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5 (1866) Nachhülfecurse - Philologenverein
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287
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Oesterreich.

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zuzuweisen. Uneingeschulte Ortschaften können nur jene sein, welche wegen allzugroßer Entfernung oder vorhandener Verkehrshindernisse keiner bestehenden Schule zü-gewiesen werden können, weil die schulfähigen Kinder auch nicht einmal zeitweise in derLage sind, zum Besuche einer solchen angehalten zu werden. Die deutsch-slavischen unditaliänischen Königreiche und Länder haben diesfalls gegenwärtig folgende Verhältnisseaufzuweisen:

Königreiche

Länder

Hauptschulen

W

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Ä

Hiervon in denHauptstädten

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AQ L

Außerhalb der Haupt,stüdte entfallen Bewoh.ner eingetchulter Ort-schaften auf eine Schule

für Mädchen

für beideGeschlechter

für Knaben

für Mädchen

für beideGeschlechter

Oesterreich u. d. Ens .

43

34

29

5

6

1000

45

1162

87

2,99

1198

Oesterreich ob d. Ens .

5

—

3

1

6

478

1

494

7

2,-4

—

1410

Salzburg ....

2

1

—

2

6

138

1

150

9

1,08

—

972

Steiermark . . .

4

2

13

4! 6

542

127

698

31

1,S4

68,000

1413

Kärnten . ...

2

2

3

3

3

290

30

333

2

1,76

20,000

926

Kram .....

5

2

7

2

2

157

57

232

10

1 , 2 s

81,000

1637

Küstenland ....

18

14

4

64

44

102

88

334

22

2,15

102,000

1199

Tirol n. Vorarlberg .

14

15

3

407

406

939

136

1920

6

3,59

—

447

Böhmen ....

58

8

46

18

63

3520

149

3862

31

4,0 s

—

1264

Mähren ....

23

1

15

1

18

1580

83

1721

15

4,23

—

1112

Schlesien ....

8

1

2

3

8

405

—

427

4

4,53

—

1093

Galizien ....

42

10

12

7

42

1316

1118

2547

7

1,79

1,433,000

1374

Bukowina ....

4

2

2

4

1

111

7

131

7

0,sg

233,000

2000

Dalmatien....

10

2

1

93

24

9

48

187

31

0,67

71,000

2264

Lomb.-venet. Königr.

54

12

—

1709

215

—

54

2044

14

4 , 4 s

—

1196

Aus dieser Tabelle geht vor allem hervor, daß das Einschulungs-System nochimmer große Lücken aufzuweisen hat. Selbst von der Bukowina abgesehen, über welchekeine hinreichend verläßlichen Ziffern vorliegen, sind fast 30 Percente der galizischen,nahezu ein Fünftheil der küstenländischen Bevölkerung, ein Sechstheil der BewohnerDalmatiens und Krams, je 6 Percente der Bewohner Steiermarks und Kärntensnicht eingeschult, ihre schulfähigen Kinder auf jenen Unterricht beschränkt, welchen dieSeelsorger neben dem religiösen zu ertheilen in der Lage sind.

Vollständig eingeschult erscheinen nur die Bevölkerungen der stein deutschen undItaliänischen Länder (Oesterreichs unter und ob der Ens, Salzburgs, Tirols und deslombardisch-venetianischen Königreichs), dann aber jene der gesammten böhmisch-mäh-risch-schlesischen Ländergruppe, auf deren Flächenraum die Schulen zugleich sehr gün-stig vertheilt sind, indem mehr als 4 auf eine Quadratmeile entfallen und die Bevöl-kerung des RayonS einer jeden Schule nur zwischen 1100 und 1200 (oder die Zifferder schulfähigen Kinder mit geringen Differenzen um 200) schwankt. ^) Ebenso vortheil-st 2n dieser Beziehung kann nicht unerwähnt bleiben, daß in der katholischen Kirche Oester-reichs niemand znm Priesterstande gelangt, der nicht vollständige theologische Studien absolvirtund dabei Vorlesungen über Pädagogik, Methodik und Katechetik gehört hat; auch beide evange-lische Confessionen verlangen theologische Facultätsstndien von jedem zu Ordinirenden, wogegendie griechisch-nicht-unirte Kirche der dentsch-slavisch-italiänischen Länder nur in der Bukowinaeine vollständige theologische Lehranstalt besitzt.

st Nach den Kreisen Böhmens entfällt eine Schule im Egerer auf 734, im Saazer auf 820,hingegen im Prager (von der Hauptstadt abgesehen) auf 1431, im Taborer ans 1437, im Pilsenerauf 1450, im Piseker auf 1465 Bewohner. Ebenso befinden sich auf einer geographischen Qna-dratmeile 6,44 Schulen im Egerer, 5,58 im Leitmeritzer Kreise (dessen außerordentlich dichte Be-wohnung die Bevölkernngsziffer für den Rayon einer Schule auf 1314 erhöht), hingegen nur2,88 im Taborer, 2,87 im Pilsener, 2,69 im Budweiser, 2,63 im Piseker Kreise.