stadt im Bez. Modica der ital.^ Prov. Noto (Sicilieu); schön gebaut; Weinbau;f H m der Gemeinde 9293 Ew.

- Chiasso.

Chiaramonti, Gregor Barnabas, frühererName des Papstes Pius VH.; daher sind mehrereSammlungen in Rom, die unter seiner Negierungentstanden, CH. genannt; so Llusoo. (s. u. Rom,n. Geogr.).

Chiaravalle, Name von 3 Gem. in Italien;am bedeutendsten: Flecken im Bezirke Ancona derProv. Ancona, Station der Römischen Bahn;4398 Ew.

Chiari, Hauptort des gleichnam. Bezirkes derital. Prov. Brescia (Lombardei); Gymnasuun,Techn. Schule; Seidenzucht; Seidenweberei, Ger-berei; 9479 Ew. Sonst befestigt mit Citadelle(Rocca) von 4 Bastionen. Hier 1. Sept. 1701Sieg der Österreicher unter Prinz Eugen über dieFranzosen u. Spanier unter Villeroi.

Chiari, Pietro, ital. Dichter, geb. um 1700in Brescia; lebte als Hofpoet des Herzogs vonModena in Venedig; st. 1788 in Brescia. Ersehr, über 60 Lustspiele, Venedig 1759, Bologna1762, 4 Bde.; 4 Trauerspiele u. einige philoso-phische Schriften.

Chiaromonte, Geronimo, ital. Arzt, geb.auf Sicilieu in der Nähe Palermos; verschafftesich im 17. Jahrhundert dadurch einen bedeuten-den Namen, daß er behauptete, im Baidapulverein Mittel gegen alle Krankheiten zu haben.Er prakticirte in Neapel, als er die Entdeckungdieses Pulvers zuerst veröffentlichte. Der Vice-könig, Herzog von Osuna, gab Befehl, diesMittel an fünfzehn beliebig im Hospital äs 1'^n-nunmato ausgewählten Kranken zu versuchen, diealle genasen. Gestützt auf diese Erfolge u. ver-sehen mit den besten Empfehlungen, vertrieb ernun sein Mittel in Florenz unter dem pomphaftenNamen: kulvis muAistralls, Lebenselixir u. Phönixder Medicin. So durchzog er ganz Italien, ver-diente enormes Geld, kehrte aber kluger Weisenach Neapel zurück, als 1627 in Genua sich hef-tige Opposition gegen ihn erhob u. zwei Ärzteihm nachwieseu, daß die Wirkungen von anderenUrsachen abhängig wären, als den von ihm an-gegebenen. Er st. 1640. 1735 versuchte man vonAncona aus dies Pulver wieder aufleben zu lassen,aber mit wenig Erfolg. CH. hat einige Schriftenüber dies Mittel herausgegeben: Ua wovics äolis.moclicma, Florenz 1620; vlckiaramoni contra IIsommario mstoüo cii biiov.-Vntanio Liancsii scontra II ckiscorso cki I'ist.-If'rancosco Ciralckinisopra. 1a sna. ritrovata. polvsrs, cüs kn stimataLclönar Minerals, Genua 1627, u. s. f. Thamhayn.

Chiaroscuro (ital.), so v. w. Clair-obscur.

llliiasma norvorum opticorum, Sehnervenkreuz-ung; s. Auge, S. 348 ff.

Chiasmos (gr.), 1) Bezeichnung mit einem 2oder auch einem Kreuze, an Stellen, welche fürunecht gehalten wurden^(vgl. Obelos); mit Punktenzu beiden Seiten (.^l.) od. (d. i. ctzrssimon,nützlich, od. cln'vstän, gut), bezeichnet man dieschönsten Stellen. 3) (Grammat.) Die veränderteStellung des Subjekts u. Prädicats, od. des Ge-netivs u. seines regierenden Casus, daß im erstenSatze jenes, im anderen letzteres zuerst steht, z. B.:ihm muß das Gold der Ähren u. der Trau-ben Purpur glänzen.

Ehraffo, Dorf im Bez. Mendrisio des schweizer.