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Oesterreich.
an Jahresbeiträgen Leider Arten zu^, und dieser Eifer blieb so nachhaltig, daß bei-nahe die gesammte Schulverbesserung und Schnlenvermehrung ohne Beiträge des ohnehinüberlasteten Staatsschatzes durchgeführt wurde. Die Provincialhauptstädte und viele größereLandstädte setzten eine Ehre darein, ihre Trivialschulen in Hauptschulen umzugestalten, dieletzteren auch noch mit Bürgerschulen zu erweitern; die israelitischen Gemeinden Böhmensund Mährens strebten um die Wette nach Errichtung eigener Hauptschulen. Für Schul-gebäude, Lehrmittel u. drgl. wurden beträchtliche Summen opferwillig dargebracht und
In Gelde
Ln NlltnraNeiftmigen
als Capital
als Jahres-beitrag
ein für alle-mal
jährlich
zugesichert
Gul'oen österreichischer Währung.
Oesterreich n. d. Ens .
37,669
15,218
4,694
128
Oesterreich o. d. Ens .
2,288
1,050
—
—
Salzburg ....
788
151
—
—
Steiermark ....
867
724
—
Kärnten ....
—
1,753
769
80
Kram.
6,720
2,216
—
1,860
Tirol u. Vorarlberg .
11,150
1,426
—
21
Böhmen ....
—
6,553
1,789
1,529
Mähren.
7,724
8,222
169
59
Schlesien ....
20,271
1,073
4,374
211
Galizien.
114
2,914
—
2,997
Summe
87,591
41,300
11,795
6,885
2) So wie im Eingänge dieses Abschnittes die Verhältnisse vor Maria Theresias Schul-reform anmerkungsweise etwas näher detaillirt wurden, so möge auch hier aus der Fülle vonhöchst erfreulichen Thatsachen einzelnes hervorgehoben werden. Dem Beispiele der GroßcommuneWien, welche innerhalb 11 Jahren nebst den gesammten Schuleinkünften i,816,624 fl. aus all-gemeinen Gemeindemitteln für Volksschulzwecke darbrachte, folgten nicht bloß die Orte der näch-sten Umgebung (unter denen namentlich Fünfhaus, Ottakring, Grinzing n. a. hervorlenchten),sondern auch andere Theile Niederösterreichs freudig nach, so daß z. B. im politischen Be-zirke Baden die Jahresausgaben der 16 kleineren Gemeinden, vom Sitze des Bezirksamtes ab-gesehen, für Schulzwecke innerhalb eines Septenninm's sich verdoppelten (von 3200 fl. auf6400 fl. stiegen). In den S Jahren von 1851—1853 wurden in Oesterreich ob der Ens55 neue Schulgebäude hergestellt, 33 größere Adaptirnngen vorgenommen, überhaupt bis 1858für Schulbauten 480,000 fl. aus Gemeindemitteln beigetragen. Das Schulwesen von Gratz gestal-tete sich ganz neu, und die lange zurückgebliebene Süd-Steiermark begann endlich für dieVolksschule sich zu regen, während man in Ober-Steiermark den verbesserten Unterricht auch alsein Hanptmittel wider den Kretinismus schätzen lernte. Das zum großen Theil nicht eben wohl-habende Kärnten brachte aus Gemeindemitteln in den obgedachten 3 Jahren allein 12,500 fl.für die Volksschule dar, wovon die Hälfte als jährlich wicderkehrende Leistung sich fortsetzte. Imgleichen Zeiträume bestritten die Gemeinden Krains für Schulbauten einen Aufwand von17,000 fl. und übernahmen jährliche Mehrauslagen von 12,000 fl. Bis znm Jahre 1858 stei-gerte sich die letztere Summe, trotz aller Ungunst der äußeren Verhältnisse, auf 36,500 fl. Bisdahin waren aber auch 46 neue Schulgebäude eingerichtet, 8 andere erheblich erweitert worden,und selbst im Kriegsjahre 1859 wurden 50,000 fl. für Schulbauten geopfert, so daß im ganzenmindestens 200,000 fl. den Aufwand der Gemeinden in dieser Rubrik während 9 Jahren dar-stellten. Im Küstenland e begann das Streben nach Vermehrung und Verbesserung der Schulenerst etwas später, wurde aber dann so energisch gefördert, daß in dem einzigen Jahre 1856 dieGemeinden 100,000 fl. für diesen Zweck votirten; leider erlosch aber in Istrien die regere Sorgfaltfür die Jngendbildung bald wieder gegenüber der politischen Agitation. Zn Tirol, wo ohnehinder Elementarunterricht stets eifrig gepflegt wurde, bemühte man sich vorzüglich, für Kinder, welcheim Winter zur Pfarrschnle nicht gelangen können, sogenannte Stobenschulen zu eröffnen, deren