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5 (1866) Nachhülfecurse - Philologenverein
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Neander.

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explicatio, ssu siwplsx snumcratio (Uips. 1589); der allgemeine Theil dieser Schriftund ein systematisches Namensverzeichnis der Erdtheile und Länder ist schon demvüronicou als Anhang beigegeben.

Diese Ucbersicht des von N. empfohlenen Unterrichtsganges zeigt znr Genüge,wie seine Hanpttendenz auf das Erlernen des Lateinischen und demnächst des Griechischengerichtet ist, und zwar, wie N. selbst sagt, „darumb, das diese zwo läuguac die zwoschönsten InnAuao Zcnsris llumani sein, darinnen nicht allein alle menschliche Weisheitaus Erden beschrieben, gegeben und tradiret, sondern auch major pars äoctriuac coclcstisdarinnen gefastet, und dahero kuuäamcutum sein Doctrinarum, ^rtium et b'acultatuwomnium." Neben den beiden elastischen Sprachen will er auch die hebräische zueinem Unterrichtsgegenstande für alle Ltucliosos gemacht haben, „dieweil sie alma materist omninm UuZuarllm..., welche alle aus jrem Leibe gekommen, denen sie allen giebtund wiederumb von keiner Sprache etwas nimmt, oder entlehnt." Realkenntnissefallen bei dieser Unterrichtsweise nur gelegentlich aus dem Sprachstoffe ab, welcher dochvorzugsweise der grammatischen Unterweisung zu dienen bestimmt ist. Erst in denbeiden letzten Jahren wird der zusammenhängenden Behandlung philosophischer undrealistischer Disciplinen einiger Raum gestattet; aber auch dabei bildet die Rhetorik nurdie Fortsetzung des grammatischen und stilistischen Unterrichts, die Ethik ist aus Sen-tenzen lateinischer und griechischer Klassiker zusammengesetzt, während die Dialektik haupt-sächlich dem Aufbau und der Vertheidigung des dogmatischen Systems dient, und nurin der Geschichte, Physik und Geographie bewegt N. sich freier, um dem aus denKlassikern Ueberkommenen neue Thatsachen des fortschreitenden Bölkerlebens aus derneueren und ausgebreiteteren Lebenserfahrung beizufügen. Das Chroniken fügt inden üblichen Rahmen der vier Monarchien Daniels eine verhältnismäßig umfangreicheDarstellung der neueren Geschichte ein, und in der Physik wird 9t. so realistisch, daß ereinen ausführlichen Abriß der» Pathologie, Pharmakodynamik und Therapie einfügt.Ganz besonders interessant aber ist sein geographisches Compendinm. Den Werth derGeographie weiß 9t. wohl zu schätzen. Er nennt sie und die Chronologie sehr treffend(luo eZrsAii oculi uuivsrsac oiuuium actatuw. atgus tcmporum llistorias und meint,die jungen Herrn vom Adel würden sehr wohl thun, auch um diese Studien, statt nurum Reitkünste und Pferde sich zu bekümmern, damit nicht einmal in figürlichem Sinneplötzlich „saceat in vrocüis, gui modo llsuter erat." Wie sich nun aber 9t. anschickt,dem angedeuteten Unterrichtsbedürfnisss durch ein Lehrbuch zu dienen, da zeigt sich, wiedie Schulmänner jener Zeit, sobald die alten Klassiker sie im Stiche ließen, von jedemanderen brauchbaren literarischen Hülssmittel verlassen und darauf angewiesen waren,die Lücken durch ihre von den Zufälligkeiten ihres Lebensgangcs abhängigen persönlichenErfahrungen auszufüllen, lieber Griechenland, Italien und Vorderasien gab es ansGriechen und Lateinern viel zu berichten, unter den Städten Deutschlands aber haben,ohne jede Rücksicht ans ihre größere oder geringere politische Bedeutung, Orte, wieGoldberg, Wittenberg, Ilfeld, Nordhausen, Sagan und Breslau, einer besonders aus-führlichen Besprechung sich zu erfreuen; denn da hat N. Trotzendorf's Schule zu rühmenund deren Besprechung die Erzählung über den Gang seiner eignen Jugendbildung bei-zufügen, von seinen pädagogischen Bestrebungen und Erfolgen und von der Anerkennungzu reden, die ihm nachher von Magistraten und Berussgenossen reichlich entgegengebrachtwurde. Bei andern Städten verwandelt sich die Geographie in eine Biographie dortgeborener Gelehrter, oder auch in eine Bibliographie ihrer Werke. So wird bei Sevillaweitläufig von Arias Montanns und. der von ihm begründeten Antwerpener Polyglottegeredet, bei Nürnberg ein Inhaltsverzeichnis von AvcntinS Chronik gegeben. UnserHamburg, das doch damals schon bedeutend genug war, muß sich mit der Bemerkungbegnügen: „cujus ccclesiac prackuit aliguancko 1). lloanncs ^cpinus, llllcologus insignisot oxcrcitatus, clc izuo tcstari possunt scripta czuasclam tllcolvAica, guac explicatiousm

Pädug. Encukli'pädie. V. iZ