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Capillarnctz
Winkel zusammenstoßenden Platten steigt eine die-selben benetzende Flüssigkeit in der Nähe der Kantehöher, als da, wo die Platten weiter von einanderabstehen, u. der Gipfel des gehobenen Wassersbildet eine gleichzeitige Hyperbel, deren Asympto-ten die Kante u. das horizontale äußere Niveauder Flüssigkeit sind. Ein in einer kegelförmigsich verjüngenden Röhre befindlicher Flüssigkeits-tropfen hat das Bestreben, sich der engeren oderder weiteren Öffnung zu nähern, je nachdem erdie Wände der Röhre benetzt, oder nicht. VieleNaturerscheinungen finden in der C. ihre Erklär-ung, so: daß ungeleimtes Papier als Löschpapierdient, das Zerfließen des Zuckers, der nur miteiner seiner Flächen das Wasser berührt, dasNaßwerden von Sand bis zu einer gewissen Höhe,wenn auch nur die Grundfläche eines Sandhau-fens mit Wasser in Berührung kommt, das Anf-steigen des Öles in brennenden Dochten rc. Ver-suche über C. haben vorzüglich Musschenbroek,Gay-Lussac, Brunner, Frankenheim angestellt; diegegenwärtig anerkannte Theorie der C. stammtvon La Place. Wimmenauer LI.»
Capillarnctz, s. u. Capillargefäße.
vapillitkum, Haarnetz oder Haargeflechte, nenntman eine verwebte flockige Masse im Innerndes Peridiums (Balges) der Bauch- u. Schleim-pilze, welcher die Sporen eingestreut sind. Engter.
Lnpillus (lat.), Haar; daher OapiUornm äs-üuvinm, Ausfallen der Haare nach acuten undchronischen Krankheiten, bei denen die Haarbälgenur eine vorübergehende Ernährungsstörung erlei-den, die Haut normal bleibt u. nach Ablauf derzu Grunde liegenden Krankheit neue Haare anStelle der ausgefallenen hervorwachsen.
Lapko (lat.), das Nehmen; daher: 6. lonAnxosssssions, so v. w. Diasscrixtno louANS pos-sessionis u. Ilsncapio; vgl. Verjährung; 6. mor-tis oansa, jede vom Tode eines Dritten abhängiggemachte Erwerbung einer Sache, die jedoch wedereine Art der Beerbung oder eines Vermächtnisses,noch der Schenkung auf den Todesfall ist, u.unterscheidet sich dadurch von der Donatio mortiscausa, daß diese durch den Todesfall des Schen-kers, jene aber, eine Schenkung unter Lebenden,durch den Tod eines Dritten bedingt ist; 0. xix-noris, so v. w. Pfändung.
Capisträno, St., Johann, berühmter Kreuz-zugsprediger, geb. 24. Juni 1386 in Capistrano(italien. Provinz Aquila); studirte erst die Rechte,dann Theologie u. trat in den Franciscanerorden;wurde 1426 päpstlicher Legat u. Inquisitor gegendie Fraticcllen in Ober-Italien; 1444 zum Ge-neralvicar der Observanten gewählt, wirkte er1450 in Deutschland zur Bekehrung der Husfiten,wider welche er in Franken einen Kreuzzug pre-digte u. von denen er 1451 in Mähren 4000bekehrte; er predigte ferner in Wien (wo ihm amStcphansdome ein Denkmal gesetzt ist), in Bres-lau, Krakau und in Ungarn gegen die Türken,welche die Begeisterung seiner Kreuzfahrer 1456von Belgrad vertrieb; er st. 23. Öctbr. 1456in Jllock in einem Kloster und wurde 1515 seliggesprochen u. 1690 kanonistrt; Tag: 23. Octbr.
Lspkta (lat.), Mehrzahl von 6aput. 0. s. 6ax-snlas Daxavsris, Mohnköpse; s. Daxaver. 6.
— Capital.
ju§ata, auf römischen Münzen 2 Köpfe, mit ein-ander zngekehrten Gesichtern (0. aävsrsa), mitabgewendeten (0, aversa). Dapita aut navim(Köpfe oder Schiff), römisches Spiel, wobei einGeldstück, auf dessen einer Seite ein Vennskopf,auf der anderen ein Schiffsschnabel geprägt war,in die Höhe geworfen u. danach auf Gewinn u.Verlust gerathen wurde.
Capitaine (fr., Capitän) in der Landarmee derRang eines Compagnie- od. Escadronchess, Haupt-manns od. Rittmeisters, in der Marine Comman-dant eines Schiffes (fr. 6. äs vaissean), C-lieu-tenant, in der deutschen Marine Commandant eineskleineren Schiffes. 0. «Darmes, s. u. Compagnie. 0.Asnsrak, 1) sonst in Frankreich so v. w. Marschall;dann 2) zwischen dem Marschall und General-lientenant mitten inne stehender Offizier; 3) inden Niederlanden sonst Oensrai sn ebek, gewöhn-lich mit dem Statthalter eine Person.
Capital heißt im gewöhnlichen Sinne eine«Lumme Geldes, welche nutzbringend, zinstragendangelegt ist, oder angeliehen wird; im weitere»,volkswirthschaftlichen Sinne aber außer dem Geld«-,jenem wichtigsten Tauschmittel, jedes zu fernererProduction bestimmte und behufs dieser benutzteProduct, das mithin seinen Zweck dadurch erfüllt,daß es in der Benutzung, im Gebranchtwerdenwieder neu prodncirt. Wenn aber durch dieseVerzehrung u. Wiedererzcngung das C. in seinerbisherigen Form auch als verbraucht erscheint, sogilt es wirthschaftlich doch als erhalten, wenn derWerth des Productsergebnisscs den Werth desC-s auch in entsprechender Weise wieder ersetzt,somit auch als vermehrt od. vermindert, je nach-dem jener Werth über den Wicderersatz des C-wer-thes hinausgeht, od. hinter demselben zurückbleibt.Hauptformen des C-s in volkswirthschaftl. Sinnesind: Boden-, Benrbarungs- n. perennirende An-pflanzungen, alle Arten von Baulichkeiten, welchezur Wohnung, zum Betriebe, zur Aufbewahrung u.Sicherung dienen, sowie alle künstlichen Verkehrs-anlagen: Werkzeuge, Maschinen, Geräthe, sofernsie mehr Arbeit oder Beschwerde ersparen, alsihre Herstellung gekostet hat; Nutz- und Arbeits-vieh, sofern es unter menschlicher Sorgfalt wie-der zur Production — Erzeugung von Vieh od.thierischen Stoffen, Leistung durch seine Zug- rc,Kraft — dient; Hauptstoffe, aus welchen ein neuesProduct entsteht (Saatkorn, Getreide, Hans,Wolle); Hilfsstoffe, welche, ohne Bestandtheile desProducts zu sein, zu dessen Herstellung ver-braucht werden; Mittel, welche bis zur Vollend-ung der Production zur Erhaltung des Prodn-centen vorgestreckt werden müssen; Vorräthe fürden Tauschverkehr (Handelsvorräthe); Geld, alsden Tausch vermittelnde Waare; endlich sogen,unkörperliche C-ien (Pseudo-, Qnasi-C-ien, die,ebenfalls ans Production hervorgegangen, sürsolche benutzt werden u. übertragbar sind, z. B.die Kundschaft bei einem Geschälte rc.). Je nachden Zwecken ihrer Benutzung unterscheidet manGebrauchs- n. Erwerbs-C-ien. Als Gebranchs-(Nutzungs-) C-ien sind diejenigen C-ien zu be-zeichnen, welche zur unmittelbaren Befriedigungvon Bedürfnissen, zur Beschaffung persönlicherGüter dienen, während unter Erwerbs- (Pro-