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Biographisches Künstler-Lexikon der Gegenwart : die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke
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Eschke -

ließ sie sich in Wien nieder, wo sie vor-zugsweise Bilder aus dem deutschen undungarischen Volksleben malt, die, mitZartheit und Eleganz ausgesührt, zumgroßen Teil in Privatbesitz kamen. Biswei-len malt sie auck Blumen und Stillleben.

Eschke, Wilhelm Benjamin Her-mann, Landsckafts- und Marinemaler,geb. 6. Mai 1822 zu Berlin, erhielt zuerstUnterricht vom Marinemaler Will). Krause(gest. 1861) und lernte sodann in Pa-ris unter Eugene Le Poittevin, der einengroßen Einfluß auf ihn ausübte. MitVorliebe wählt er dieMotive seiner Bilderaus der ernsten Poesie der nordischen Kü-sten und machte daher wiederholte Reisenin den Küstengegenden des nördlichenDeutschland, Englands, Frankreichs undNorwegens, obgleich er nach Beendigungseiner Studien 1850 auch die Küsten desMittelländischen Meers besuchte. SeineBilder haben eine große Tiefe und Leucht-kraft des Kolorits und sind von einervollendeten harmonischen Wirkung. Be-sonders gut gelingt ihm der Effekt desSonnen- und Mondlichts, doch geht erhierin nie auf das Seltsame, künstlerischnicht Darstellbare ans. Zn seinen bedeu-tendsten Bildern gehören aus den 60erJahren: die Insel Neuwerk an der Mün-dung der Elbe, Montorgneil von der See-seite, Warttnrm bei L'Etacq, Westküstevon Helgoland, Weiher bei Dämmerung,Reiher im Schilf, Sturm auf hober See,die blaue Grotte von Capri, Rettungs-boot einem strandenden Schoner zuHülfekommend, das Steinbachthal im Harz;aus den 70er Jahren: Sturm an derKüste von Capri, der Polyphem auf Capri,Vorgebirge Arkoua auf Rügen, What-combebai auf der Insel Wight u. v. a.— Auch sein Sohn und Schüler Ottowidmete sich der Landschaftsmalern undging 1875 zur Beobachtung des Durch-gangs der Venus nach China, von wo erzahlreiche Skizzen hcimbrachte.

Escosüra, Leon Janazio d', span.Genremaler, geboren in Asturien, wurdeSchüler von Geröme in Paris, malt In-terieurs oder Gartenscenen mit reicherStaffage, gewöhnlich historische Personendes 17. oder 18. Jahrh. Seine Bilder, ohne

- Etex.

große Tiefe und Frische des Gedankensund der Motive, sind sehr ungleich ausge-führt: einige fleißig und sorgfältig, andreflüchtig und fast roh, stets aber mit Ge-fühl für harmonisches Kolorit. Dabin ge-hören: Philipp IV., der Rubens bei Ve-lazquez einführt (1867), Mnrillo bei denKapuzinern und die Gallcrie Philipps IV.im Prado (1868), Lucrezia Borgia inVenedig (1869), die Unversöhnlichen,die Freunde des Malers, die Zeit Lud-wigs XV. (1870), Empfang des Gesand-ten, unerwarteter Besuch, der Gang zurAudienz, eine meisterhafte Kampfscenein der Rivolistraße in Paris u. a.

Essenwein, August Ottmar,Architekt,geb. 2. Nov. 1831 zu Karlsruhe, besuchtebis 1817 das Gymnasium, dann die poly-technische Schule daselbst und bezog 1852die Bauakademie in Berlin. Später ar-beitete er bei der Baudirektion in Karls-ruhe und in Ferstels Atelier in Wien, woer 1856 — 64 Ingenieur und Büreau-chef der Österreichischen Staatseiscnbahn-gesellschaft war. 1864—65 war er städti-scher Baurat in Graz und Professor fürden Hochbau an der dortigen technischenHochschule. 1866 wurde er erster Vor-stand und Direktor des Germanischen Mu-seums in Nürnberg. Schon von Karls-ruhe aus machte er 1853—56 mehrereReisen in Deutschland wie ins Ausland,trat in lebhaften Verkehr mit hervor-ragenden Fachgenossen, leitete die Aus-stattung und Ausmalung von St. Mariaauf dem Kapitol in Köln wie des Doms zuBraunschweig, errichtete mehrere kleinereKircheubauten und entwarf verschiedenezum Teil nicht oder von andern auöge-führte Bauprojekte. Unter seinen sehr ge-diegenen litterarischcn Arbeiten sind nebenzahlreichen Aufsätzen in archäologischenZeitschriften hervorzuhcben: »Norddeutsch-lands Backsteinbau im Mittelalter« (1855bis 1856); »Die mittelalterlichen Kunst-dcnkmäler in Krakau« (1867); »Quellenzur Geschichte der Feuerwaffen«; Atlas derArchitektur für den Brockhausschen Bil-deratlas und »Kunst-und kulturgeschicht-liche Denkmäler des Germanischen Natio-nalmuseums«.

Etex, 1) Antoine, franz. sehr Pro-