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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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Ountliarelliis — Canton.

Kattun u. Musselin; Handel, namentlich mit Ge-treide u. Pökelfleisch, war srüher nicht unbedeu-tend, hat aber nachgelassen; in der Umgegendetwas Hopfenbau; Einwohner (1871) 20,962.In der Nähe 2 Mineralquellen. Ein Zweig derLondon-Dover-Eisenbahn führt von Ashford ausüber C. nach Ramsgate. C. sendet 2 Mitgliederins Parlament. — Zur Römcrzeit stand auf derStelle von C. eine Stadt der Cantier. Bis596 war C. Residenz der Könige von Kent. Um570 wurde hier der Grund zum Christenthum inEngland gelegt u. ein Bisthum gegründet; 597wurde St. Augustinus der erste Erzbischof underhielt nachher den Titel als Primas des Reiches,der unter Lanfranc 1072 erneuert wurde undfortan dem dasigen Erzbischof blieb, welcher zu-gleich erster Peer des Königreiches ist n. das Rechthat, den König zu trauen. 1170 wurde der Erz-bischof Thomas Becket in der Kathedrale ermor-det. Vgl. Stanley, Wstorioal Memorials ob (!.,4. A., Lond. 1864. 2) Britische Colonie an derPegasus-Bai ans der OKüste der Tewahi-InselPunamu, der südl. Insel von Nen-Seeland (Po-lynesien); etwa 6000 sHIcm; ausgezeichnetes Weide-land u. herrlicher Boden für den Ackerbau, ange-baut werden namentlich Weizen, Gerste, Hafer u.Kartoffeln; 1871 47,000 Ew.; Hauptstadt: Christ-church; Hafenstadt: Lyttleton, mit dem Port Cooper.

1) Bartling."

Lsntbarellus Pilzgatt. (Hz'insnoin^Lstss-^Ag-rieini), fleischige Hutpilze mit wachsartigen,gegen den Rand hin verzweigten, schmalen, amStiel herablaufenden Lamellen. 6. oibarius (Eier-schwamm, Pfifferling), eidottergelb, mit fleischigem,fast ausgeschweiftem, meist in der Mitte vertief-tem Hute; häufig in Nadelwäldern; eßbar u. wohl-schmeckend. 6. inknnciibulikorinis §eox>., mit tieftrichterförmigem, bräunlich-gelbem Hüten, hohlemgelbem Stiel; ziemlich häufig in Bergwäldern.6. anrantiaens FVr'es, goldgelb mit filzigemHute; ziemlich häufig; nicht eßbar. Engter.

Canthartdcn (Lantlmrickes), s. Kanthariden.

vantlmrickae, s. Reizkäfer.

Cantharidin (Chem.) 6^62, der wirksame,blasenziehende Bestandtheil der Kanthariden oderSpanischen Fliegen (Nslos vesioatorius), ans wel-chen es durch Weingeist od. Äther ausgezogenwird, nach deren Verdunsten es in färb- u. ge-ruchlosen kleinen Tafeln sich abscheidet, die bei210" schmelzen und in Nadeln sublimiren; inWasser nicht, in Alkalien, Äther, kochendem Alko-hol leicht löslich. Auf der Haut bringt es Blasenhervor; innerlich wirkt es als heftiges, Magen-entzündung hcrvorrnfendes Gift. Clären.

Lsntwum (lat.), 1) ein Gesang, Lied; daher6. eantioorum (d. i. Lied der Lieder), das HoheLied Salomonis. 2) In Len römischen Komödienu. Tragödien, im Gegensätze zum Dialog (vivsr-binm), eine Art Monolog, welcher gesangartigunter Begleitung der Doppelflöte (Mbia) vorge-tragen wurde. Bisweilen war dieser Vortragzwischen zwei Histrionen so getheilt, daß der Einedie mimischen Bewegungen machte u. der Anderesang. In dem C. herrschte leidenschaftliche Er-regung, daher der Rhythmus lebhaft war u. dieMetra vsl wechselten. Cantiea, wurden auch ab-

gesondert von dem Drama bei Gelagen u. sonstgesungen. 3) Zaubergesang. 4) Pasquill.

Cantier (a. Geogr.), Volk im südöstl. Theilvon Britannien, in dem jetzigen Kent, mit demVorgebirge Cantimn, zwischen der Mündung derThamefis (Themse) u. dem Hasen Rutnpä (jetztRuinen von Richborough). Die C. waren dasgebildetste Volk unter den Britanniern u. wurdenden Römern zuerst bekannt. Als Städte werden Lon-dinium (London), Durovernum, Rutnpä erwähnt.

Lnntilens lloianäi (Rolandslied), s. u. Roland.

Cantilene (v. Jtal.), 1) Singstück, ein fröh-liches, heiteres Lied; 2) f. u. Cantate.

Cautine (fr.), Feldflasche; Marketenderbude,Feldschenke; daher Oantinieis, Marketenderin.

Cantire, Halbinsel in der Grafschaft Argyle,im südwestlichen Schottland, lang gestreckt in einerAusdehnung von 89 km, mit dem Festlande nurdurch eine schmale Landenge bei Kilcalmonell zu-sammenhängend; gebirgig, im Ben Torc gipfelnd;das südl. Ende, Äull ok 0., ist nur 21 icm vonIrland entfernt.

Oanio (ital., Mus.), 1) Gesang; daher 6. ksrmo,s. Osmtus ürmua; 0. ÜAurato, s. Figuralgesang.2) Die Stimme, welche bei einem Musikstücke dieMelodie führt, gewöhnlich Sopran oder Tenor.6. ripisno der ausfüllende Discant, d. h. eineDiscantstimme, welche nur bei Tuttistellen mit-wirkt, im Gegensätze zu den Soli.

Canton (fr.), 1) Kanton, ein abgegrenz-ter, als für sich bestehendes Ganze betrachteterTheil eines Landes od. Gebietes od. einer Stadt.2) Die einzelnen Staaten der SchweizerischenEidgenossenschaft, früher Orte, wurden seit dem15. Jahrh. von den Franzosen und später auchvon den Schweizern C-e, genannt; s. Schweiz(Geogr.). 3) Gebietstheile in Frankreich, derenin der Regel mehrere zu einem Arr. gehören n.ihrerseits mehrere kleine, eine mittelgroße, oderTheile größerer Gemeinden enthalten. 4) Bezirk,aus welchem für Regimenter Rekruten ausgehodenwerden; daher Cantonist, ein zu dieser Aus-hebung Verpflichteter (C-pflichtiger), od. auch einsolcher nach seiner Einstellung u. auf Urlaub gehend;s. u. Werbung.

Canton, 1) Stadt (in China), s. u. Kanton.2) Hauptort des Stark County im nordamerik.Unionsstaate Ohio, am Nimishillen Creek u. derOhio-Pennsylvania-Bahn; höhere Lehranstalt;Wol-lenwebereien, Maschinenfabriken; 8660 Ew., dar-unter etwa 2000 Deutsche; Steinkohlenlager inder Nähe. 3) Hauptort des St. Lawrence Countyim Nordamerika». Unionsstaate New-Uork; Manu-facturen; 6379 Ew.

Canton, 1)John, bedeutender Physiker, geb.31. Juli 1718 zu Stroud in Gloucestershire;wurde 1737 Schreiber in London, später Lehreru. von 1742 an Vorsteher einer Privatschule(Akademie des Spital Square); st. 22. März1772. Er erfand 1750 das Verfahren, künstlicheMagnete ohne natürliche zu fertigen, beschäftigtesich besonders mit Elektricität, wies (in: MsvtrioalExperiments sie., ?kn1. fl'r., 1751) zuerst dieelektrische Vertheilung nach u. beschrieb in der-selben Abhandlung ein Korkkugelektrometer. Fer-ner entdecke er 1762 zuerst die Zusammendriick-