Pädagogik.
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keit des Zusammenhangs, wodurch das Folgende durch das Vorhergehende bedingtwird, aber auch das Vorangehende durch das Nachfolgende, insofern dieses in Gefübl,Ahnung, Hoffnung oder bestimmter Absichtlichkeit im Geist vorausgenommen wird(weshalb schon Comenius ricth, beim Unterricht einen Borblick auf das Ganze und aufdas Ziel zu gewähren); neben dieser Stetigkeit ein Auftreten wesentlich neuer Epochen,welche, Wohl bedingt aber nicht völlig erklärlich durch das Vorangehende, in Kraftihres idealen Inhalts und gemäß einem höhern Entwicklungsgesetze gleichsam sprung-weise neue Anfänge bilden. Ferner ist hier das Abnorme zu nennen, dessen Mög-lichkeit und Wirklichkeit in unserm Leben nicht fehlt, und welches als ein formalesbald im Zurückbleiben bald in allznraschem Fortschreiten, als ein materiales im relativoder absolut Verkehrten besteht. Aus diesen Momenten ergiebt sich für die Methodeder Erziehung «. das konservative Princip, die Bewahrung, welche sowohldie Erhaltung im wesentlich Richtigen, wie auch die Sicherung der normalen Dauerjeder Lebensstnfe fordert. Denn jedes Lebensalter mit seinen Unterperioden hat seinenselbständigen Werth und seine eigenthümliche Bedeutung sowohl an sich wie auch fürdie Gesundheit und Vollkommenheit der nachfolgenden Entwicklung und darf keineswegsnur als eine Leitersprosse zum höheren Ziele, die womöglich übersprungen werdenmüße, angesehen werden; einem jeden muß Ruhe und Sicherheit seines Daseins inder ihm gebührenden Dauer und das ungestörte Recht, sich auf normale Weise auszu-leben, gewährt werden. Die Mittel der Bewahrung sind einmal Behütung desZöglings, d. i. Verhütung schädlicher Einflüsse, zweitens die Stärkung seiner Kraftzum Widerstande und zur Selbstcrhaltnng durch angemessene Bethätigung und gleichsamErnährung, drittens der unmittelbare Beistand in der Gefahr. Es ergiebt sich st. daspro gressive Princip, die Förderung. Die Mittel derselben sind einmal Vorbe-reitung, dann Emporhebung, letztere theils durch Maßregeln der Sorge (z. B.Versetzung in eine angemessene Lage, in die der Vorbereitung entsprechende Elasteu. dgl.), theils durch unmittelbare persönliche und sachliche Einwirkung. Endlich dascorrective Princip, die B erich ti gnn g undHeilung. Berichtigung nennen wir dascorrective Verfahren, wo es bloß gegen objectiv Unrichtiges sich zu wenden hat, magdasselbe im Gebiet der Vorstellungen oder im äußern Thun, z. B. bei Erlernungeiner Kunst verkommen, unter der Voraussetzung, daß das Subject dem Wahren undRichtigen überhaupt zugethan sei und aufrichtig darnach strebe. In diesem Falle isteinfach nur Uebertragung des Nichtigen durch Belehrung und Vormachen nöthig. Vielschwieriger ist die Korrektion, wo das Verkehrte in das Innere des Snbjects, in Ge-wohnheit, Gefühl, Meinung und Maxime desselben übergegangen ist. Hier bedarfes außer jenen Mitteln der objektiven Berichtigung einmal der Repression, um dasfalsche Thun zu sistiren und der Gewohnheit entgegenzuarbeiten; ferner der Demü-thigung, um die Selbsterkenntnis einzuleiten; da aber die Heilung nur durch dieErreichung eines höhern Standpunkts im Bewußtsein und Streben möglich ist, sosind hier die fördernden Kräfte der Vorbereitung und Emporhebung nebst der Unter-stützung anzuwenden; und, da, wenn einmal der Pfad des Normalen verlassen wordenwar, die Gefahr des Rückfalls nahe liegt, so sind endlich auch die bewahrenden Kräfteder Behütung und Stärkung herbeiznziehen, so daß hier die gesammte Kraft der Er-ziehung in eminenter Weise in Anspruch genommen wird.
k>. Die Theorie der Erziehung als bildender Thätigkeit wendet sich zweitens zuden psychologischen und anthropologischen Zielpunkten, zur Bildung der drei Grund-functionen, des Erkcnnens mit dem Glauben, des Wollens mit dem Handeln, endlichdes Gefühls und der Begehrung mit der freipersönlichen Vollendung beider in ihrerVerbindung mit Glauben und Wollen, der gemüthlichen und praktischen Liebe. DieseZielpunkte sind ihr zugleich, vermöge der organisch-einheitlichen Natur der Seele, ebenso viele Angriffspunkte für einander und für die gesammte Bildung.
an. Die Bildung des Erkennend oder die allgemeine Unterrichtslehre.