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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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Cantomicmeut — Ccmule.

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barkeit des Wassers, indem er bewies, daß dasWasser, durch das doppelte Gewicht der Atmosphäreseines Raumes zusammengepreßt werde(in: Lxpsrimonts to xrovs, tbat rvatsr is notineomxrsssibls, Ibil. Ir., 1762, u. On tbs oom-xrsssibilltx ok ivater sie., ebd. 1764). Auchzahlreiche andere Abhandlungen von ihm findensich in den Unlosopkiesl Irans aoiüoim, einzelnein anderen Zeitschriften. 2) Gustav, deutscherLandschafts- u. Thiermaler in München, geb. 1813zu Mainz; bildete sich in Düsseldorf, bereisteTirol, die Schweiz u. Italien u. verbindet inseinen Bildern das landschaftliche Element mitMenschen- u. Thiergestalten anss Anmuthigste.Er war auch Mitarbeiter an: Deutsche Dichtun-gen mit Randzeichnungen deutscher Künstler (Düs-seldorf, Buddeus) u. führt die Radirnadel mitgroßer Fertigkeit. H Regnet.

Cantormemeut (fr.), 1) (Cantonnirung) dieeinstweilige Verlegung von Truppen im Kriegeoder Frieden in Städte und auf das platteLand (Cantonnirungsquartiere). C-s treten imKriege ein, wenn der Feind nicht zu nahe ist u.man daher keine Überraschung von ihm zu be-sorgen hat. Die Bertheilung der Truppen in dieC-s geschieht mit Rücksicht auf die Größe der Ort-schaften, auf die Bedürfnisse der Truppen, aufdie Schlacht-od. Marschordnung, sowie auf schnel-les Sammeln der einzelnen Abtheilnngen bei plötz-licher Annäherung des Feindes. Gegen Überfällesichert man die C-s durch Vorpostenaufstellungenu. andere zn deren Unterstützung bereitgehalteneAbtheilungen. Für eintretende Alarmirungen findim voraus die Plätze zum Sammeln bestimmt.Die Umstände bestimmen, ob die C-s weit, oder-eng, od. auch nur theilweise sein sollen. Vgl.Winterquartiere u. Cordon. Davon cantonni-ren, in C-s sich befinden. 3) In Algerien be-stimmte, vermessene Districte, welche den einzelnenAraberstämmen angewiesen find.

Cantons Phosphor, s. Calciumsulfuret.

Lantor (lat.), 1) Sänger. 2) Vorsänger ineiner Kirchengemeinde. 3) In den Domcapiteln der4. Domherr, im Range nach dem Scholasticus,der mit ihm gewöhnlich den Gottesdienst besorgteu. bei den Domschulen Unterricht ertheilte; dessenOfficium tkantoria; auch in Klöstern gab es einenC. In den Nonnenklöstern hatte die (jantrix denDienst im Chor zu besorgen, auch den Unterrichtim Gesang zu ertheilen. 4) Lehrer an einer Stadt-schule, welcher gewöhnlich auch Unterricht im Ge-sänge ertheilt. Cantorat, die Stelle, u. Can-torei, die Wohnung eines C-s.

Lantrix (lat., Sängerin), s. n 6sntor.

Cant«, Cesare, einer der bedeutendsten ital.Gelehrten u. Schriftsteller, geb. 5. Sept. 1805zu Brivio im Mailändischen; erhielt schon in sei-nem 18. Jahre die Professur der Ästhetik inSondrio, 1827 eine solche in Como u. 1832 inMailand. Als Dichter, wie als Historiker bereitsbekannt, mußte er infolge der freisinnig gehaltenenSchrift: La^ionamenbi sulla storia lombsräa.äel sooolo XVIII.. Mail. 1833, eine fast ein-jährige Haft verbüßen, die er in der Form eineshistorisch-politischen Romans unter dem Titel:iliwAÜerlta. lustorla (Mail. 1837, n. A., 1874,

deutsch v. Fink, Stuttg. 1841), beschrieb; hierdurch,wie durch seine religiösen Hymnen u. Gesänge,denen er Politik beizumischen verstand, in denweitesten Kreisen populär, machte er sich zum be-rühmten Manne auch über die ital. Grenzen hin-aus durch sein großes Werk: Ltoris, univsrssls,Turin 1837 ff., 35 Bde., 9. A., 1864, das fastin alle europäischen Sprachen übersetzt wurde,deutsch von Brühl, Schaffh. 1848 ff. Obwol ersich in diesem umfangreichsten ital. Geschichtswerkeunseres Jahrh. als Bertheidiger des Papstthums,als Vertreter der Idee, den Staat mit der Kirche,die Politik mit der Religion zu vereinen, alsGegner der Freigeistcrei bekundete, feindete ihndie Regierung doch mehrfach wegen seiner politi-schen Gesinnung an, u. bei Beginn des Aufstan-des in Mailand 1848 entging er der Verhaftungnur durch seine eilige Flucht nach Turin, von woer indeß nach Unterdrückung der Revolution wie-der nach Mailand zurückkehrte. In einem zweitenHauptwerke: Ltoria. äsZU Itslisni, Turin 1854,6 Bde., 1859, 4 Bde., erklärte er sich für einenital. Staatenbuud, in welchem auch der Papst n.Österreich ihren Platz finden sollten. Politisch thä-tig war C. als Parlamentsmitglied 1859, indeßnach der Besetzung der Marken u. Umbriens zoger sich auch hiervon wieder zurück, um ganz seinenStudien leben zu können. Im I. 1874 wurde ervon der Regierung zum Director der Archive inMailand ernannt. Von seinen Werken sind nochzu erwähnen: Ltoria äslla eittä o äioeasi cki6omo, Como 1829 u. ö., 2 Bde.; lotturo ^io-vanili, 4 Bde., In Isttoratura italiana per via.ä'ssewpii, Flor. 1850; Ltoria cisl esnt' anui,Flor. 1851; Lsooaria e il ciiritto psnalg, ebd.1860; vol äiritto nsila storia, Tur. 1861; Ltoriominori, ebd. 1864 ff.; Vita. ps.rg.HvIs cki Llira-bsau s IVssbington, Mail. 1868; Oli vretioick'Italia, Tur. 1866—68, 3 Bde.; 8uon ssnsos bnon euors, 1.—10. A., Mail. 1870; Ilpor-takvssli äi nn' oxsrazo, Mail., n. A., 1872; Imoronistoria äell inäipsncksrma itsligns, Mail.1871 ff.; Italiani illustri ritrstti, Mail. 1872bis 1874, 3 Bde.; XIZiso ola IsAg. lornbaräa,seine bedeutendste Dichtung, n. A., Mail. 1870,nachdem die erste 1828 erschienen, rc. Sein Bru-der Jgnazio, geb. 5. Dec. 1810, war derErzieher der Kinder des Erzherzogs Rainer undist ebenfalls als Historiker rühmlich bekannt. 8->gai.

Lantus (lat.), Gesang, 6. äurus, 6. mollig-u. 6. naturalis, die drei Grundhexachorden desGuidonischen Tonsystems, s. Solmisation. 6. üZu-raiis (6. ÜAnratus), Figuralgesang, s. u. Kirchen-musik. 0. türmus, 1) der aus gleichen Tonlängenbestehende Kirchen- u. Choralgesang, welchen PapstGregor d. Gr. eingeführt haben soll; 2) besondersChvralmelodie, um welche sich andere Stimmen inverschiedenartig rhythmisirten Noten (6. LZuratus)bewegen.

Canule (fr.), chirurgisches Instrument, vonSilber od. Kautschuk, an beiden Enden offen,verschieden gestaltet; dient beim Kauterisiren, umdie umgebende» Theile zu schützen, auch in Ver-bindung mit schneidenden u. stechenden Instru-menten, um diese bequem einzubringen, auch umin Wunden einen Ausfluß zu bewirken.