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5 (1866) Nachhülfecurse - Philologenverein
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Oldenburg.

und mit Genehmigung des Oberschulcollegiums (resp. der Regierung in den Fürsten-thümern) durch Vermehrung der Unterrichtsgegenstände und Lehrkräfte zu sogenanntenMittelschulen erweitert werden. Eine solche Erweiterung findet im allgemeinen ganzvon selbst in städtischen und volkreichen Oertern in dem Maße statt, als sich dieAnzahl der Elasten einer Schule vergrößert. Den Namen Mittelschule führen solcheSchulen mit Recht wohl nur da, wo sie, wie in Oldenburg und Eutin, wirklich in derMitte zwischen der eigentlichen Volksschule und einer höheren Schule stehen. In Olden-burg existireu neben 2classigen Volksschulen (fürs Stadtgebiet) und 2 mchrclassigen(einer 4classigeu, die zugleich Muster- und Uebungsschüle für ein Seminar ist, und einerllclassigen für die Stadt), in denen die Geschlechter nicht getrennt sind, 2 fünfclassigeMittelschulen, eine für Knaben und eine für Mädchen, jede mit plus min. 200 Schülernund 10resp.8 Thlr. Schulgeld jährlich (Gehalte der Vorsteher: freie Wohnung und 900 resp.700 Thlr., der Lehrer: 700, 600, 650, 300, 5 L250 Thlr.) Fremde Sprachen werdennicht gelehrt; die Erweiterung des Unterrichts erstreckt sich namentlich aus Mathematik,Naturkunde, Zeichnen und (bei Mädchen) Handarbeiten.

Höhere Bürgerschulen. Außer diesen Mittel- und Volksschulen hat dieStadt Oldenburg eine sechsclassige höhere Bürgerschule mit dreiclassiger Vorschule(s. oben), in der die Lehrer mit den Elasten anfsteigeu, damit die Schüler in demjugendlichen Alter von 69 Jahren keinen Lehrerwechsel erfahren. In der höhernBürgerschule beginnt in VI das Französische mit 4 wöchentl. Stunden nach Ploetz,in V das Englische mit 4 wöchentl. Stunden nach Plate, in IV Mathematik mit4 wöchentl. Stunden nach Harms und Naturgeschichte mit 2 wöchentl. Stunden nachLeunis, in III Physik mit 2 wöchentl. Stunden nach Brettner, in II Chemie mit

2 wöchentl. Stunden nach Wühler. Schülerzahl 170180 ä 20 Thlr., der Vorschuleca. 125 L 12 Thlr. Schulgeld. (Gehalte des Rectors 1100 Thlr. und freier Wohnung,der 4 Oberlehrer 660900 Thlr., der 3 ordentl. Lehrer 350650 Thlr., der

3 Lehrer der Vorschule a, 250 Thlr., für Nebenlehrer im Gesang, Turnen, Zeichnen650 Thlr., Geschäftskosten ca. 800 Thlr.).

Die übrigen im Herzogthum bestehenden höheren Bürgerschulen werden von Schülernbeiderlei Geschlechts besucht. Bon den öffentlichen Schulen dieser Art sind 6classigund 4classig je eine, 3classig zwei, 2classig eine, Iclassig drei. In fast allen wird nebenReligion und den allgemeinen Wissenschaften (Deutsch, Geschichte, Geographie rc.) inden beiden neueren Sprachen (Französisch und Englisch) und in der Mathematik undNaturkunde unterrichtet. (Gehalte der Rectoren 450800 Thlr. und meistens freieWohnung, der Lehrer 250620 Thlr.)

In Len Fürstenthümern ist je eine 3classige höhere Bürgerschule in Schwartauunv in Idar. Zn Schwartau ist die Oberclasse für Knaben und Mädchen getrenntund letztere erhalten keinen Unterricht in fremden Sprachen; die Unterclasse ist eineElementarclasse; Französisch und Mathematik beginnt in der Mittel-, Englisch in derOberclasse. Die Schule in Idar ist nur für Knaben; in derselben beginnt wie in denmeisten kleineren höheren Bürgerschulen, die keine Elementarclassen haben, in Elaste IIILas Französische, in Elaste II Englisch, Physik und Mathematik, in Elaste I Chemie.Die Schule unterscheidet sich aber dadurch wesentlich von den übrigen, daß der Zeichen-unterricht sehr in den Vordergrund tritt; anstatt wie gewöhnlich 2, sind hier in jederElaste 57 Stunden wöchentlich für Zeichnen und Modelliren, und außerdem inElaste I noch 34 Stunden für technisches Graviren alles im Interesse der (künf-tigen) Fabrikarbeiter, die Steine schleifen, schneiden und fassen.

Zur Förderung der Errichtung höherer Bürgerschulen und zur Erweiterung derBolkschulen :c. sollen nach dem Staatsgrundgesetz den betheiligten Gemeinden ZuschüsseauS der Staatskasse geleistet werden (gegenwärtig über 4,000 Thlr.). Die Lehrer dieseröffentlichen höheren Schulen haben die Pflichten und Rechte der Staatsdiener, nament-