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Jourdain —
Poesie an der Neuen Oper (1867). 1843wurde er Ritter und 1861 Offizier derEhrenlegion, 1857 Mitglied des Institutsund 1863 Professor der Skulptur an derUools des bes-ux - urts.
Jourdain (spr. schurdang), Roger Jo-seph, franz. Landschafts- und Gcnremaler,geb. zu Louviers (Eure), Schüler von Ca-banel in Paris, maltlandschaftlicheGenre-bilder, die wegen ihrer Empfindung undreizenden technischen Behandlung sehr ge-rühmt werden, z. B.: der Auszug zumFischfang, Teppichbazar in Kairo, Venedigund (l8?9 in München ausgestellt) aufdem Frachtschiff.
Jourdan lspr. schurd-ing), 1) Adolphe,franz. Maler, geb. zu Nimes, Schüler vonJalabert, malt anmutige, freilich auch oftetwas lüsterne Kompositionen von ele-ganter, sorgfältiger Zeichnung und zartemFarbenschmelz öes Fleisches, z. B. 1864eine Leda, 1866 einen Amor, der einemschönen nackten Weib ins Ohr flüstert,Venus mit Amor, das Nachdenken undandre derartige Bilder, in denen nur dieEntfaltung einer schönenMenschengestaltund der sinnliche Reiz die Hauptsache sind.
2) Theodore, sranz.Genremaler, geb.29. Juli 1833 zu Salon (Bouches-du-Rhöne), begann seine künstlerische Lauf-bahn auf der Kunstschule in Marseille undkam dann nach Paris, wo er Schüler vonLoubon wurde. Die besten seiner mehrin den Provinzen als in Paris ausgestell-ten Bilder sind: Seidenspinnerei in derUmgegend von Arles, ein Melonenmarkt(1865), die kleinen Marodeure (1866),brüderliche Stütze (1869), Auszug einerViehherde (1872), Rückkehr zum Pacht-hof (1873), die Großmutter und Spazier-gang am Meeresufer (1876). Seit 1874ist er Professor an der Kunstschule inMarseille.
Jouy lspr. schug), Joseph Nicolas,franz. Porträt-, Historien- und Schlach-tenmaler, geb. im Oktober 1809 zn Paris,wurde Schüler von Deveria, Lethiere undIngres, begann 1827 mit Porträten, gingdann aber auch zu Schlachten- und Histo-rienbildern über. Zu jenen gehören z. B.:die Schlacht von Rocroy, Einnahme vonFurnes, Sturm auf Sierck, Übergabe von
Jungheim.
Dünkirchen, die ins Museum von Ver-sailles kamen; zu seinen historischen Bil-dern: eine heil. Familie, Isaak und Re-bekka, Beethoven einige Tage vor seinemTode, das Gebet, die Inspiration, Mozarthört die Messe Allegris in der SirtinischenKapelle u. a.
Juillerat lspr. schmj'ra'), Elotilde, ge-borne Gerard, geb. 1805 zu Lyon, Gattindes Predigers und Schriftstellers Paul I.,widmete sich der Malerei unter Delarochc,debütierte 1833 und fuhr auch nach ihrerVerheiratung (1840) zunächst mit derPorträtmalern fort, brachte daneben aberauch einige historische Genrebilder in Ölund in Aguarell, z. B.: der Bettler und seinschlafender Knabe (1836), die heil. Elisa-beth von Ungarn mit einem Bettler(1841), Toilette der Anna von Österreich,die heil. Therese von Avila und mehrereStudienköpfe.
Jundt, Gustav, franz. Genremaler,geb. 1830 zu Straßburg, wurde in ParisSchüler von Drolling und Biennourry.Er schildert das Volksleben im Elsaß, inBaden oder in Tirol und insbesonderedas Landleben mit scharfer Beobachtungs-gabe, großer Wahrheit, oft mit Humor,Grazie und Lieblichkeit oder mit Ein-flechtung von Konflikten der Natürlichkeitgegen die feinere Kultur, ist aber im Ko-lorit ziemlich schwach. Auf sein erstes Bild,das ländlicheFest (1856), folgten: die Ein-ladung zur Hochzeit, der Neugeborne,Bauern im Museum, bei einem Friseur,auf dem Jahrmarkt, eine verregnete Par-tie im Berner Oberland,Sonntagsmorgeu(1873), das überaus poetische, sanfte Mai-blümchen u. a. Fürmehrere Druckschriftenlieferte er Karikaturen und sonstige Illu-strationen.
Jungheim, Karl, Landschaftsmaler,geb. 6. Febr. 1830 zu Düsseldorf, konnteerst nach Überwindung großer Schwierig-keiten die dortige Akademie besuchen, derenSchüler er 1847—52 war. Insbesonderewaren Schirmer und Schadow seine Lehrer.Nachdem er von 1848 au mit großer Ener-gie seine Mutter und vier Geschwister durchseine Kunst ernährt hatte, machte er ver-schiedene Studienreisen in die Alpen Ti-rols und der Schweiz sowie nach Italien