Tancredi —
durch bas Studium der dortigen Naturausbildete uud 1858 Mitglied der Natio-nalakademie wurde. Unter seinen inAmerika sehr geschätzten Tier- und Jagd-bildern nennen wir: die Ente uud ihrJunges (1868), das aufgeschreckte Hasel-huhn (1869), unsre Lieblinge (Landschaftvon James M. Hart), Rebhiihnerjagd(1871), das Warten auf die Boote (mitHart), eingeschneit rc.
2) John R., amerikan. Landschafts-maler, geb. 1834 zu Cincinnati, zeigteschon früh ein künstlerisches Talent, wid-mete sich aber erst in später» Jahren derMalerei. 1852 ging er nachItalien, malteeinige Jahre in Florenz und Rom alsDilettant, beschäftigte sich mehr mit litte-rarischen Arbeiten und gab 1858 Gedichteunter dein Titel: »Oslos lar nlsnts« her-aus. 1859 abergiugernach Düsseldorf, woer mit Einschluß seiner Studienreisen elfJahre verweilte und Schüler von AugustWeber und A. Achenbach war. Späterschlug er eine von beiden Lehrern verschie-dene Richtung ein. Unter den mehr in derZeichnung als im Kolorit ausgezeichnetenBildern, mit denen er namentlich dieeuropäischen Ausstellungen beschickte, sinddie bedeutendsten: Wasserfall in den Pyre-näen, Meiringen in der Schweiz, derWalensee daselbst, Einsamkeit, Abend amSee, eine Idylle aus Tirol und der Som-mer. Bor einigen Jahren ließ er sich inBaltimore nieder.
Tancredi, Raffaello, ital. Malerdes historischen Genres, geb. 1838 zu Rc-sina bei Neapel, war Schüler von Man-cinelli in Neapel, ging 1869 nach Florenzund konkurrierte dort um den ersten histori-schen Preis mit dem Bild: Bnosa da Dueravon seinen Mitbürgern erkannt und be-schimpft. Obgleich das Bild sehr gerühmtwurde, erhielt sein älterer Nebenbuhler denPreis, er dagegen den Orden der italieni-schen Krone. Unter seinen dann folgendenBildern sind zu nennen: der neapolitanischeAdmiral Caracciolo auf Befehl des eng-lischen Admirals Nelson am Mastbaumeines Schiffs aufgchänqt 1799 (im Besitzdes Königs von Italien), Rückkehr KönigFerdinands IV. von Neapel von der Jagdund einigeGenrebildcr aus demVolkölcben.
Tautenhahn. 515
Tassara, Giovanni Vattista, ital.Bildhauer, geb. 1841 zu Genua, widmetesich ans der dortigen Akademie vorzugs-weise der idealen Skulptur, machte 1860als Offizier den Feldzug in Sicilien mit,kehrte dann nach Genua zurück und ließsich 1861 in Florenz nieder. Die erste sei-ner bedeutendem Arbeiten war eine Gruppevon Liebesgöttern, dann folgten: siiigendeEngel, eine ans den Ausstellungen in Mün-chen und in Wien sehr gerühmte Vase,umsponnen mit reichen Figuren, die denKampf der Leidenschaften im Menschendarstellen und hierin eine an Michelangeloerinnernde Phantastisch-wilde Energie ent-wickeln; später, nachdem er sich 1873 eineZeitlang in Wien aufgehalten, brachte er:eine Kolossalstatue des Moses für die Ka-pelle des Campo Santo in Genua, zweiMarmorkandclaber mit Putten in Reliefs,eine Nereide und ganz neuerdings einDenkmal Bellinis für den Dom in Cata-nia auf Siciticn. Er ist Professor derAkademien zu Florenz und Genua.
Tatkclew, Vogisny, ein erst in jüng-ster Zeit als bejahrter Mann bekannt ge-wordener russischer Maler, der, geboren um1813 alSSohn eines Leibeignen, inseincmHerrn einen Beförderer seiner künstleri-schen Bestrebungen fand, diesen aber sehrbald durch den Tod verlor, dann ein wechsel-vollcs Leben führte, 15 Jahre lang Soldatwar und nach seiner Entlassung für dieWitwe seines ehemaligen Herr» mehrereBilder malte. 1854 machte er den Feld-zug in der Krim mit, schlug sich späterkümmerlich durch, bis sein Skizzenbncheinem Reisenden unter die Augen kam,der ihn veranlaßt, einige Bilder für dieAusstellung in Moskau 1873 zu malen.Sie stellten Scenen aus dem Krieg in derKrim dar, machten durch ihre überwäl-tigende Darstellung, ihre ergreifende Na-turwahrheit und ihr glänzendes, anHoraccVernet erinnerndes Kolorit großes Auf-sehen nnd wurden für 60,000 Rubel fürdie Gallerie des Winterpalastcs in Peters-burg angekanft.
Tantenhi»)», Joseph, Medailleur,geb. 1837 zu Wien, machte als Schülerder dortigen Akademie unter Franz Bauerstrenge Studien nach der Natur und der33» -