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Priou —
porträtierten Nadschas heraus und brachte1880 ein kolossales Bild des vom Vice-könig Lord Lytton 1. Jan. 1877 in Dehliabgehaltcnen Kaisertags.
Prioulspr.prmh), Louis, franz.Genre-nialer, geboren zu Toulouse, war anfangsSchüler der Kunstschule in Bordeaux undbildete sich nachher unter Cabanel inParis. Seit 1874 machte er sich durchmehrere geistreiche Genrebilder, oft demantiken Mythus entlehnt, bekannt, z. B.:eine Satyrsamilie, Erziehung jungerSatyrn, Nymphe im Wald, Liebesspiele,die ersten Leiden eines jungen Satyrs(1878).
Probst, Karl, Genre- und Porträt-maler, geb. 1854 zu Wien, Schüler vonAngeli, strebt in der pikanten Behandlungder Details seiner Genrefiguren Meisso-nier nach und erinnert in dem Glanz derStoffe und Geräte an Willems, währendseine Gestalten offenbar auf dem Wie-ner Boden gewachsen sind und WienerBlut in sich haben. Dahin gehören unterseinen Bildern (meistens Einzelfiguren):der Marinemaler (1876), eine Damevom Balkon herab die Tauben von SanMarco fütternd, Danie vor dem Bü-cherschrank, Mädchen in der Kirche. ImPorträt hat er eine schlichte, natürlicheDarstellungsweise, die das psychologischeMoment betont.
Protliis ijpr. protah), PaulAlerandre,franz. Schlachtenmaler, geboren 1826 zuParis, Schüler von Desmoulins, wurdedurch das malerische Lagerlcben der Sol-daten angezogen, begleitete die französischenTruppeir nach der Krim und nach Italienund brachte aus diesen Feldzügen eine Reihevon Scenen vor und nach dem Kampf,die ihm große Popularität verschafften.Zuerst schilderte er zwar auch eigentlicheSchlachten, wie 1857 das chaotische Ge-tümmel der Schlacht von Jnkjerman und1859 den Angriff auf den sogen, grünenHügel bei Sebastopol; dann aber ging ermehr zu dem militärischen Sittenbildüber, worin jetzt seine Hauptstärke besteht.Dieser Art ist z. B. der Abend auf demMarsch im italienischen Feldzug (1861),ein Bild von überzeugender Wakrhcit;noch bedeutender sind: (1863) der Morgen
Püttner.
vor dem Angriff und der Abend nach demKampf, die allgemeine Bewunderung er-regten; ebenso das Ende der Rast, Über-gang über den Mincio, ein Begräbnis in derKrim, Rückkehr ins Lager (1865), die frei-lich hin und wieder eine denKriegern nichteigne Feinheit der Empfindung zeigen.Dazu kamen später: ein verwundeter Sol-dat, ein Bivouak (1866), die Nacht vonSolferino (1870), und aus dem letztenKrieg: die Armee bei Metz 29. Okt. 1870,Gefangene bei Metz 1. Nov. 1870, fran-zösische Garden, Schweizer Garden (1875),der Etappenplatz (1876), Flußübergang(1877) u. a. 1865 wurde er Ritter und1877 Offizier der Ehrenlegion.
Püttner, Joseph Karl Barthol., Ma-rinemaler, geb. 1821 zu Plan in Böhmen,war anfangs in einer Porzellanfabrik be-schäftigt, ging dann nach Wien, wo erdurch sein Zeichentalent sich ernährte, biser Zeichenlehrer beim Grafen Zichy in Un-garn wurde und Studien nach der Naturmachen konnte. Als er 1846 zu seinerweitern Ausbildung nach Italien wan-dertc, wurde er vom Anblick des Meers sogefesselt, daß er beschloß, sich ganz der Ma-rinemalerei zu widmen. Nach einem ein-jährigen Aufenthalt in Rom kehrte ernach Wien zurück und erhielt als damalseinziger Marinemaler Wiens zahlreicheAufträge. Entscheidend für ihn war be-sonders eine Reise nach Hamburg (1850),wo der Senator Godeffroy ihn in denStand setzte, 1851 auf einem seiner Schiffeeine große Reise zu machen um das KapHorn nach Valparaiso, nach mehrerenInseln des Stillen Oceans und zurück überValparaiso ins Innere von Südamerikaund nach den Kordilleren, dann wiederan der Westküste Südamerikas über dieLandenge von Panama nach Westindienund Nordamerika und von da über Eng-land nach Hamburg und Wien zurück.Als Ergebnisse dieser Reise brachte er diefreilich nicht immer in direkter Verbindungdamit stehenden Bilder: Seesturm undSchiffbruch am Kap Horn (1854, Galleriedes Belvedere), aus den Lagunen Venedigs(1857), Seeschlacht bei Helgoland (1864),Seeschlacht bei Lissa (1866), Mondscheinam Strand, Schiff in der Brandung, der