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5 (1866) Nachhülfecurse - Philologenverein
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Naturwissenschaften.

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Wissenschaften werden je nach denHauptabtheilnngen der Naturkörper die Astronomie,die physische Geographie, Geognosie und Geologie, die Mineralogiemit der Petrographie, die Botanik, die Zoologie und die Paläontologiegerechnet, die allgemeinen sind die Chemie, die Physik und die Mechanik, anwelche sich dann einige andere, wie die Meteorologie, in untergeordneter Weise an-schließen. Diese Eintheilung ist allerdings nichts weniger als scharf, auch die besonderenNaturwissenschaften haben ihre allgemeinen Partien, in denen die Hergänge, welche anden von ihnen behandelten Körpern stattfinden, in Rücksicht der ihnen zu Grunde liegen-den Gesetze und Kräfte untersucht werden, in der Astronomie bilden viel weniger dieeigentümlichen Beschaffenheiten der verschiedenen Himmelskörper, die uns natürlich nursehr wenig bekannt werden können, als vielmehr das ihnen gemeinsame, insbesondereihre Bewegungen und sonstigen der Mechanik anheimfallenden Erscheinungen den eigent-lichen Gegenstand der Wissenschaft, und bringen sie deshalb sehr nahe an die Grenzeder allgemeinen Naturwissenschaften. Bei den Pflanzen und den Thieren als organi-schen, lebenden Körpern werden die Hergänge und Erscheinungen des Lebens untersuchtund auf Gesetze und Kräfte znrückgeführt, und wenn die Physiologie und die vonihr vorausgesetzte Anatomie zunächst auch nur vom menschlichen Körper verstandenwerden, so giebt es doch auch eine Physiologie und Anatomie der thierischen undpflanzlichen Körper als allgemeine Naturwissenschaft im Gebiete der organischen Körper-welt. Die Paläontologie ist eigentlich keine Wissenschaft für sich; ihre Objecte, diefossilen Ueberreste von Thieren und Pflanzen gehören eigentlich der Zoologie undBotanik an und nur die Veränderungen, wodurch dieselben in ihren dermaligen Zustandgebracht wurden, sind Sache der Geologie, der diese Reste zur relativen Altersbestim-mung der geologischen Gebilde wiederum die wichtigsten Dienste leisten. Auch ist mit-unter zwischen benachbarten Gebieten, wie bei Physik und Chemie, die Grenze schwer zuziehen. Bei allen solchen Mängeln kann indes diese Eintheilung für den vorliegendenZweck ausreichen.

Als wichtigste ihrem Inhalt nach sind jedenfalls die allgemeinen Naturwissen-schaften, die Chemie, Physik und Mechanik und für die organische Körperwelt diePhysiologie anznsehen, denn sie gerade geben, soweit dies möglich, uns das Verständ-nis der Natur. Auch für die Bildung der Geistesvermögen sind sie von allseitigererBedeutung als die beschreibenden, da hier die logischen Tätigkeiten eine wesentlichereRolle neben der Beobachtung spielen, und endlich bilden sie auch in materialer Weiseam meisten für andere naturwissenschaftliche Fächer vor. Deswegen ist kein Zweifel,daß sie gerade auch bei der Jngendbildung die vornehmste Stelle einnehmen müßeuund am wenigsten entbehrt werden können. Dagegen eignen sie sich nicht für dasfrühere Jugendalter (die Zeit vom 10. bis zum 14. oder 15. Lebensjahr, denn vordem 10. wird ein methodischer, regelmäßiger naturwissenschaftlicher Unterricht in derRegel verfrüht sein). Hier sind vielmehr unter den beschreibenden die Botanik und dieZoologie am Platz. Die Astronomie, deren Stellung unter den beschreibenden natur-wissenschaftlichen Fächern ohnehin eine zweifelhafte ist, setzt selbst als sogenannte popu-läre zu viel anderes, Mathematik, Mechanik und Physik voraus, auch sind die ihrenLehren zu Grund liegenden Beobachtungen am allerwenigsten der Art, um darangerade den jugendlichen Geist zu üben; die physische Geographie und noch vielmehrdie Geologie erfordert ebenfalls physikalische, mineralogische und sonstige Vorbildung,und auch die Mineralogie kann ohne Chemie nicht in der rechten Weise betrieben wer-den; es bleiben daher ans diesem Kreis von Fächern nur die Botanik und dieZoologie als für das frühere Jugend alter allein geeignet übrig.*) Hier sind

Um nicht dieselben Ansichten, die in dem ArtikelNaturgeschichte" niedergelegtsind, zn wiederholen, wird das ans Werth, Auswahl, Folge und Methode der darin behandeltenbeschreibenden Naturwissenschaften Bezügliche überall in diesem Artikel nur