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Normalschule.
Oekonomische Arbeiten.
NigidillS, s. Gelehrtenschulwcsen S. 642. 645.
Nordamerika, s. Amerika.
Normalicnbuch, s. Schularten.
Normallchrplan, s. Lehrplan.
Normalmethode, s. Methode S. 707.
Normalschulc. Im südöstlichen Deutschland versteht man unter Normalschuleeine Muster- (Volks-)Schule, welche mit einer Bildungsanstalt für Volksschullehrerverbunden ist; vgl. den Art. Landschule S. l65, ferner Maria Theresia S. 567, FelbigerS. 349 und den Art. Oesterreich. In Frankreich unterscheidet man höhere Normal-schnle (öoois Normals suxsrisnrs) d. h. Bildungsanstalt für Gymnasiallehrer, undniedere Normalschulen (soolss normales xrimairos) d. h. Anstalten zur Bildung vonVolksschnllehrcrn; vgl. den Art. Frankreich S. 477 ff. und S. 497 ff. Im Uebrigenist zu vergleichen der Art. Musterschnle S. 863 f.
Norwegen, s. Schweden.
Noten, s. Schulstrafen.
Notenmcthode, s. Gesang. S. 756 ff.
Nvthschule, s. Landschule S. 155.
O.
Oberlehrer, s. Lehrer S. 205.
Oberschulrath, s. Schulrcgiment.
Oberstudicnrath, s. Schulregiment.
Obligatorische Fächer, s. Unterrichtsgegenstände.
Observatoren, s. Ccnsoren.
Oekonomische, Arbeiten — sind die Mannigfaltigen Geschäfte, die den Bestandund das Fortkommen der Familie in den mittleren und unteren Ständen bedingen.Sehr viele derselben sind in allen Familien gleichartig, sofern sie den einfachsten Be-dürfnissen der Nahrung und Kleidung und was damit in nächster Verbindung stehtdienen, im Wohn- und Schlafzimmer, in Küche und Backofen, in Bühne und Keller,in Stall und Scheune, in der Werkstätte wie im Garten und Felde verrichtet werden,und sich auch ans die Besorgung der Hausthiere bis zu Dienstleistungen an denFamilienangehörigen erstrecken. Sie begreifen die allergeringsten Arbeiten, zu denendie Kinder Kraft haben, wie die wichtigeren und schwereren, zu welchen sie nach undnach befähigt werden. Verschiedenartig aber sind sie, sofern die Lebensgewohnheitenund Bedürfnisse in den niederen und höheren Ständen, in städtischen und ländlichenFamilien nicht ganz dieselben sind und zu gewerblichen oder landwirthschaftlichen Be-rufsarten in nähere Beziehung treten. Obwohl Leide Geschlechter in den zarterenJahren an denselben häuslichen Arbeiten theilnehmen, so tritt doch mit der Entwicklungder männlichen und weiblichen Individualität eine Sonderung ein, indem die reiferenKnaben mehr die Berufsarbeit des Hausvaters anfassen, während die Mädchen denzahllosen leichteren Geschäften sich znwenden, welche der Hausmutter obliegen, von dervorzugsweise Leben und Thätigkeit, Takt und Ordnung auf dem geweihten Gebiete desFamilienlebens ausgeht.
Die häuslichen Sitten, Bedürfnisse und Arbeiten haben nicht mehr die alte Ein-fachheit und vielhnndertjährige Stabilität in den verschiedenen Ständen. Sie sind in derneueren Zeit durchgreifenden Veränderungen unterworfen worden durch tiefere Erforschungund reichere Benützung der Naturkräfte und durch den gesteigerten Verkehr der Men-