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Gefangenschaft gerathen war, wurde er 1677unter türkischem Schutze von Neuem zum Hetmander Kosaken ernannt, unterwarf sich die diesseitigeUkraine n. blieb 1679 in dem Treffen bei Kisi-kermen gegen die Russen. 3) Nikolai Jwano-wicz, russ. Lnstspieldichter, geb. ll.Ang. 1789 inPetersburg, Nachkomme des Vor.; wurde nach Be-endigung seiner Studien Dolmetscher im Ministe-rium des Auswärtigen u. widmete sich der diplo-matischen Laufbahn. Im Jahre 1812 nahm erals Adjutant des Generals Kutusow theil am Kriegegegen Napoleon. Nach Beendigung des Kriegeswurde er Chef der Kanzlei des Gencralgonver-neurs Miloradowicz, 1829 Gouverneur von Smo-lensk, für dessen Wiederaufblühen er eine rastloseThätigkeit entfaltete, 1837 Gouverneur von Ar-changelsk, zog sich aber 1833 aus dem Staats-dienste zurück u. starb 20. Sept. 1845 in Peters-burg. Er übersetzte mehrere französische Lustspieleins Russische, namentlich Tartuffe und die Schuleder Frauen von Moliöre, u. verfaßte eine Anzahldramatischer Arbeiten, von denen einige auf derBühne großen Beifall fanden. Die bekanntestendarunter sind: Luftschlösser, Die Schauspieler untereinander, Des Zaren Wort, Der russische Faust,das historische Drama: Sinowi (Zenobius) Bog-dan CH., oder die Einverleibung Klein-Rußlands.Sämmtliche Werke, Petersb. 1849, 3 Bde. Lag«.*
Chmelow, Markts!, im Kreise Romny desrussischen Gouv. Poltawa; starker Tabakbau(jährlich über 1,600,000 ic§ Ausfuhr); 5000 Ew.
Chmiclnik, 1) Stadt im russisch-polnischenGouv. Kielce; 5031 Ew., darunter viele Juden;in der Nähe ergiebige Kupfer- u. Bleibergwerke.2) (Chmjelnik) Stadt im Kreise Litin des russi-schen Gouv. Podolien, am Bug; Tabak- u. Ge-treidebau; vorzügliches Vieh; 7707 Ew.
Chnodömar, Häuptling der Alemannen; lei-stete 353 dem Constantins gegen MagnentinsBeistand u. erhielt dafür die Erlaubniß, in Gallienzu wohnen. Bald entzweite er sich wieder mitdm Römern, schlug den Cäsar Decentius unddurchstreifte u. verheerte lange ungehindert Gal-lien, bis er 357 bei Straßburg von Julianus ge-schlagen u. gefangen nach Nom gebracht wurde,wo er starb.
Chnnbis, s. Kneph.
Owanas (v. Gr.), die Hinteren Nasenöffnungen(s. d.). Choanorrhagie, Nasenbluten.
Chobah (a. Geogr.), Ort nördlich von Da-mascus. Bis hierher verfolgte Abraham die gegenihn verbündeten oberasiatischen Könige. Zur Zeitdes Eusebios gab es noch einen Flecken diesesNamens, von Ebioniten bewohnt, vielleicht dasspätere Hoba, j Stunde nördlich von Damascus.
Chobdo, s. Kobdo.
Choc (sr.), der geschlossene Angriff der Rei-terei.
Chocen (Chotzen), Stadt in der Bezirkshaupt-mannschast Hohenmauth in Böhmen, östlich vonPardubitz, an der stillen Adler, Station der Staats-bahnlinie Wien-Prag; Spiritusbrennerei, Flachs-garnspinnerei; 3526 Ew.
Chocholna, Klein- (Kis-Ch.), Dorf im Co-mitat Trencsin (Ungarn), an der Waag; vorzüg-liche Mineralquellen, die gegen Lähmungen, lang-1
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wierige Fieber u. Hypochondrie besonders wirksamsind; 105 Ew.
Chocolade, Masse ans den gerösteten n. vonden Schalen befreiten Cacaobohnen (s. Cacao).Diese werden in den CH.-Fabriken warm zwi-schen Granitwalzen zu einem dickflüssigen Brei zer-rieben, welcher unter Zuthat von feinem Zucker(häufig noch Vanille u. a. Gewürzen) in Formenund dann durch rasches Abkllhlen zum Erstarrengebracht wird. Die gewöhnliche Form ist die Tafel.Die berühmtesten Ch.-Fabriken sind die französi-schen in Paris, Lyon, Bayonne, Genua, die schwei-zerischen, namentlich in Neufchatel; andere bedeu-tende Fabriken sind in Turin, Mailand, Berlin,Dresden, Leipzig, Köln u. s. w. Die Gesund-Heits-Ch. besteht aus bloßen gerösteten Cacao-bohnen u. Zucker, ohne Zusatz von Gewürz, undwird besonders in Gesundheitszuständen, bei denender Reiz von Gewürzen schädlich sein kann, zu-mal bei Kindern angewandt. Auch werden Heil-substanzen zugemischt, wie das Isländische Moos(Moos-CH.) für hektische Kranke, oder China(China-Ch.), oder der Cacaobrei wird mit Salep,oder Satzmehl von Kartoffeln u. nährenden Sub-stanzen versetzt. Von dieser Art ist der in Frank-reich beliebte Olloeolab aimlsptigns. Die CH.wird für sich als Leckerei genossen, auch kommtsie als Zusatz zu Conditorwaaren n. a. Zubereit-ungen. Auch werden aus CH-en-Masse allerhandFiguren gefertigt. Die gewöhnlichste Verwendungfindet die CH. als warmes Getränk, welches we-gen des großen Neichthnms der Cacaobohnen anAlbumin (18°/o), Fett (55°"„), Zucker u. Stärke(23"/o) n. des Gehaltes an einem der Nerventhä-tigkeit belebenden Stoffe, dem Theobromin, undan aromatischem, ätherischem Öl zugleich in hohemMaße anregend u. nährend wirkt u. daher alsNahrungsmittel, wie auch als Stärkungsmittel fürNeconvalescenten, Bleichsüchtige rc. sehr zu empfeh-len ist. Man unterscheidet Wasser« n. Milch-Ch., je nachdem zu ihrer Bereitung Wasser oderMilch verwendet wird. Wein-CH. ist mehr er-regend, da zu dem Reize des Weines noch der derCH. u. der dieser beigemengten Gewürze hinzutritt;sie ist in diätetischer Hinsicht dem Glühwein ähn-lich. Die CH. wurde in Europa 1520 durch dieSpanier bekannt, welche sie unter dem Namen0neaoba,8gnL-tmitI (den sie in Chocolatl umwan-Lelten) in Mexico vorfanden. Anfänglich war dieBereitung in Europa ein Geheimniß; seil aber 1606die CH. von dem Florentiner Carletti, der lange inWestindien gewesen, in Florenz eingesührt war,wurde sie in ganz Europa, besond. in Spanien u.Italien, verbreitetes Lieblingsgetränk; überall ent-standen Ch.-Fabriken, welche darin wetteiferten, dieCH. sowol in vorzüglicher Güte, als auch ver-schiedenartig zuzubereiten. Für die Verbesserungder CH.-Fabrikation war u. A. namentlich Her-mann in Paris thätig. Vgl. Mitscherlich, DerCacao u. die CH., Berl. 1859.
Chocoladenbaum ist Mwobroinn 6aeao.
Choctaw, 1) County im nordam. UnionsstaateAlabama, n. 37°n. Br. u. 88° w. L.; 12,676 Ew.;Countysitz: Butler. 2) County im nordam. Un-nionsstaate Mississippi, u. 33° n. Br. u. 89° w. L.;16,988 Ew.; Countysitz: GreenSborough.