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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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Ccntrifugalmaschinc Oentruiu.

ser Drehung aber mußte sie ähnlich wie der elasti-sche Mefsingstreifen unseres Apparats die ellipsor-dische, also' in der Richtung ihrer Umdrehungs-achse zusammengedrückte Gestalt annchmen, welchesie in der That besitzt. Infolge der bei derAchsendrehung auftretenden C. haben alle aus derErde befindlichen Körper das Bestreben, sich vonderselben zu entfernen; die C. wirkt also derSchwere entgegen, u. zwar am Äquator am stärk-sten, weil die Punkte des Äquators am weitestenvon der Erdachse entfernt sind. Dies ist eine derUrsachen, aus welchen die Stärke der Schwerkraft(s. d.) von den Polen nach dem Äquator hin ab-nimmt. Der Apparat Fig. 5 dient zu einemVersuche, welcher ebenfalls mittels der Centrifugal-maschine angcstellt wird, obgleich er mit der C.nichts zu thun hat. Es wird von demselben indem Artikel Foucaultscher Versuch die Rede sein.

Eine technische Anwendung findet die C. inden Centrifugen od. Centrifug almaschinen,Apparaten, die im Allgemeinen dazu dienen,Flüssigkeiten, welche festen Körpern beigemengtsind, mit Hilfe der C. von letzteren zu trennen.Sie bestehen aus einer um eine verticale Achsedrehbaren Trommel, deren Seitenwände ausDrahtnetz gefertigt sind. Bringt mau die mitMistigkeiten vermengten festen Körper in die Trom-mel und versetzt dieselbe in rasche Rotation, sowird durch die C. die Flüssigkeit durch die Ma-schen des Netzes hinausgeschlcudert, u. die festenTheile bleiben fast trocken in der Trommel zu-rück. Man verwendet diese Maschinen theils (alsCentrisugaltrockenmaschiuen) zum Trocknen feuchterStoffe (Wolle, Gewebe, Zeuge rc.), theils zurbloßen Gewinnung der Flüssigkeiten (Most auszermahlenen Trauben, Saft auszerriebcnenRunkel-rüben), theils zur gesonderten Gewinnung der festenund der flüssigen Theile (Gewinnung des HonigsU. des Wachses aus den Waben). Wimmenauer Ll.

Centrifugalmaschine, s. u. Centrifugalkrast.

Ccntrifugalpendel, s. u. Pendel.

Ccntrifugalpumpc, eine Maschine zum He-ben des Wassers mit Hilfe der Centrifugalkrast.Die Einrichtung u. Wirkungsweise entspricht derdes Centrifugalgebläses (s. d>), nur wird Wasserstatt Luft in Bewegung gesetzt u. gehoben. DieC«n haben vor gewöhnlichen Pnmpen den großenVorzug, daß ihre Wirkung nicht vom dichtenSchluß von Ventilen abhängt. Sie können des-wegen für unreines Wasser verwerthet werdenu. finden zum Heben von Cloakenwasser, sandi-gem Wasser rc. Anwendung. Auch sind sie ver-hältnißmäßig leicht transportabel u. deshalb zumAuspnmpeu großer Wastermaffen bei Wasserbau-ten sehr beliebt. Die gewöhnlichen C-n mit geradenradialen Schaufeln geben nur geringen Nutzeffect,d. h. sie verwenden nur etwa 2030 pCt. derverbrauchten Kraft wirklich zum Heben von Wasser.Bei geeigneter Construction kann indessen dasVerhältniß 65 pCt. u. mehr betragen. Näheresin den u. Centrifugalgebläse angegebenen Schriften.

Gieseler.

Centrifugalventilator, so v. w. Centrifu-galqebläse.

Zentripetal (v. Lat.), s. u. centrifugal.

Centripetalkraft, s. u. Centralbewegung.

Centriren (v. Lat.), 1) in einen Mittelpunkt, z,einer Mitte bringen. Ein System optischer Gläser,z. B. eines Mikroskops oder eines Fernrohres, istvollkommen centrirt, wenn die optischen Achsender einzelnen Gläser sowol unter sich, als auchmit der Achse des ganzen Instruments eine unddieselbe gerade Linie bilden; unvollkommen cen-trirt, wenn dies nicht der Fall ist. Eine fehlerhafteCentrirung bewirkt hauptsächlich zwei Fehler: 1 )erscheinen die Bilder, namentlich an einzelnenStellen am Rande des Gesichtsfeldes (bei sehrgroben Fehlern in der Centrirung auch in dessenMitte), verwischt, u. 2) erfahren die Bilder eineOrtsveränderung, wenn man das System odereinzelne Linsen um die Achse des Instrumentsdreht. 2) Einen Winkel, dessen Scheitelpunktunzugänglich ist, aus Messungen in der Nähedieses Scheitels durch Rechnung bestimmen.

Wimmenauer L

Centrisch, so v. w. central; c. nach denEcken heißt ein Vieleck, um welches sich einKreis beschreiben läßt; c. nach den Seiten, >

in welchen sich ein solcher beschreiben läßt; c-e. i

Linie, bei zwei Nädern, welche ineiuandergreifen, Ieine Linie zwischen den Mittelpunkten beider.

Centritvinkcl (Mittelpunktswinkcl) heißt imKreise ein von 2 Radien gebildeter Winkel, dessenScheitel also im Mittelpunkte liegt; er steht ansdem Bogen, welchen seine Schenkel einschlieste»,dem Standbogen, u. ist doppelt so groß, alsjeder auf demselben Bogen stehende Peripherie- -Winkel. C. verhalten sich wie ihre Standbogen». ^umgekehrt. Um Winkel zu messen, .denkt man st: '

sich als C. u. nennt einen solchen, welcher den §

360sten Theil der Peripherie zum Standbogen !

hat, 1 Grad groß, den, der einen 5 Mal so großen !Standbogen hat, 5 Grad groß u. s. w.; der ausdem Vicrtelkreise stehende C. ist 90" groß oder !ein rechter Winkel. Im regelmäßigen Vieleckenennt man C. den Winkel, welcher am Mittel-punkte entsteht, wenn man diesen mit 2 benach-barten Ecken durch Gerade verbindet; seine Größefindet sich, wenn 360° durch die Anzahl der Sei-ten des Vieleckes dividirt wird; so ist z. B. der C.des Zehuecks 36° groß. Buchruck-r.

ventrolepiäeae, Pflanzenfam. aus der Klasseder LuLutioblastas, kleine Kräuter, den Binsen(lluueus) iin Äußeren gleichend, mit endständigenoder achselstäudigen Ähren oder Wickelähren, welcheaus einem Staubblatts bestehende männliche undaus einem eineiigen Fruchtknoten bestehende weib-liche Blüthen enthalten; die Früchte sind einsamigeSchläuche mit hängendem Samen; Keimling ander Spitze des Eiweißes, dem Nabel gegenüber.

Die Familie zählt nur wenige, in Neuholland hei-mische Arten, welche zu den Gattungen ^pdslia,Lrinula, HsMrum, Caimarckia, u. Osutrokoxisgehören. Englcr.

llontrolepis LadM., s. u. Osntrolsxiäsas.

Centrönen (a. Geogr.), Alpenvolk im Nar.bonensischen Gallien, welches Cäsar 58 v. Chr-aufzuhaltcn suchte, aber geschlagen wurde.

Centrum (lat.), 1) Mittelpunkt (s. d.); so 6.Aravitabiouis, s. Gravitation; 0. xravitatis, s.Schwerpunkt. 2) Mitte überhaupt. 3) Die Mitteeiner Schlachtlinie, aus welcher, nebst den beiden