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sol exponiren und auswendig lernen, desto eher und leichter dasselbe thun möge." Im9. Jahre soll er dann das Oompsnllium verstehen und seine Regeln behalten lernen,in sämmtlichen unaufhörlich gründlich und nach allen Seiten hin eingcübt werden undzugleich Wörter und kurze Sprüche moralischen Inhaltes auswendig lernen; danebengeht der Unterricht in der Musik und im Schönschreiben her, ans welches letztere N.als Sohn eines Kaufmanns ganz besonderen Werth legt und meint: „Es gilt und hilfsthier nicht, das man für gibt, wie gemeiniglich gelerte Leute übel schreiben. Ist drumbnicht recht oder wohlgethan, Lxsmplum non sst rezula, ist auch dagegen wiederumbwar, das sie selbst an jrem bösen Schreiben keinen Gefallen Han, gern besser schreibenwolten und vonHertzen klagen, das sie es nicht besser gelernet." Im 10. Jahre wirddann Llslanobtbouis Zrammatioa parva sammt der Syntax erklärt, die Regeln werdenmemorirt, die Formenlehre wird durch beständiges Fragen und Antworten, auch durchSchreiben von Tabellen und Paradigmen eingeübt, und dabei beginnt die Erklärungjener Sentenzen aus Cicero, Plautus und Terenz, welche sowohl zu sachlicher Unterwei-sung, als zur Grundlage für lateinische Ausarbeitung dienen müßen; und damit derKnabe dieses Stoffes vollkommen mächtig werde, soll mit denselben Hebungen auch nochdurch das ganze 11. Jahr hindurch fortgefahren werden. Im 12. Jahre erst beginntdie eigentliche Lectüre der lateinischen Classiker, unter welchen Cicero, Terenz, Virgilund Ovid besonders hervorgehoben werden, und aus welchen fleißig Excerpte vonSentenzen gemacht werden sollen, und damit verbindet sich der erste Unterricht inder Prosodie und die Anleitung zur Anfertigung lateinischer Verse. In den drei fol-genden Jahren, also vom 13.—15., reiht sich an das Frühere die Einführung indie griechische Sprache und Literatur, wofür ganz dieselbe Methode, wie für das La-teinische, empfohlen wird, auch von N. durch entsprechende Schulbücher gesorgt ist. Außerden für Anfänger bestimmten und bereits angeführten Orasoas linZuas labulao (La-silsas 1564) verfaßte er die ausführlicheren Orasoas linguas srotsmata (Lasilsas 1565),Welche den im Griechischen weiter Fortgeschrittenen ähnliche Dienste leisten sollten, wieim Lateinischen die große Grammatik Melanchthons, und dazu die OnomoloZia Arasoo-latiua in 2 Büchern (Lasilsas 1564). Mit aller Entschiedenheit dringt er darauf, daßauch das Griechische durch schriftliche Arbeiten geübt werde und selbst zur Anfertigunggriechischer Verse giebt er in seinen 6 Büchern Os rs postioa Orasoorum (Lipsias 1592)ausführliche Anleitung. Das 6. Buch dieser Schrift enthält eine der entsprechendenSammlung aus den lateinischen Schriftstellern parallel gehende Sammlung Oooutionumst tormularum Orasoarum oratoriaruw, seouuäum tria oausarum gsnsra llistributa-rum st oontsxtarum tsrs all sxsmpla st kormulas spistolarum. Den Stoff zur Lectüreendlich sollte das Opus aursum st sollolastioum bilden, in guo oontinsutur L; tbaZo-rae oarmina aurea, LbooMllis, IbsoAniäis et aliorum poemata (lapsias 1574); diese„alii" sind Nilns, Colnthus, Tryphiodorus, Cointus und Lucian, welchen noch die 2Bücher des Gnomologikons und 2 Bücher ^poxbtbsZmata eingereiht sind, alles mitlateinischen Uebersetzungen und Erklärungen versehen. Mit dem 16. Jahre kommt derUnterricht im Hebräischen hinzu, für welchen N. wiederum durch Labulao AiammatioaoOsbrasas linZuas (mir liegt eine Wittenberger Ausgabe von 1640 vor) und durch dieLaustae liuZuas Osbrasas srotsmata (Lasil. 1507) gesorgt hat, Welchen auch, ähnlich wieseinen lateinischen und griechischen grammatischen Schriften, Ilsstimonia vstsrum Os-brasorum Labinorum, Lbalmullistarum ao Oabalistarum äs Obristo und ^popbtbsg-mata, orasula, provsrbia ao sontsntiae Osbrasolatinas beigefügt sind. Das 17. und18. Jahr endlich sollte den Schüler noch in die Dialektik, Rhetorik, Physik, Chrono-logie, Ethik und Geographie einführen, um ihn dann, wohlvorbereitet, zu den akade-mischen Studien zu entlassen; und auch über jene Disciplinen waren N.s eigene Com-pendien zur Hand: über die Dialektik und Rhetorik (Islsb. 1581; nuns xostrsmumrsooAnitum Vireb. 1594), die Physik (Vitsb. 1587), ferner das OIrronioon (s. 1.1583),die Ltbios vstus et sapisns (Oixs. 1590) und die Orbis tsrras partium suooinota