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Oesterreich.
Haft ist die Verkeilung der Schulen (wenn man Knaben- und Mädchenschulen zusam-menfaßt) auf Flächenraum und Bevölkerung des lonibardisch-venetianischen Königreichsbemessen.
Die sehr geringe Bevölkerungsziffer, auf welche je eine Schule in Tirol undVorarlberg fällt, ist durch die gebirgige Beschaffenheit des Landes (mit einer mittlerenErhebung von 537R über den Spiegel des adriatischen Meeres) und die schroffe Schei-dung der Gebirgsthäler von einander bedingt, zumal viele Schulen, zufolge der zeitweisenVerwendung der Jugend zu anderen Arbeiten, hauptsächlich nur in einer oder der an-deren Jahreshälfte regelmäßig besucht werden können.
Aus ähnlichen Gründen ist die durchschnittliche Bewohnerschaft eines Schul-Rayonsauch in Salzburg und dem vollständig eingeschnlten Theile Kärntens gering bemessen;doch sind die Schulen in beiden letztgenannten Ländern, hauptsächlich zufolge der Armutmancher Gemeinden, viel sparsamer über den Flächenranm zerstreut.
Die Vertheilung der Schulen in Oesterreich unter der Ens erscheint hauptsächlichdeshalb als sehr günstig, weil der Einfluß Wiens auf eine ziemlich weite Umgebungsich ausbreitet, wogegen die gebirgigen Landestheile in dieser Rücksicht mit dem Landeob der Ens und Ober-Steiermark fast auf gleicher Stufe stehen.
So weit die Einschulung im Küstenlande reicht, ist die Vertheilung ans Flächen-raum und Bevölkerung eine der günstigeren, Weil hauptsächlich die Küstenstriche mitihren größeren Ortschaften solcher Anstalten sich erfreuen. Doch fällt hier und indem viel minder vortheilhaft bedachten Theile Krains die bis auf ein Viertheil derGesammtheit ansteigende Zahl der nicht-directivmäßigen und Noth-Schulen schwer indie Wagschale.
Fast die Hälfte der in Galizien bestehenden Schulen gehört der Kategorie dernicht-directivmäßigen und (hauptsächlich der) Noth-Schulen an, so daß Galizien,wenn man nur die directivmäßigen Schulen ans Flächenranm und Bevölkerungvertheilt, zwischen der Bukowina und Dalmatien steht. Beide letztgenannte Ländersind die mit Schulen am schlechtesten bedachten aller deutsch - slavisch-italiänischen;doch findet zwischen beiden der wesentliche Unterschied Statt, daß die Theilnahme amSchulwesen in Dalmatien hauptsächlich in der Periode von 1841—1850 stieg und seit-her fast stationär blieb, in der Bukowina hingegen erst in neuester Zeit in raschem undbeharrlichem Aufschwünge sich befindet. *)
In der Militärgrenze gilt im allgemeinen die gleiche Gliederung der Volksschulen,wie in den dentsch-slavisch-italiänischen Ländern, und es bestehen:
Directivmäßige
Hauptschulen: Trivialschulen: Gesonderte Mädchen-schulen:
in der kroatisch-slavonischen Grenze 15 65 10
in der serbisch-banatischen Grenze 11 118 29
Neben diesen treten aber noch die Gemeindeschulen auf, welche den nicht-directivmäßigen Schulen der andern Länder am nächsten stehen, aber eine der Militär-grenze eigenthümliche Einrichtung bilden. Ihr Aufwand wird nämlich durch Beisteuernder Gcmeindcgliedcr gedeckt, ohne daß eine Sicherstellung für die Fortdauer dieserBeiträge, folglich auch für den Fortbestand einer solchen Schule vorhanden ist. Des-halb schwankt auch die Zahl derselben in den einzelnen Jahren sehr stark; im I. 1863waren in der kroatisch-slavonischen Grenze 406, in der serbisch-banatischen 326 inThätigkeit.
Werden auch diese letzteren Schulen einbezogen, so entfallen ans eine geographische
1831 1841 1851 1862
) Dalmatien besaß 31 51 158 187
Bukowina ,, 41 48 50 131
Volksschulen.