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Oesterreich.
Wenn man von den Israeliten absieht, welche von dem Rechte der Gründungeigener Schulen überhaupt nur sparsamen Gebrauch machen, stellt sich in Oesterreichunter der Ens und Schlesien fast das gleiche Verhältnis der Religionsbekenntnisse unterden Schulen heraus, wie unter der allgemeinen Bevölkerung. In Salzburg, Kramund Tirol, in welchen Ländern die Evangelischen hauptsächlich nur sporadisch Vor-kommen, 0 besitzen sie keine eigenen Schulen, wogegen die Zahl derselben in Oesterreichob der Ens, Kärnten und Galizien, zum Theile auch im Küstenlande und in Steier-mark, eine größere ist, als die nach dem Percentsatze der evangelischen Bevölkerungsich ergebende, weil die evangelischen Gemeinden, in der Regel von geringerer Zahl derMitglieder, demzufolge auch kleinere abgeschlossene Schul-Gemeinden bilden und dereigenen Schulen nirgends entbehren. Anders wieder ist es in Böhmen und Mähren,wo Evangelische auch außerhalb der eigenen Gemeinden zahlreich Vorkommen und so-dann an den katholischen Schulen participiren. Endlich in der Bukowina bilden (wiegrößtentheils auch in Galizien) die deutschen Colonien, dann aber auch die magyarischenAnsiedlungen, den Grundstock der evangelischen Schulgemeinden; insbesondere haben dieim Südwesten des Herzogthums zu ausgedehnter Bedeutung gelangten Montancomplexczugleich der Ausbreitung des Volksschulwesens eine mächtige Förderung zugewcndet.
Die griechisch-orientalische Bevölkerung des Küstenlandes gehört zu jenen Stämmendes Reichs, deren Theilnahme für Volksbildung sich erst im Erwachen befindet.Größere Fortschritte hat dieselbe bei den nicht-unirten Griechen der Bukowina gemacht,und zur vollständigen Würdigung der Ziffer, mit welcher die dortigen Volksschulen demkatholischen und dem griechisch-orientalischen Glaubensbekenntnisse zugewiesen erscheinen,muß ein Umstand berücksichtigt werden, welcher jene Zahl in hohem Grade beeinflußte.Bis zum Jahre 1848 unterstanden alle Volksschulen der Bukowina dem Lembergerkatholischen Konsistorium; erst seit jenem Jahre gieng die Obsorge für einen Theil derBukowiner Volksschulen allmählich an die griechisch-orientalische Kirchenbehörde über.
Die einzige Schule, welche einem anderen christlichen Glaubensbekenntnisse zugehört,ist jene der lippowanischen Ansiedlung zu Fontina alba in der Bukowina, wo dieseHäretiker der orientalischen Kirche nach langem Widerstreben sich der Nothwendigkeitmindestens einiger Sorge für den elementarsten Unterricht nicht mehr entziehenkonnten.
In der Militärgrcnze stellen sich die Percente des Antheils, welchen die verschie-denen Religionsbekenntnisse an der Bevölkerung und an den Schulen anzusprechenhaben, folgendermaßen dar:
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21,08
70,41
8,00
0,51
Daß die Zahl der griechisch-orientalischen Schulen namentlich in der kroatisch-slavonischeu Grenze um so viel kleiner ist, als sie nach der Bevölkerungsziffer auf dieUngehörigen jener Kirche entfallen würde, hat seinen Grund hauptsächlich in der starken
Regimentsbezirke der serbisch-banatischen Grenze eine fast gleichförmige ist. Auch die Zahl derBewohner im Rayon einer Schule beträgt in derLicca 3873. im Bezirke des 1 . Banal-Regiments2983, in jenem des serbisch-banater Regiments hingegen 1000, im Romanen-Banater Regiments866. Die Gesammtziffer für die kroatisch-slavonische Grenze gestaltet sich nur dadurch etwasgünstiger, weil ihr auch die slavonischen Regimeutsbezirke Brod und Gradisca mit 2,36 und 3,07Volksschulen auf der Qnadratmeile zugehören, wo 897 und 624 Bewohner den Schulbezirk bilden,st Nur in Krain besteht eine evangelische Seelsorger-Station.