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C Homer —
von CH. I), geb. 1788 in Paris; promovirte 1813,wurde Oberarzt am Höpitui äs la Otraiits, 1826Professor der Pathologie an der üeols äs Nsäs-oins u. bei der medicinischen Facultät, Ritter derEhrenledion, Mitglied der Akademie der Medicin;schr. DIoinsllbs äs patirolozxio Zsusrals, Paris1817, 1824, 1835, auf Befehl des Sultans insTürkische übersetzt von Osman Effendi, Constant.1836; Malis äss kisvrss et äss malaäiss pssti-lontisllss. Par. 1826, auch deutsch von Becker:Die Fieber« u. Pestkrankheiten, Lpz. 1822; 1-s-ycms äs eliuigus msäieals, Par. 1834, u. nocheine Menge geschätzter kleiner Abhandlungen. Erst. 10. April 1858 in Morsang an der Orge.
Thamhaqn.
Chomer (bibl. Ant.), eigentl. Haufen, Gemäßfür trockene u. flüssige Dinge; enthielt bei trocke-nen Dingen 10 Epha, 30 Seah, 180 Kab; beiflüssigen 10 Bath.
Chomjäkow, Alexei Stepanowitsch, russ.Schriftsteller, geb. Mai 1804 zu Moskau; ent-floh, nachdem er eine ausgezeichnete Erziehungim elterlichen Hause erhalten, namentlich historischeWissenschaften betrieben, kaum 17 Jahre alt, beider Nachricht vom Aufstande der Griechen (1821)dem elterlichen Hause, um an der Bewegung derGräco-Slavensich zu betheiligen, wurde aberzurück-geholt u. mußte hierauf 1822 in das Gardecava-lerieregiment eintreten. 1825 nahm er jedoch alsLieutenant schon seinen Abschied, ging nach Paris,besuchte dann Deutschland, die Schweiz u. Ober-Italien u. wandte auf der Rückreise noch seinebesondere Aufmerksamkeit den westslavischen Län-dern zu. In wissenschaftlichem Interesse auchnahm er 1828 als Offizier im Geueralstabe An-theil an dem Kriege Rußlands gegen die Türkei,reichte sofort nach dem Friedensschluffe seinen Ab-schied ein u. widmete sich jetzt nur mehr literari-schen Arbeiten, die zumeist der panslavistischeuRichtung dienten u. in vielen Beziehungen hohenlinguistischen Werth haben, wie namentlich seineVergleichung russischer Wörter mit dem Sanskrit,veröffentlicht in den Nachrichten der 2. Abth. derPetersburger Akademie, dann die Resultate seinerReisebeobachtungen unter den WSlaven in derLusslcaja Lssöäa, deren eifriger Mitarbeiter erwar seit 1856, wie früher an der ZeitschriftNosicveitjauiu. 1857 wurde CH. Mitglied derPetersburger Akademie der Wissenschaften u. 1858Vorsitzender der Moskauer Gesellschaft der Freundeder russischen Literatur. Einen reichen Schatz fürLinguistik enthält sein in Handschrift nachgelassenesroßesWerk: Über allgemeineGeschichte. Außerdemetheiligte er sich auch an dem Organ Rußlands fürStaatswirthschaft: Ökonomischer Anzeiger, förderteindustrielle Unternehmungen, u. endlich that ersich auch als Dichter hervor. In dieserBeziehungsind zu nennen: die Tragödien Jermak u. Derfalsche Demetrius u. eine Sammlung lyrischerGedichte, 1844. Eine Sammlung seiner Poesienerschien 1861 nach seinem infolge eines Cholera-anfalles 5. Oct. (23. Sept.) 1860 eingetretenenTode. «agai.
Chon (Chons, Khunsu), ägyptischer Gott, Sohndes Amun u. mit dem griechischen Herakles iden-tificirt; er trug Zeitmesser oder Scepter in der
Chondrogcn.
Hand, die Mondscheibe auf dem Kopfe u. bis-weilen einen Sperberkopf u. wurde verehrt inNieder-Ägyplen, wo er seinen Tempel an einerNilmündung hatte, welche davon die Herakles-tische hieß n. ein westlicher Abfluß der Kanopi-schen war.
Obonäeills L., Pflanzengatt, aus der Fam derOompositas-Liodoriaosas (XIX. 1), mehrjährige,meist kahle Kräuter mit fiederspaltigen Grund-blättern, ganzrandigen od. wenig gezähnten Slen-gelblättern u. gelben, endständigeu oder armblü-thige Rispen bildenden Blüthenköpfen; Hüllkelchmeist achtblätterig, an der Basis mit einem Außen-kelche von kurzen Blättchen; Früchtchen vielrippig,an der Spitze weichstachelig, mit einem Krönchenum den Schnabel. Arten: 1. 6tt. juuosa mitlineal-lauzettlichen bis linealischen Stengelblätlern,aufrechten, ruthenförmigen Ästen u. langgeschnäbel-ten Früchtchen; auf sonnigen Hügeln, m trockenenWäldern, meist auf Sandboden. 2. 6i>. xrsuau-itw'iäss PM., mit schwächeren, nicht ruthenförmi-gen Zweigen und in lockeren Rispen stehendenKöpfen; findet sich auf dem Kiese der Flußbettenalpiner Flüsse und Bäche. Das Kraut war sonstals Hsrba ebonärillas vsras officinell u. gegenDurchfälle, Schlangenbiß rc. angewendet. Auchder in wärmeren Gegenden aus der verwundetenPflanze ausschwitzende, an der Luft gummiartigverhärtende Saft officinell. Engler.»
Chondrin (Knorpelleim, Chem.), eine Leimart,welche durch anhaltendes Kochen der permanentenKnorpel, d. h. der eigentlichen, nicht erhärtendenKnorpel (der Rippen-, Gelenkkopf-, Nasen-, Luft-röhrenknorpel), der Hornhaut des Auges, sowieder jungen, noch weichen Knochen dargestellt wird.Es besitzt die größte Ähnlichkeit mit dem ge-wöhnlichen Knochenleim oder Glutin; seine Lös-ung gelatinirt beim Erkalten u. bildet nach demTrocknen eine ähnliche glasartige Masse wie dasGlutin. Gegen Reageutien aber verhält es sichanders als dieses. Die Lösungen des Ch-s wer-den außer durch Gerbsäure auch durch Essigsäure,Salzsäure, verdünnte Schwefelsäure, Alauulösung,schwefelsaures Eisenoxyd, essigsaures Bleioxyd u. a.Metallsalze gefällt, was bei Glutin nicht der Fallist. Der Niederschlag durch Salzsäure u. Schwe-felsäure (nicht der durch Essigsäure) löst sich imÜberschüsse der Säuren wieder auf. Quecksilber-chlorid trübt Ch-lösungen nur, während es inGlutinlösungen einen starken Niederschlag hervor-bringt. Mit Salzsäure gekocht, liefert es Trau-benzucker. Als Zersetzungsproduct des Ch-s mitSchwefelsäure tritt nur Leucin, kein Glycocoll, wiebei Glutin, auf. In seiner chemischen Zusammen-setzung stimmt es ebenfalls mit dem Knochenleimannähernd überein, es enthält indeß wenigerStickstoff (14—15"/o), als dieser (18°/o), u. wenigerSchwefel. Im Übrigen vergl. die Art. Glutin u.Leim. Clörea.
OkonärTtss, bereits im Silur austretende Pflan-zenaatt. aus der Fam. derFucoiden(Tanqalqen).
Chondrodrt, s. Humit.
Chondrogen, Chondrin bildendes Gewebe,Hauptbestandrheil der permanenten Knorpel u. derKuocheuknorpel im früheren Fötusalter; gibt mitWasser gekocht Chondrin.