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Tahler —
Antike. Die erste größere unter seinenArbeiten, welche von einer seltenen Fer-tigkeit, aus dem Großen plastisch zu redu-zieren, zeugen, waren die Modelle zu denungarischen Krönungsmedaillen. spatererrang er sich die Ernennung zum Kam-mermedailleur durch die beiden ebenso poe-tisch konzipierten wie meisterhast ausge-führten Orientmedaillen, nämlich dieSuez- und die Jerusalem-Medaille; aufden Bildseiten beider gehören die Köpfedes Kaisers zu den besten Bildnissen desMonarchen. Dazu kam später, abgesehenvon vielen bloßen Porträtmedaillen, nochdie höchst originell gedachte auf die Enthül-lung des Kaiser Mar-Denkmals in Triest.
Tahler lfpr. te'hl'rl, Frederick, engl.Jagdmaler in Aquarell, geb. 30. April'1804 zu Elstree Herts (Hertfordshire),wurde Schüler der Akademie unter Saß,ging dann nach Italien und kam auf derRückreise nach Paris, wo er Studien nachder Natur und nach Gericault machte undmit Delaroche und Bonington in Verkehrtrat. Die Motive seiner Bilder entlehnteer großenteils den schottischen Hochlan-den, wo er als eifriger Jäger die Tier-welt studierte. Aus seinen zahlreichenWerken erwähnen wir nur unter denspäter»: Fischotterjagd in den Hochlanden,nach dem Treibjagen, das Warten aufdie Hetzhunde, die Falkenjagd, Mahlzeitim Wald, Geschäft und Vergnügen, derländliche Wundarzt, Morgen auf derJagd zur Zeit Georgs II., des WildjägersTochter und Vieh im Fährboot. SeineBilder zeichnen sich durch große Natur-treue, ungemeine Wahrheit in den Bewe-gungen der Tiere und kräftige Farbe aus.1855 wurde er bei Gelegenheit der PariserAusstellung Ritter der Ehrenlegion; 1858—1871 war er Präsident der Gesellschaftder Aquarellisten in London. — Auch seinSohn Norman T. machte sich durcheinige landschaftliche Aquarelle bekanntund wurde 1878 Genosse der Gesellschaftder englischen Aquarellisten.
Teichs, Friedrich Adolf, Histo-rienmaler, geb. 1812 zu Braunschweig,studierte anfangs Jurisprudenz, ging inMünchen zur Architektur und dann zurMalerei über, machte Studienreisen in
Teschendorfs.
Ungarn, Tirol und Oberitalien und be-suchte die Akademie in Düsseldorf (1834—1833). Seine historischen und Genrebilderzeigen wohl ein Gefühl für Schönheit derKomposition und der Linien, sind aber imKolorit meistens ohne große Wirkung. Znden besten gehören: gefangene Griechenvon Mamelucken bewacht (1837) und dasTotenmahl der Girondisten (1849), dasseiner Zeit durch die ergreifende Situationund die trefflichen Charaktere große Be-wunderung erregte. Späterbrachteer noch:Besuch im Kloster, trat aber seit den 60erJahren wenig mehr in die Öffentlichkeit.
Ten Kate» Hermann, s. Kate.
Tcnniel lfpr. tcmiihl), John, engl. Hi-storienmaler und Illustrator, geb. 1820zu London, zeigte schon früh ein großesTalent zur Malerei, bildete sich gauz alsAutodidakt aus und machte sich zuerst1845 bekannt durch seinen preisgekrön-ten Karton: die Gerechtigkeit, der, in derWestminsterhalle a-I Lesao ausgeführt,ein Werk von großer Meisterschaft ist.Nachher widmete er sich, abgesehen voneinigen kleinern Bildern für Privatsamm-lungen, ganz derJllustration des-'I'unvll«,der Weihnachtsbüch er, der Fabeln des Äsop,des Journals »Ones s. vssk« und an-drer Bücher und Zeitschriften.
Teschendorfs, E m i l, Historien-, Genre-und Porträtmaler, geb. 1823 zu Stettin,studierte anfangs Theologie, ergriff danndie Malerei und wurde Schüler vou Pi-loty in München, malte dort zunächst meh-rere naturalistische Bilder aus dem Le-ben Luthers und zog hierauf nach Berlin,wo er anfangs viele Bildnisse malte. MitbesondererVorliebekultiviert erdie Einzel-figur in malerischer Attitüde, bald Ge-stalten aus dem Altertum, bald aus Dich-tern oder aus der modernen Welt, z. B.:Julie mit dem Schlaftrunk, Kleopatra,Ariadne, Zeitvertreib (1880). Seiner Nei-gung zum Sentimentalen und Melancho-lischen entsprechend, hat er ein zartes, duf-tiges Kolorit, das sich aber bei tragischemInhalt (Ödipus und Antigone, 1879) zugrößerer Kraft erhebt. Einen klaren, hei-tern Ton zeigte sein ganz romantisch be-handeltes Bild: Konradins Abschied vonscinerMutter in Hohenschwangau (1868),