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Biographisches Künstler-Lexikon der Gegenwart : die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke
Entstehung
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Abadic (fpr. abadih), Paul, franz.Architekt, geb. 9. Nov. 1812 zu Paris,Sohn des gleichnamigen Architekten, warvon 1835—38 Schüler der Avals desbearix-urts unter dem Architekten JulesLeclcrc und Schüler des Malers Alaur.1840 bei den Bauarbeiteu der Archive an-gestellt, wurde er 1845 unter Lassus undViollet le Duc Inspektor der Restaura-tionsarbeiten in der Kirche Notre Dame,1849 Diöcesanarchitekt, 1871 Mitgliedder Kommission für die historischen Denk-mäler und 1875 Mitglied des Instituts.Die bedeutendsten seinerzahlreichcn Werkesind: die St. Fcrdinandskirchein Bordeaux,das Stadthaus in Angouleme, mehrereKirchen daselbst wie in Perignenr, Ber-gerac und in der ganzen Gegend derDordogne, Charente und Gironde; seinHauptwerk aber ist der ihm infolge einerKonkurrenz 1874 übertragene Ban derHcrz-Jesnkirche auf dem Montmartre.1856 erhielt er das Ritter- und 1869 dasOffizierkreuz der Ehrenlegion.

Abbcma, Wilhelm von, Kupfer-stecher und Radierer, geb. 1812 zu Krefeld,widmete sich der Kupferstechcrknnst, beson-ders nach neuern Landschaftsmalern derDüsseldorfer Schule, worin er seiner ZeitTressliches leistete. So stach er nach Les-sing deii bekannten Klosterbrand (Staffagevon Dinger gestochen), Erstürmung einesKirchhofs (Staffage von Werner gestochen),Jäger bei einem Lagerfeuer und mehrereWaldlandschaften, nach A. Cappelen einenorwegische Landschaft, nach A. Achen-bach einen Kiefernwald im Schnee, nachSchenren eine Landschaft im Charakter desRheins, drei Landschaften nach Lindlar, an-dre nach Karl Roß, ebenso nach eigner Zeich-nung zwei Ansichten des Kölner Doms.

Künstler-Lexikon.

Absolon, John, engl. Aquarellmaler,geb. 5. Mai 1815 zu London, mußte vonseinem 15. Jahr an durch Malen vonMiniatnrporträtcn und Theaterdekoratio-nen sein Brot verdienen, machte dannStudien im Britischen Museum undbrachte 1837 sein erstes Ölgemälde, eineScene ans der biblischen Geschichte, dieaber keinen Erfolg hatte. Um sich weiterausznbilden, ging er auf ein Jahr nacbParis. Sein erstes Bild, welches Glückmachte, war 1842 der ins Gefängnis ge-führte Vikar von Wakefield, der mehrereAufträge zur Folge hatte, die A. in ge-schickter Weise mit einfacher Wahrheitmeistens als Aquarelle ausführte. Dahingehören: dieAnglcr (1845), Einfädeln derNadel, die erste Nacht im Kloster, Tauf-scene aus der untern Volksklasse (1856)und komische Scene in der Werkstatt einesGoldschmieds (1860). Noch mehr Beifallfand durch geschickte Komposition und ge-sunden Humor sein Ölbild: Bonlognc.Weniger gelangen ihm Genrebilder crn-stern Inhalts. Daneben malte er seit den60er Jahren häufig Landschaften aus Ita-lien und der Schweiz.

Achard lspr. aschährl, Aleris Jean,franz. Landschaftsmaler, geb. 18. Juni1807 zu Voreppe (Jsere), kam 1835 nachParis, bildete sich in der Malerei als Au-todidakt aus, machte eine Reise nach Ägyp-ten und stellte seit 1839 eine Reihe vonsehr ansprechenden Landschaften teils ägyp-tischer, teils französischer Gegenden aus,z. B.: aus der Umgebend von Kairo, Thalder Jsere (1844), die Grande Chartreusc(1845), Mühle von Cremieu (1848),Herbstlandschaft im Thal der Jsere (1853),ani Ufer des Meers bei Honfleur (1861),Wasserfall im Hohlweg (1863, Museum1