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5 (1866) Nachhülfecurse - Philologenverein
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Oesterreich.

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Ebenso, wie hier der geistliche Stand mit 55°/o der definitiv angestellten Indi-viduen vertreten ist, so gehören ihm sämmtliche 12 in gleicher Art bestellten Personenan dem griechisch-katholischen Gymnasium zu, wogegen die 6 evangelischen GymnasienA. C. keinen Director und nur einen ordentlichen Lehrer des geistlichen StandesHunter 40) besitzen, wie denn auch die 8 Supplenten und 22 von den 24 Nebenlehrerndieser Anstalten dem weltlichen Stande angehören. Eben so zählt das (bis jetzt nochsechsclassige) griechisch-orientalische Gymnasium außer dem Katecheten keinen geistlichenLehrer. An den unitarischcn Gymnasien sind

Directoren . . . ,

geistlich

weltlich

Ordentliche Lehrer .

. . 9

3

Hülfslehrer . . . ,

. . 17

I

Nebenlehrer . . . ,

. . 1

—

Im I. 1863 befanden sich unter den Schülern der lateinisch-katholischen Gym-nasien 857 Katholiken des lateinischen, 322 des griechischen und 47 des armenischenRitus, 7 orientalische Griechen, 15 Evangelische und 20 Israeliten; ') unter denSchülern der beiden griechischen Gymnasien waren 403 unirte und 178 nicht-unirteGriechen und 1 Evangelischer; an den evangelischen Gymnasien A. C. zählte man55 Katholiken des lateinischen und 44 des griechischen Ritus, 100 orientalische Griechen,646 Evangelische A. C. und I I Reformirte, 13 Israeliten; an den nnitarischen Gym-nasien endlich 26 Katholiken beider Riten, 1 orientalischen Griechen, 25 Reformirte,325 Ilnitarier und 15 Israeliten.

Die Zöglinge aller bisher ausgezählten Gymnasien zerfielen in 837 Deutsche,0 Slaven, 1120 Romanen, 1151 Magyaren und 53 Armenier.')

Maturitätsprüfungen wurden an allen vollständigen Gymnasien gehalten; von 190Geprüften erlangten 185 ein Zeugnis der Reife.

lieber den Bestand der siebenbürgischen Realschulen und Volksschulen sindnur sehr mangelhafte Notizen vorhanden. Die ersteren blieben im Wesentlichen beiihrer früheren Organisation, wogegen bezüglich der Volksschulen die Gemeinden, na-mentlich des Landes der Ungarn und Szekler, mannigfach dem eigenen Ermessen fol-gend, viele sachgemäße Einrichtungen beseitigten.

Zu den 3 evangelischen Realschulen A. C. ist nunmehr eine vierte in Bistritz hin-zngetreten; die Hermannstädter ist vierclassig, die 3 anderen dreiclassig. Sie besitzen2 Directoren 2), 16 ordentliche Lehrer, 4 Hülfslehrer, 7 Nebenlehrer weltlichen Stan-des , je 1 ordentlichen und Nebenlehrer geistlichen Standes. Von ihren 358 Schülernsind 65 Katholiken, 19 orientalische Griechen, 261 Evangelische A. C., 4 Reformirteund 9 Israeliten, der Muttersprache nach sämmtlich Deutsche, bis auf 22 Romanenund 15 Magyaren.

Eine genauere Erhebung der Bolksschulverhältnisse soll im Laufe des Jahres 1865stattfinden ^), und die thatkräftigen Sympathien einer großen Mehrzahl der BewohnerSiebenbürgens für die Reichseinheit lassen hoffen, daß dort zuerst der Stillstand enden

y Die beiden oben erwähnten Untcrgymuasien batten unter ibren 58 Schülern fast durch-gehend« armenische Katholiken, indem nur je 8 Katholiken der beiden andern Riten, 1 orientalischerGrieche und 2 Evangelische daselbst stndirten.

2) Elisabethstadt nnd Szamos-Ujvär würden diese Ziffern um 2 Deutsche, 1 Slaven,.9 Romanen, 7 Magvaren nnd 39 Armenier steigern.

ch Zu Hermannstadt und Bistritz ist Gymnasium nnd Realschule unter einer Directionverbunden.

ch Der Umstand, daß die statistische Centralcommission auch Vertreter der drei Höfkanzleienzu Mitgliedern zählt nnd ihre eifrige Unterstützung genießt, läßt hoffen, die am 1. Juli 1864beschlossene Cvnscription sämmtlichcr Volksschulen des Reichs werde auch in Ungarn, Kroatien,Slavonien und Siebenbürgen auf befriedigende Weise durchgefllhrt werden.