Fabarius — Facd.
165
F.
Fnbarius, Friedrich Wilhelm, Land-schafts- und Seemalcr, geb. 25. Jan. 1815zu Mülheim an der Ruhr, wurde fürdenKanfmannsstand bestimmt und mußtediesem Beruf trotz seines Wunsches, Ma-ler zu werden, bis zum 4b. Jahr treubleiben, trieb aber nebenbei die Male-rei. Erst 1860 trat er ganz zu ihr über,zog nach Düsseldorf, malte unter Anlei-tung des viel jüngern A. v. Wille undmachte seine Studien nach den WerkenAndr. Achenbachs, hauptsächlich aber aufReisen an den Küsten von Holland undBelgien und nach den Werken der altenNiederländer. Unter seinen sehr anspre-chenden Küstenbildern erwähnen wir: hol-ländische Heringsfänger, der gestrandeteDreimaster an der holländischen Küste,das Jnseebriugen eines Rettungsboots,Fischerboot an der norwegischen Küstescheiternd und Sturm in den Schären ander schwedischen Küste.
Fabcr du Faur lipr. -du-söhri, Ottovon, Schlachtenmaler, geb 3. Juni 1828zu Ludwigsburg bei Stuttgart, Sohn desauch als Schlachtenmaler bekannten Ge-nerals Christian Wilhelm F. (gcst. 1857),diente ebenfalls im Militär, ging aber,nachdem er den Feldzug von 1866 alsRittmeister mitgemacht hatte, gleich sei-nem Vater zur Malerei über, die er auchschon vorher in München unter Kohcbneund 1852 in Paris unter Pvon betriebenhatte. Durch jenen Krieg wurde er zuSchlachtenbildern angeregt, die er mit gro-ßer Sachkenntnis, geschickter Kompositionund malerischer Wirkung auszuführenweiß. Zuerst waren es Scenen aus denNapoleonischcn Kriegen, wie: dieLützow-schen Jäger, Napoleons Rückzug aus Ruß-land, oderauch ungarische Weidepferde,dann ans denr Krieg 1870/71 eins der Ge-fechte von Champigny und die auch imKolorit sehr anziehende Ablieferung derfranzösischen Kavalleriepferde nach derSchlacht bei Sedan (1872), worin die Ruheder Sieger ebenso imponierend wie dieLeidenschaftlichkeit der Besiegten mannig-faltig ausgedrückt ist. Weniger gelungen
war ein Bild ganz andern Inhalts: dasEnde derOphelia, und wiederum(1874) dieAbreise Friedrichs von der Pfalz von Pragnach der Schlacht am Weißen Berg, letz-teres eigentlich nur ein lebendiges Genre-bild mit zu starker Betonung einer Neben-grnppe. Auch die Attake der Chasseursd'Afrique erschien mehr als eine trefflichkomponierte Skizze denn als ein abge-schlossenes Bild. Ans der Ausstellung inMünchen 1879 hatte er neben einem sehrgelungenen lebensgroßen Reiterporträtdes deutschen Kronprinzen zwei Bilderandrer Art: lagernd? Araber und Ver-kauf Josephs nach Ägypten.
Facd tspr.feh-idl, 1)John, schottischerGenremaler, geb. 1820 zu Burley Millals Sohn eines Ingenieurs, zeigte schonfrühzeitig künstlerische Anlagen und maltemehrere Miniaturbilder, bis er 1841 nachEdinburg auf die Akademie kam, wo erschon im folgenden Jahr kleine Genre-bilder ausstellte, deren Verkauf ihn zugrößerer Thätigkeit anspornte. Zu denersten Bildern gehören Shakespeare undseine Zeitgenossen (1850) und die beidenJllustrationsserien: der Samstagsabcnddes Landmanns und die Heimkehr desSoldaten. 1864 kam er nach London undbrachte dort auf fast jede Ausstellung Bil-der, zwar mit großer Sorgfalt ausgeführt,aber ohne viel inneres Leben und Gefühl,z.B.: das Schützenfest, Katharina Sefton,Haddon Hall vor alters, der Steigbügcl-trunk, des Försters Tochter, und als dieneuesten: Goldsmith in seinem Studier-zimmer (1877), die Mußestunde und deralte Korbflechter. Sehr gelobt wurden da-gegen: der alte Krämer n. Nach dem Sieg.
2) Thomas, schottischer Genremaler,jüngerer Bruder des vorigen, geb. 1826zu Burley Mill, lernte zuerst unter sei-nem Bruder und später in der Zeichen-schule zu Edinburg, wo er, wenn auch nurkurze Zeit, unter der Leitung von W. Al-lan stand und mehrere Preise davontrug.Nachdem er mit einem Aquarellbild de-bütiert hatte, begann er die Ölmalerei nritGenrebildern und that 1849 mit dem oft