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Biographisches Künstler-Lexikon der Gegenwart : die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke
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Junker — Kaiser.

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und behandelte teils derartige Gebirgs-gegenden, teils auch die deutschen Wälderund Mittelgebirge. Seine zahlreichenLandschaften sind fast alle von ansprechen-der, zuweilen auch nur von ziemlich pro-saischer Komposition, kraftvoller Färbungund glänzender Beleuchtung. Zu den bc-dentendern gehören: deutsche Landschaftmit Hirschjagd, Uri-Rotstock am Vierwald-stätter See, das Lauterbrunner Thal, ausdem Bodethal, der Wallensee, Abend amBrienzer See, das Wetterhorn, der obereReichenbachfall bei Meiringen, aus demSchachenthal, Motiv von Salzburg, derGosausee, Sorrent, Capri, der Königsseemit dem Watzmann u. a.

Junker, Hermann, Gcnrcmalcr,geb. 1838 zu Frankfurt a. M., widmetesich anfangs der Lithographie, wurde dannSchüler des Städelschen Instituts unterJakob Becker und Steinle, bildete sich von1860 an unter Hausmann und 1862—1864 in Paris und Amsterdam weiter aus.Nach Frankfurt znrückgckehrt, malte ermanche wohldurchdachte" Genrebilder vontrefflicher Zeichnung, z. B.: AuerbachsKeller, des Künstlers Erdenwallen, diePrüfungskommission (1865), Poesie und

Prosa (1867). Später illustrierte er inZeichnungen wie in Ölbildern den Kriegvon 1870/71 in geistreicher, gewandterWeise, z. B.: die Perkündigung des Ver-sailler Friedens in Frankfurt und Hel-denthaten einzelner Krieger und kleinereGruppen. Eine seiner neuesten Kompo-sitionen ist ein Cyklus von zwölf Bildernaus dem Leben Goethes von dessen Kin-derjahren an bis zu dem Jubelfest in Wei-mar 7. Nov. 1825. Er gab auch einanatomisches Werk über die weiblichenFormen (1864) heraus.

Jutz, Karl, Tiermaler, geb. zu Wind-schlag in Baden. Sein freilich nur be-schränktes Fach, inwelchemer sich in Mün-chen und in Düsseldorf zu einem sehr ge-schickten Meister ausbildete, sind die kleinenHaustiere, das Geflügel und die Insekten,die er in den verschiedensten Situationengewöhnlich in kleinen Dimensionen mitgroßer Natnrwahrheit, oft mit viel Humorund mikroskopischer Genauigkeit darstellt,z. B.: Hühner und Enten, Hühner undPfau, der Hühnerhof, das stille Plätzchen,Maikäferjagd, am Richtplatz, viel Lärmum nichts, der böse Nachbar, Hühner beiRegenwctter u. a. Er lebt in Düsseldorf.

K.

Kaiser, 1) Friedrich, Historien- undSchlachtenmaler, geb. 21. Jan. 1815 zuLörrach in Baden, war anfangs Litho-graph, ging aber, in Paris durch dieSchlachtenbilder Horacc Vernets veran-laßt, zur Malerei über. Nachdem er sicheinige Jahre in München ansgcbildethatte, wandte er sich nach Karlsruhe undschilderte mehrere Sccnen des badischenAufstands, infolge deren er von dem da-maligen Prinzen von Preußen betrogenwurde, 1850 nach Berlin zu ziehen. Dortbegann er mit andern kleinern Bildernaus dem badischen Feldzug und brachteauch größere Historienbilder, z.B.: Schlachtbei Tagliacozzo. Reichen Stoff für seinemilitärischen Scenen boten ihm die Kriegevon 1864 und 1866, weniger der von1870/71. Es sind keine größcrn Schlach-Kllnstler-Lexikon.

tcnbilder, sondern meistens Kampfepiso-den , worin er dramatische Momente mitgroßer Anschaulichkeit und Wahrheit, oftmit vielHnmorschildcrt. ScineZeichnungist flott und gewandt, sein Kolorit hell undzuweilen etwas bunt. Zn den besten Bil-dern aus seiner frühern Zeit gehören: dieErstürmung von Korfu, Verwundung desPmnzcn Friedrich Karl bei Wiescnthal,Bivouak vor Düppel, und aus der jüng-sten Zeit das figurcnrciche Bild: vor Pa-ris, "wo Kaiser Wilhelm eine Geschütz-Position inspiziert. Früher malte er auchbisweilen biblische Bilder.

2) Johann Wilhelm, Holland. Ku-pferstecher, geb. 5. Jan. 1813 zu Amster-dam, war auf der dortigen Akademie Schü-ler von Taurcl, diente dann einige Jahrein der Artillerie, kehrte zu seinem Künft-ig