72 i O^svalisr ä'iiiäustris — Chcvrcau.
doner Ausstellung 1862 war er Mitglied der Jn-tcruatioualcu Jury für die Prcisverthcilnng, undbei der zweiten Pariser Ausstellung 1867 wurdeer beauftragt mit der Berichterstattung über dieausgestellten Gegenstände n. schrieb eme Inbro-äuotion aux raxports äu jur^ jntsrnabional,1868, die als eine Philosoph. Synthesis der gan-zen modernen Industrie betrachtet wurde. 1869präsidirte er der internationalen Friedensliga.Man hat noch von ihm: Mstoirs st ässoriptioväss voios cis oommunioabion aux Obats-Oois,2 Bde., mit Atlas, 1840; 6ours ä'ssouovais poll-tigus, 1842—50, 3 Bde.; Ossais äs polibigusinäustrisllo 1843; I-'Isblrms äs Oanama, 1844;
1, a Oiborts aux Obabs-Onis, 1849; Oxamsn äuSystems pratootsur 1851: Im guosbion äs I'or,1853, u. viele ausführliche Abhandlungen in d.Rsvus äss Osux Llonäss, im Isurnal äss Oä-babs, im Dietionn. ä'soonsmio polibigus re., diezum Theil besonders abgedruckt sind, z. B. Os1a baisss probabls äs I'or, 1859; I/Iiixpsäitioii äubloxigus 1862; Os Llsxigus aneisn ob moäsrno,1863 2. Aust. 11 Schroot. 2) Regnet. 3) Bolchert.
Lkevalisr ä'inäustris (fr.), Glücksritter, seinerBetrüger; 6b. ä'bonnsur, Hoscavalier, Ehren-begleiter eines Fürsten od. einer Fürstin; auchüberhaupt Begleiter einer Dame.
Obevalier sans peiir et sans rsproobs (fr.), Ritterohne Furcht u. Tadel; Ehrentittel mehrerer Ritterdes Mittelalters, z. B. Bertrands du Guesclin,Louis' de Tremouille, Bayards u. A.; dann auchLatour d'Auvergues.
Chcvallicr, Jean Baptiste Alphons,franz.Chemiker, geb. 19. Juli 1793 in Langres, Pro-fessor an der Pharmaceutischen Schule u. Mitgliedder Königlichen Akademie der Medicin in Paris,Pharmaceut u. Chemiker; er schr. mit Richard:Dieb, äss äro§uss siinplss ob eomxossss, Paris1827, 5 Bde.; mit Payen: Dos rsaetiks, Paris1829, 2 Bde.; allein: Supplement dazu, 1841;Uanuel äs pbarmaeis, Par. 1824 f., 2 Thle.,
2. Ausg., 1831; mit Bricheteau u. Coktereau:
O'art äs äossr los möäicamsnbs, Par. 1829;O'art äs preparor Iss ebloruios ässinlsetalltsäs obaux äs souäs ob äs pobasse, Par. 1829,2. Ausg., 1832; 8ur 1'smploi äss oklorurss stäu cbioro äaus l'assainisssmont, Par. 1830;mit Cottereau u. Trewet: Oss oaux minsralss,Par. 1835; 8nr la äissolubion äs 1a g;ravs11sob äss salsuls äs 1a vossis, ebd. 1837. Von be-sonderer Wichtigkeit ist sein Oiotionnairs äss al-bsrabions st lalsiLeations äss sudsbanoos ali-msnbairss, wöäieamkntvusss st oommsroialosebd. 1850—52, 2 Bde. 3. Ausl., 1858, deutschvon Westrumb, Gött. 1856—57, 2 Bde. Prak-tisch u. für die Wissenschaft ebenso wichtig sinddie Lsotisrolivs sur Iss inozwvs appliguss st 1aoonssrvation äss sudsbanoos alimsntairss. ebd.1858; Du oaks, son distoirs, sou usaAs ste., ebd.1862, u. sein Trakts äss ässinlsotants saus Iorapport äs 1'llz-xisno pudliguo, ebd. 1862.Außerdem veröffentlichte er zahlreiche Abhandlun-gen, in den banales äs odim. u. den 6oinptos-isnälls, sowie im lournsl äs odim. möäieale,daS er seit 1825 redigirte. r.
Chevandier de Äaldröme, Jean Pierre
Napol. Engbne, sranz. Politiker, geb. 17. Aug. s1810; widmete sich der Industrie n. wurde Direc-tor der Spiegelfabrik von Cirey u. Mitglied desGencralrathes für den Kanton Lorquin im Des.Meurthe. Seit 1859 wiederholt in diesem Dip.in den Gesetzgebenden Körper gewählt, war eiMitte Juli 1869 einer der 116 Unterzeichner dirManifests, welches eine wirksamere Betheiligungbei der Leitung der öffentlichen Angelegenheit»,vom Kaiser forderte, u. im Dec. Vicepräsident derGesetzgebenden Körpers. Im Ministerium Ollivier,Anfang 1870, erhielt er das Portefeuille des In-nern u. verlor dasselbe im August d. I. mit demSturze des Cabinets wieder, ohne überhaupt jeeine hervorragende politische Rolle gespielt zu haben.Um so wirksamer war seine Thätigkeit für Förder-ung der Waldcultur, zu welchem Zwecke er auchmehrere Memoiren und Untersuchungen erscheinenließ; außerdem gab er auch mehrere Schriften überChemie, Natnrhistorie rc. heraus. Lagai.'
Chevauxlegcrs, in Bayern die mit Säbelu. Carabiner bewaffneten leichten Reiterregimen-ter, welche etwa den Dragonern anderer Armee»od. auch den Odrsssurs st odoval der Franzose»entsprechen. Bis zum Jahre 1852 gab es CH,auch in Österreich, bis 1866 auch im Großherzog-thum Hessen. Bayern hat jetzt 6 CH.-Regimenter,
Chevclure (fr.), 1) Haupthaar; 2) Haarwuchs,
Chevillc (hebr.), so v. w. Kabbala.
Cheville, Col de, Bergpaß der Berner-Alpenin der Schweiz, von Bex im Kanton Waadt nachSitten (Wallis), in wildromantischer Gegend; diePaßhöhe 2036 m ü. d. Meere.
Cheviot (CH. Hills), Bergzug in England,aus der nordwestlichen Grenze der Grafschaft Noi-thnmberland gegen Roxburghshire, vom Gleunstuß!bis zum Liddel; bildet zum größten Theil die!Grenze zwischen England u. Schottland u. Hotsseine größte Höhe im CH.-Berge, der 813 m hoch!ist; reich an Waldung, Steinkohlen nnd Wcidr->Plätzen, daher ans den Abhängen des Gebirge),bes. Schaf- u. Rindviehzucht blüht.
Cheviot-Schaf(6Irsv1otI!rssä),engl.Schafraitetwas größer, als das Southdown-Schas, benannt jnach seinem Borkommen auf den ergiebigen Weide- >Plätzen des Cheviot-Gebirges; Wolle von der Fein-heit der Leicesterwolle; Schurgewicht mittelmäßig,.Neben kräftiger Constitution zeigt es eine großeFruchtbarkeit und ist ein vortreffliches WeideschasDie Milch wird bisweilen zur Käsefabrikation ver-lwendet. Rhode.
Chevrrau, Henri, sranz. Politiker, geb. Sb,Oct. 1823 in Belleville; wurde in St. Manie"erzogen u. trieb literarische Studien. Er zeigte1848 eine große Begeisterung für Louis Napo-leon u. agitirte im Süden für dessen Candidatmzur Präsidentschaft, weshalb er dann Präsect de)Dep. Ardbche u., da er auch den Staatsstreichvom 2. Der. 1851 eisrigst unterstützt hatte, mnächsten Jahre Gcneralsecretär im Ministerin»des Innern wurde; er mußte aber bereits 1 SSS,da er sich ungeschickt in der Vertheidigung de)Budgets vor der Kammer erwiesen hatte, dieseStelle niederlegen u. erhielt die PräfecMr inNantes u. 1864 die des Rhone-Departements. JniJan. 1870 folgte er Haußmann als Seinepräsel>> !