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5 (1866) Nachhülfecurse - Philologenverein
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Oesterreich.

Die Modifikationen, welche in dieser Beziehung wünschenswerth erschienen, wurdenvon den kirchlichen Oberbehörden der verschiedenen Konfessionen verfügt und von demGubernium anerkannt.

Sie beschränkten sich bezüglich der lateinisch-katholischen Gymnasien (5 voll-ständige und 2 Untergymnasien) ') auf die umständlichere Einbeziehung der Geographieund Geschichte Siebenbürgens in den Lehrcurs der Unterklassen und die Aufnahme derMetaphysik und Moralphilosophie in die Leiden obersten Classen. ^) Derselben Formschloß sich das griechisch-katholische und das griechisch-orientalische Gymnasium an,welches nunmehr zu einem vollständigen erwachsen soll.

Die evangelischen Gymnasien schafften für die siebenbürgische Geschichte im1. Semester der VIII. Classe Raum, indem sie die gesammte allgemeine Geschichtegleichmäßig auf die V., VI. und VII. vertheilten. ^) Die Geographie Siebenbürgensempfahlen sie besonderer Bedachtnahnie bei dem Unterrichte in der Vaterlandskunde fürIV. Bezüglich des Unterrichts in der deutschen Sprache wünschten sie, daß im Ober-gymnasium nebst dem Lesebuche abgeschlossene größere Werke der deutschen Literaturvollständig durchgenommen werden mögen, hierfür aber die (ohnehin misbräuchliche)Aufbürdnng einer systematischen Literaturgeschichte entfalle. °) Die übrigen Modifika-tionen waren höchst geringfügig. °)

Am meisten entfernten sich von den bestandenen Einrichtungen die reformirtenAnstalten. Die reformirten Kollegien zu Nagy-Enycd, Klausenburg, Maros-Väsärhelyund Udvarhely mit abgesonderten zweijährigen philosophischen und sechsjährigen Gym-nasialcurscn erstanden wieder. Abgesonderte Gymnasialcurse H. C. wurden in Broosund Sepsi-Szt. György eröffnet.

Die Unterrichtssprache ist an den katholischen Gymnasien zu Hermannstadtund Kronstadt und an sämmtlichen evangelisch-augsburgischen die deutsche, an beidengriechischen die romanische, an allen übrigen die magyarische. Von den reformirtenGymnasialcursen fehlen alle statistischen Nachweisungen. Die 7 lateinisch-katholischenGymnasien ') zählten im I. 1863

geistlich weltlich

Tirectoren . .Ordentliche LehrerHülsslehrer . .Nebenlehrer . .

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stets ein beredter Vorkämpfer jedes wissenschaftlichen Fortschritts, durch seine zahlreichen und ge»diegencn historischen Schriften ungemein wirksam.

Zn Elisabethstaol und Szamos-Ujvär bestehen Eymnasialclassen für die katholischen Ar-menier; ihre Bcirechnnng zu den öffentlichen Gymnasien ist aber zweifelhaft. Im I. 1864wurde auch ein katholisches Gymnasium mit romanischer Sprache in Näszod errichtet.

U Hierfür büßt der Unterricht in der deutschen und in der griechischen Sprache je eineStunde in VII. und VIII. ein.

Den wesentlichsten Beitrag zu dieser Vervollständigung nahm die Kronstädter Gemeindeauf fick, aber auch der Monarch spendete IS, 00» fl. für den gleichen Zweck.

4) Auch betonte die Commission sehr nachdrücklich, daß die Fortsetzung des historischen Unter-richts über das Jahr I8iö hinaus im Sinne des Organisationsentwnrfs selbst liege.

^1 Sie empfahlen: Minna von Barnbelm, Nathan, Laokoon, Jphigenia, Hermann und Do-rothea, Wollenstem, Teil und eine der ästhetischen Abhandlungen Schillers.

°) Sie bezogen sich auf die Berthciluug des Religionsunterrichts in I. und II., und desUnterrichts i,n Griechischen i)n sehr zweckmäßiger Weise) in 111. und IV.

) Zieht man auch die mehr einen privaten Charakter an sich tragenden Untergymnasicn vonElisabcthstadt (deutsch) und Szamos-Ujvnr (magyarisch) in Rechnung, so kommen noch 2 geist-liche Direktoren, 1 ordentlicher Lehrer geistlichen und 4 weltlichen Standes, je 1 Supplent undNcbenlehrer von beiderlei Stand hinzu.