Ewald.
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duktiver Bildhauer, zugleich Historienma-ler und Architekt, geb. 20. März 1808 zuParis, empfing von seinem Vater, derebenfalls Künstler war, den ersten Unter-richt, wurde dann Schüler von Dnpaty nndPradier in der Skulptur, vou Ingres inder Malerei und von Duban in der Archi-tektur. 1828 empfing er für das PlastischeWerkl der von Apollo getötete Hyacintheinen Preis und eine Pension, nnd nach-dem er noch in den Jnlitagcn des Jahrs1830 mitgesochten hatte, ging er nach Ita-lien, bildete sich dort zwei Jahre und be-suchte dann Algerien, Corsica, Spanien,Deutschland und England. Eine großeGruppe: Kain nnd sein Geschlecht vonGott verflucht (1833), brachte ihm eineerste Medaille und den (bald nachher vonihm ausgeführten) Auftrag für zwei Grup-pen an der Westseite des Triumphbogensin Paris: Widerstand des französischenVolks gegen die eindringenden Alliierten1814 und Friede von 1815. Gleichzeitigmit diesen Arbeiten und nach denselbenentstanden mehrere Monumentalstatnenund ideale Werke, bis er 1841 das Grab-mal Ge'ricaults schuf, das ihm das Kreuzder Ehrenlegion ein trug und bald nachherdas Denkmal Vaubans nebst den beidenallegorischen Figuren Wissenschaft nndKrieg (Dom der Invaliden) zur Folgehatte. Von seinen übrigen, großenteilsspäter entstandenen plastischen Werken er-wähnen wir nur: die Statuen der Leda,der Olympia und des Komponisten Ros-sini (1842), an der Oper; Bianca vonKastilien, im Museumzn Versailles; Heround Leander, im Museum zu Caen; Karld. Gr., und St. Benedikt, beide im Luxem-bourg; der heil. Augustin, in der KircheSie.'Madeleine; der General Leconrbc,in Lons le Saunier; Statue des heil. Lud-wig, an der Barriere du Tröne; Franz I.,in Cognac; Herkules und Antäus; Su-sanns im Bade (1875); das Denkmal desMalers Ingres, in Mvntauban, mit deinmeisterhaften Relief der Apotheose Ho-mers; die Gruppe der Schissbrüchigen re.;dann eine große Zahl von Porträtbüsten,unter denen wir nur die bekanntesten Per-sönlichkeiten, wie: Thiers, Louis Blanc,Odilon Barrot, Proudhon, Chateau-
briand, Eugene Delacroix, Alcr. DumasVater, Alfred de Vigny, Cavaignac undBerryer nennen. Auch von seiner Thä-tigkeit als Maler gab er manche sehrschätzbare Beweise, z.B.: der Märtyrertoddesheil. Sebastian, Joseph seinen Brüderndie Träume anslcgend (1844), der lehrendeChristus, Romeo und Julie, die Fluchtnach Ägypten und mehrere Sccnen ausdem Leben des Patriarchen Jakob. SeineThätigkeit ans dem Gebiet der Baukunstbeschränkte sich allerdings fast ganz aufEntwürfe, z. B. für die Neue Oper (1861),für die Schwimmanstalt im Bois de Bon-lognc und in Vincennes (1863), für dieKirche der siebenSakramente(1864); dochführte er auch einzelne architektonischeGrabmäler ans. Auch als Kunstschrift-steller war er thätig und gab heraus: »Itlssaisnr 1s Iisan« (1851); »Eonrs slsinsn-tairs äs ässsin« (1853); Biographienvon Pradicr und von Ary Schefser(1859)sowie zahlreiche Artikel für künstlerischeund für politische Journale.
2) Louis Jules, jüngerer Bruderdes vorigen, geb. 1810 zu Hans, Histo-rien-, Genre- nnd Porträtmaler, ebenfallsSchüler von Ingres. Nachdem er 1833mit Glück debütiert hatte, ging er im Auf-trag der Regierung nach Dresden undkopierte die Sixtinische Madonna für dieKirche von Agen, dann bereiste er Italien.Unter den seit 1838 von ihm bekannt ge-wordenen zahlreichen Bildern nennen wirnur: der erste Anblick des Meers, derMönch und der Philosoph, eine Postkutscheam Meeresufer bei stürmischem Wetter,Auferweckung des Jünglings zu Nain,Laskaris bringt nach der Eroberung vonKonstantinopel (1453) die Schätze derLitteratur und Kunst nachJtalicn, Fischer-familie bei einem Schiffbruch, die Vestalinbeim Anblick des erloschenen Feuers imTempel(1868), die heil.Genoveva, Dianaals Jägerin nnd zahlreiche Bildnisse.
Ewald, Ern st DeodatPaul Ferdinand,Historienmaler, geb. 17. März 1836 zuBerlin, widmete sich anfangs in Bonndem Studium der Naturwissenschaften,ging aber schon 1855 zur Malerei überund trat in Steffecks Atelier in Berlin.1856 begab er sich nach Paris, wo er bis11 «