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Puvis de Chavannes — Ouaglio.
Hallstätter See, die Schiffbrüchigen, Ge-witterabcnd am Traunsee, an der Küsteder Normandie (1873) und die etwas er-centrischc Küste von Sorrent.
Pums de Chavannes tspr. piiwihIchäwänn), Pierre, franz.Maler derHistorieund des idealen Genres, geb. 14. Dez. 1824zu Lyon, Schüler von Henri Scheffer undvon Couture, widmete sich besonders derdekorativen und der monumentalen Ma-lerei, die er im Sinn der großen Cinque-centisten wieder einzuführen sucht. Ansdas erste, noch wenig beachtete Bild dieserArt, Rückkehr von der Jagd (1853), fürden Spcisesaal seines Bruders, folgten diebeiden durchschlagenden, viel besprochenen:strieden und Krieg (1861), ebenso in zweiBildern Ruhe und Arbeit (1863) undeine symbolische Darstellung des Landle-bens in der Picardie unter dem Titel: ^.vskicaräia nntrix (1865, sämtlich im Mu-seum zu Amiens), diese letztem drei frei-lich schon bedeutend schwächer als Friedenund Krieg. Ähnliche Schöpfungen, großen-teils symbolische oder allegorische, sind:der Herbst (1864), die Nacht, die Wach-j samkeit, die Phantasie, das Spiel und die
nebst mehreren andern für das Museumin Marseille gemalten: Massilia und derSommer (1873). Inzwischen hatte craberauch wirkliche Historienbilder begonnen,z. B.: Enthauptung Johannis des Täufers(1870), die Stadt Paris während derBelagerung im letzten Krieg und Scenenaus dem Leben der heil. Genoveva (fürdas Pantheon), die, ganz im Geist seinerfrühem Kompositionen gehalten, zwar desorganischen Zusammenhangs entbehren,aber eine sehr edle, poetische Auffassungund einen klaren, ätherischen Farbentonzeigen. Nicht allgemein gefielen dagegenseine neuesten Bilder: junge Mädchen amStrande des Meers und der verlorne Sohn(1879). 1867 erhielt er das Ritter- und1877 das Offizierkrenz der Ehrenlegion.
Pnhrochc tspr. pmroschl, Elise, geborneWagner, Blumenmalerin, geb. 31. März1828 zu Dresden, kam durch ihre Ver-heiratung nach Lyon (vgl. Salles, Adel-heid) , würde hier Schülerin von Samt-Jean und widmete sich dem genanntenFach, worin sie es zu großer Meisterschaftbrachte. Von ihr im Museum zu Dresdender zerrissene Kranz (1850).
Q.
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Quaglio tipr. kwälljo). Von dieser schonvor Jahrhunderten von den Ufern desCorner Sees nach Bayern und der Kur-pfalz eingewanderten bcrühmtenKünstler-sannlie leben gegenwärtig in Münchennoch: 1) Angeio O., Architektur- undTheatermaler, geb. 13. Dez. 4829 daselbst,Sohn des Hoftheatermalers Simon O.(gest. 1878), des jüngsten Bruders des be-rühmten Domenico O. (1787—1837). Erbegann 1842 seine Studien im Architektur-und Perspektivzeichnen unter seinem Vaterund erhielt gleichzeitig Unterricht im Fi-gurenzeichnen von Franz Adam. 1850wurde er als Hoftheatermaler angestellt,machte 1854 und 1855 Studienreisen nachDresden, Berlin, Hannover, Paris undBrüssel und beschränkte seine Thätigkeitnicht auf die Hofbühne in München, son-dern führte auch für andre größere Thea-
ter Dekorationen aus. 1869 erhielt erinfolge seiner Leistungen für die Hof-bühne in Dresden den Albrcchtsorden.1873 errichtete er ein großes Atelier fürTheatermalerei, aus dem bereits viele ge-schätzte Arbeiten hervorgingen. —2) Eu-gen Q., geb. 1857 zu München, ebenfallsArchitektur-, Dekorations- und Theater-maler, Sohn und Schüler des vorigen, indessen Fnßstapfen er rüstig weiter schrei-tet. — 3) Franz Q., Genremalcr, geb.1844 zu München, jüngerer Bruder vonAngclo Q. (s. d.), erhielt den ersten viel-seitigen Unterrichtvon seinem VaterSimonQ., wurde später ebenfalls Schüler vonFranz Adam und bildete sich daneben auchunter Joseph v. Brandt aus. In feinund zierlich gemalten Bildchen gibt er cha-rakteristische , stark begehrte Darstellungenaus dem Leben der Kunstreiter, Seiltänzer