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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
Entstehung
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Ceiitwlschulcn Centre. 611

SO., da§ eigentliche Land von Nagpnr, dnrch denFluß Wardah von Berar n. Haidcrabad geschie-den, bis Tschanda hin vom fruchtbarsten Bodenbedeckt, der schwarzen, für die Banmwollenculturbesonders geeigneten Erde. Im NO. schließt sichdaran das Plateau von Tschattisgurh, ein schönern. cultursähiger Landestheil mit fruchtbaren Fluß-thälern, welcher im O. nach Bengalen hin inBerglandschaften verläuft; im SO. durchaus wil-der, spärlich bewohnter, ungesunder Landstrich,durch den Jndrawatti getheilt, der, noch wenigcnltivirt, theilweise von einheimischen Fürsten re-girt (Bustar), in den OGHat sein Ende findet.Flüsse der Prov. sind im NW. der nach W. flie-ßende Narbadda, im NO. der Mahanadi mitdem Nebenfl. Hafsa, im S. Wardah u. Jndra-watti, Nebenfl. des Godavari, mit fruchtbarenFlußthälern, jedoch nicht schiffbar. Der Verkehrvermittelt sich durch das in den letzten Jahrenbedeutend ausgedehnte Straßennetz u. die Eisen-bahnen, von denen die Linie Bombay-Benaresden NW. durchschneidet u. eine Zweigbahn davonbis Nagpur geführt ist. Der im größten Maßeertragssähige Boden u. die günstigen klimatischenVerhältnisse lassen für die Cultur der Prov. inder Zukunft große Erwartungen hegen; schon jetztist der Anbau u. die Ausfuhr von Reis, Weizen,Mais u. Cerealien bedeutend, lohnt die Culti-virung der Baumwolle (in der Div. Nagpur;die von Wardah ist die beste Indiens), u. findetsich Indigo, Zuckerrohr, Mohn, wenn auch in! geringerem Maße. Durch das ganze Land erstreckensich noch große Wälder mit Nutzhölzern, vorzüg-lich dem Teakbaum; Kohlenlager sind in Tschanda^ u. Baitul vorhanden; auch Eisen u. Blei wird! gewonnen. Vom Thierreiche, außer den zahlreichvorhandenen Hausthieren: Büffeln, Kühen, Scha-! fen, beherbergt der O. noch Elefanten, die Wild-niß im SO. noch zahlreiche Tiger u. Panther.Die Industrie ist noch in den ersten Anfängen;die Handelsthätigkeit der Bewohner eine sehrrege. (Über die Geschichte u. die administrativenVerhältnisse im Einzelnen s. Indien u. Nagpur.)

Thiekmann.

Centralschulen (Kreisschulen), in RußlandSchulen inmitten eines Bezirkes, wo Handwerker,Kaufleute, Künstler gebildet werden.

Centralsonne, ein Fixstern, um welchen nachder Annahme einiger Astronomen sich alle Fix-sterne eines n. desselben Fixsternsystems, wie diePlaneten um die Sonne, bewegen sollen. Arge-lander glaubte gefunden zu haben, daß unserSonnensystem einen solchen Lauf habe, dessenRichtung in jetziger Zeit auf einen Stern imHercules geht. Nun blieb nur noch die Frage,°b für unser Fixsternsystem bloß ein gemeinsamer! Schwerpunkt als Mittelpunkt existire, oder obdieser Mittelpunkt eine C. sei. Die Beantwortungdieser Frage ist von Mädler in der Schrift: DieC-, 1848, gegeben worden. Er fand den Cen-tralpunkt in den Ple'iaden, weil die Bewegungderselben durch die unserer Sonne hinreichend er-klärt werde, da die Ple'iaden nicht bloß optisch Zu-sammenhängen, u. kam dnrch Untersuchungen,denen der Satz: die Bewegungen der Sterne sind

größerer Entfernung vom Centralkörper schneller,

zu Grunde liegt, zu dem Hauptergebnis, daßdie Ple'iaden als die Centralgruppe des gesammtenFixsternsystems bis in seine äußersten, durch dieMilchstraße bezeichneten Grenzen hin, u. Al-kyone (s. Ple'iaden) als derjenige einzelne Sterndieser Gruppe betrachtet werden könne, der unterallen übrigen Pleiadensternen die meiste Wahr-scheinlichkeit für sich habe, die wahre C. zu sein.Aber die Existenz dieser Mädlerschcn C. ist später,besonders von Peters in Zweifel gezogen worden,

u. Mädler hat sie dann (in seinem Werke: Über

die Fixsterne im Allgemeinen u. die Doppelsterneinsbesondere) selbst aufgegeben u. in der Natur-forscherversammlung in Bonn 1857 sich dahinausgesprochen, daß der Zeitraum der Beobacht-ung für die Auffindung der C. bis jetzt viel zukurz sei, um mit einiger Sicherheit etwas darüberfestzustellen, u. daß das Centrum des Fixstern-systems vielleicht gar nicht mit einem festen Kör-per Zusammenfalle, was auch die Ansicht dermeisten heutigen Astronomen ist. Vgl. den Art.Fixsternsystem. Specht.'

Centralstellung (Centralpofltion, Kriegsw.),eine Stellung, welche, annähernd gleich weit vonmehreren wichtigen, bedrohten Punkten entfernt,die Möglichkeit bietet, daß das daselbst aufgestellteCorps je nach Umständen auf jeden der gefähr-deten Punkte rechtzeitig zu Hilfe zu eilen vermag.

Centralverwaltung, 1) Staatsverwaltung,die von einem Mittelpunkte, wie dem Ministerium,in welchem sich alle zu derselben gehörigen Zweigevereinigen, ausgeht u. von da aus ihre wirk-samen Kräfte erhält. 8) Die während des Rus-sisch-Deutschen Krieges 26. Oct. 1813 von denAlliirten eingesetzte Behörde, welcher die Verwalt-ung der von den Verbündeten besetzten, aber nichtzur Allianz gehörigen Staaten oblag. An ihrerSpitze stand der Freiherr v. Stein. Die C. trateinen Theil ihres Wirkungskreises iiach dem erstenPariser Frieden an Bayern u. Österreich ab u.löste sich nach dem Wiener Congreß auf. Vgl.Eichhorn: Die C. der Verbündeten unter Freiherr

v. Stein, 1814.

llontrsntlms L<7., Pflanzengatt, aus der Fam.der Valoriansa (I. 1), perennircnde Kräuter mitnngethcilten Blättern, oder einjährige mit fieder-schnittigen Stengelblättern, zahlreichen rochen od.weißen, endständige Rispen bildenden Blüthen,mit 515borstigem Haarkelche, dünner, an derBasis oder gegen die Mitte hin gespornter Blu-menkronenröhre mit fünfspaltigem Saume u. meistnur 1 Staubblatte; Frucht znsammengedrllckt, ander convexen Rückseite einnervig, an der concavenVorderseite mit leeren Fächern. Von den 8 imMittelmeergebiete heimischen Arten sind hervorzu-heben: 6. rudor mit eiförmigen oder lau-zettlichen Blättern; Sporn kürzer, als die Blumen-kronenröhre, aber zweimal so lang als der Frucht-knoten; in den südlichen Alpen, besonders inSTirol. 0. anAustikolius DLi, mit lineal-lan»zeitlichen Blättern; Sporn ungefähr so lang wieder Fruchtknoten; in der Schweiz. 0. oaloitraxaD<7., mit fiederspaltigen Blättern; im Orient u.Portugal heimisch. Diese u. andere Arten werdenauch als Zierpflanzen cultivirt. Engl-r.

Centre (fr., vom lat. vsntrum oder eigentlich

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